5 Wochen Australien

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 5. Juli 2012.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Reisebericht Australien

    Nachdem wir nun bereits zwei Wochen auf den Cook-Inseln und zweieinhalb Wochen in Neuseeland verbracht hatten, war Australien unser nächstes Ziel. Selbst die knapp fünf Wochen, welche wir hatten, sind für ein Land dieser Größe und Vielfalt nicht wirklich viel. Somit mussten wir uns natürlich etwas einschränken, was die Tourplanung anging. Letztendlich hatten wir uns für folgendes Programm (Kombination aus Flügen und Mietwagen)entschieden: Sydney - Tasmanien - Melbourne - Great Ocean Road - Kangaroo Island - Adelaide - Uluru - Kings Canyon - Alice Springs - Darwin - Kakadu Nationalpark.

    Und auf gehts:

    0. Tag: Ankunft Sydney

    Wir erreichten, am 3.2.2012 mit Pacific Blue aus Queenstown, NZ, kommend, pünktlich um 18:40 Uhr den Flughafen Sydney. Auf dem Biosecurity Formular hatten wir wahrheitsgemäß Kreuze bei Lebensmitteln, benutzter Campingausrüstung, Waldbesuch und benutzter Sportausrüstung (da stand explizit Schnorchelequipment dabei, und das hatten wir auf den Cooks ja verwendet) gemacht. Daraufhin wurden wir kurz zur "Befragung" geschickt, wo man sich nur dafür interessierte, was wir für Lebensmittel dabei haben. Nach der Antwort "Kaffee" war alles erledigt. Wahrscheinlich hat sich niemand für den Rest interessiert, da wir aus Neuseeland kamen und von dort wohl eher weniger Gefahr für die einheimische Flora und Fauna besteht.
    So saßen wir dank dieser problemlosen und schnellen Einreise nach gar nicht allzu langer