Fotografie und Schnorcheln

Dieses Thema im Forum "Asien Reiseforum" wurde erstellt von Kät87, 14. September 2014.

  1. Kät87

    Kät87 Welpe

    Registriert seit:
    23. Juli 2014
    Beiträge:
    4
    Hallo ihr Lieben,

    Im November steht eine Reise nach Bali/Lombok an. Ganz besonders freue ich mich dabei aufs Schnorcheln und tauchen. Ich würde dabei gerne Fotos machen. Habt ihr Erfahrungen diesbezüglich?
    Ich überlege mir eine Unterwasser Digicam zuzulegen. Die haben aber meist eine schlechtere Bildqualität.
    Macht es auch eine normale Kamera in solch einer Wasserdichten Tasche?

    Danke

    Gruß Kät
     
  2. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

    Registriert seit:
    17. Februar 2013
    Beiträge:
    1.670
    Meinst du nicht, dass du eine solche Frage besser in einem Forum für Unterwasser-Fotografie stellen solltest?
    Hier bist du eher richtig, wenn du wissen willst, wo sich das Tauchen und Schnorcheln besonders lohnt.
    Nix für ungut ...
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.968
    Naja, etwas kann ich schon dazu beitragen. Ich hab viel probiert unter Wasser. Das ging zunächst los mit Einwegunterwasserfilmkameras (völlig nutzlos) und so Beutel in welche man seine Digicam stecken kann. Mit letzterem kamen hin- und wieder ein paar gescheite Bilder raus (ca. 10%) - allerdings war das Handling schrecklich. Die Kamera rutschte im Beutel immer hin und her, so das das Objektiv nicht immer Richtung der klaren durchsichtigen Seite des Beutels ausgerichtet war. Das dann wieder zurecht zu rücken war ziemlich umständlich unter Wasser. Auch wenn Tasten an der Kamera recht dicht zusammen lagen, hat man durch die Steifigkeit des Beutels manschmal mehrere gleichzeitig gedrückt.
    Weiter gings dann mit Outdoorkameras wie Panasonic Ft-2/3 und Olympus TG-310. Bei geringer Wassertiefe und Sonnenschein sind die Bilder damit ganz annehmbar. Seit letztem Jahr nehme ich eine Olympus Pen samt Unterwassergehäuse und externem Blitz (alles gebraucht gekauft). Die Ergebnisse damit sind deutlich besser, auch in tieferen Tiefen. (einige Bilder, was ich mit meinem bescheidenen Wissen in der UW-Fotografie (und mit meinen beschränkten Tauchfähigkeiten) hinbekommen habe, findest Du zum Beispiel in meinem Mikronesien Reisebericht. Wunder darf man aber damit auch nicht erwarten. Letztendlich muss die Wasserqualität passen, die Sonne möglichst senkrecht stehen und je mehr Licht Du noch künstlich hinzufügen kannst umso besser. Zusätzlich sollte man natürlich noch gut tariert und ruhig im Wasser schweben.
     
  4. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    1. Januar 2011
    Beiträge:
    1.900
    Als relativ erfahrener Taucher (<200TG) und vielen Freunden im Tauchermilleu ein paar Tipp.

    LICHT:
    Fotografieren beim Schnorcheln oder beim Tauchen? Ist genauso unterschiedlich wie fotografieren bei Tag und bei Nacht! An der Oberfläche ist es relativ easy, weil noch relativ viel Licht vorhanden und das ganze Farbspektrum vorhanden ist. Das Licht und vor allem das Farbspektrum nimmt mit zunehmender Tiefe ab, vor allem die Farbe Rot! Es gibt zwar Kameras mit einem sog. Taucherprogramm, die das fehlende Rotlicht versuchen digital beizumengen und auch verschieden Filter aber für gute Bilder in grösserer Tiefe gibt es nur eines: viel Licht! Gute extern Lampen sind ein MUSS! Das eingebaute Blitzlicht reicht nur auf kurze Entfernungen, d.h. bei Abständen unter einem Meter ist es bei den meisten Kameras Ok. Ohne dies Zusatzlampen bekommst du auch bei guter Sicht nur Bilder die Blaustichig sind, es fehlen die Farben!
    ABSTAND:
    Aufgrund der Lichtbrechung von Wasser und der oben genannten Lichtproblematik, bekommst du nur gute Bilder, wenn du nahe ans Objekt gehst und nicht z.b. mit Zoom arbeitest. Das erfordert aber eine ganz gute Tarierung und schon etwas Erfahrung unter Wasser. Auch ist eine Kamera mit Gehäuse und Zusatzscheinwerfern (je nach Größe) auszutarieren, damit sie nicht einen zu großen Auf- oder Abtrieb hat. Und beachte auch, beim tauchen mit Kamera hat man meist einen um ca. 10% höheren Luftverbrauch ( mehr Bewegung um das Objekt besser zu treffen, mehr Tarierung, u.s.w.).
    Finger weg von solchen Plastiktüten! Ab 5Meter Tiefe "schalten sich einige ungewollte Dinge von selbst ein oder manche Dinge von selbst aus". Die Plastikbeutel halten einfach den Wasser Druck nicht stand. Der Wasser Druck steigt prozentuell vor allem zwischen 0 und 10 Meter wassertiefe (um 100%).
    Kauf dir für deine Kamera ein UW-Gehäuse und wenn du keine Zusatzlampen möchtest geht als Ersatz auch eine gute Tauchlampe die du auch so immer verwenden kannst.
    Lg nf
     
  5. Bluetenglanz

    Bluetenglanz Reisefuchsforum Legende

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    Beiträge:
    1.134
    Das mit den Gehäusen klingt interessant fürs Schnorcheln für mich.. zu tauchen traue ich mich sowieso nicht. :wink5:

    Wobei ich meine DSLR jetzt auch nicht mit Gehäuse unter Wasser mitnehmen würde, da müsste dann meine Nikon Digicam herhalten - zumindest für die ersten Versuche. Gibts denn überhaupt passende Gehäuse für jede Kamera oder hat man damit letztendlich das selbe Problem wie mit den Beuteln (umherrutschen?). Und wie siehts mit dem Druck aus? Beim Schnorcheln kann man ja auch gut und gerne mal ein paar Meter tief tauchen.
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.968
    Es gibt für viele Kameras auch Unterwassergehäuse, teilweise von den Kameraherstellern selbst, teilweise von Drittanbietern. Diese Gehäuse halten meist bis min. 40m Tiefe - also für >99.9% des Normalnutzers ausreichend :RpS_biggrin:. Das Problem mit dem Umherrutschen hat man nicht, da so ein Gehäuse exakt an die jeweilige Kamera angepasst ist. (zur Veranschaulichung)
    Das "Problem" ist, dass diese Gehäuse teilweise ein Vielfaches der Kamera selbst kosten. Es kann Sinn machen in speziellen Foren zu suchen, ob gerade jemand ein UW Gehäuse günstig anbietet und dann kauft man sich die passende Kamera auch noch gebraucht dazu.
    P.S. Oder einfach eine bis min. 5m wasserdichte Outdoorkamera kaufen. Für erste Schnorchelbilder bei Sonnenschein ist das auch nicht schlecht. (Panasonic FT Serie, Olympus tough, ...)
     
  7. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    1. Januar 2011
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    Etwas Physik :RpS_biggrin:
    Umgebungsdruck 1 Bar. Je 10 m Tiefe vergrössert sich der Druck um 1 Bar, d.h. bei 10 m sind es 2 Bar, bei 20 m 3 Bar usw. Darum ist die größte Druckerhöhung beim abtauchen auf 10 m gegeben. Erhöhung von 1 auf 2=100%. Das merkt man beim abtauchen durch vermehrten Druckausgleich. Von 10 auf 20 m steigt der Druck nur mehr von 2 auf 3 Bar usw. Ein Luftsack verringert sein Volumen um 50% bis auf 10 m, darum sind so Kamerasäcke relativ unbrauchbar. Ich habe zwar auch einen für meine Videokamera aber lediglich als Schutz zb in der Wüste.
    Lg nf
     
  8. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    1. Januar 2011
    Beiträge:
    1.900
    @Bandanar, die Gehäuse halten viel größere Tiefe aus, aber da unten sind die meisten Kameras zu lichtschwach (außer du benutzt Extremscheinwerfer).
    Ansonsten alles nötige gesagt. Die Dinger sind wirklich sehr teuer. Auch die Sea-Life UW-Kameras sind sehr teuer und nicht besser als normale Digicams mit Gehäuse.
    Aber fürs schnorcheln reicht sicher eine einfache Kamera.
     
  9. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Nach meiner "Erfahrung" kann man die Dinger vergessen.
    Ich hatte mir extra für's Schnorcheln auch mal so ein Rollei-Dingens zugelegt, wasserfest bis 3 meter und damit für meine ganz bescheidenen Schnorchelkünste ausreichend. (war gebraucht und hat zum Glück nicht wirklich was gekostet :smilewinkgrin3:)
    Fakt ist, dass ich schlichterdings unter Wasser auf dem kleinen Display überhaupt gar nix erkennen konnte und daher quasi völlig blind einfach abgedrückt habe. Und so sahen die Ergebinsse dann auch aus. Im besten Fall waren noch die Schwänze der davongeschwommenen Fischlis drauf :RpS_biggrin: dazu auch viel zu dunkel, obwohl relativ oberflächennahe aufgenommen. Feste Objekte wie zB. große Muscheln am Grund waren wiederum zu weit entfernt und durch die Brechung konnte man da auch nicht einschätzen, wie genau man die Knipse nun hinhalten muss. Unter Wasser kontrollieren, ob ein Bild was geworden ist, ging ja irgendwie auch schlecht.

    Man kann mit diesen Digi-Knipsen witzige Bilder zB. im Pool machen oder in einem kleinen Zierfischbecken oder auch ohne Angst das Kleinkind im Planschbecken ablichten - aber für "richtige" Unterwasserfotos" taugen die nix.
    Wenn's was Gescheites werden soll und nicht nur Zufallsgeknipse, sollte man die Ratschläge von Richie und Bandanar ernstnehmen und ein bisschen mehr investieren - und üben!!!

    VG
     
  10. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.968
    Ja, wobei man schon überlegen muss, ob man dafür wirklich so viel Geld ausgeben will, und, was man auch nicht vergessen sollte, ob man das ganze Gerassel wirklich noch zusätzlich mitschleppen will. So ein Gehäuse nimmt schon einiges an Platz weg und wiegt auch etwas. Ganz schlecht sind nicht alle UW-Outdoor-Cams. Hier mal ein paar Bilder die ich damit beim Schnorcheln 2011 und 2012 in Dahab und auf Fidschi gemacht habe (nur um einen groben Eindruck zu gewinnen)

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  11. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

    Registriert seit:
    20. Januar 2011
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    2.098
    Sind sehr schöne Fotos.
    Wahrscheinlich ist Deine Kamera nun auch nicht das extrem-billig-Model wie meins :wink5:

    Ich jedenfalls leg das Thema für mich zu den Akten, zumal auch mein / unser Reiseschwerpunkt nicht mal ansatzweise unter Wasser liegt.
    Ist auch so schon genug Schlepperei mit Kamera und Objektiven.
     
  12. just another world trip

    just another world trip Jungfuchs

    Registriert seit:
    15. Dezember 2014
    Beiträge:
    11
    unterwasserfotos oder videos

    ich empfehle eine Go Pro mit Rotfilter (Fotos und Filmen ). Die goPro fakes sind mittlerweile auch schon ganz gut und kosten wesentlich weniger!
     

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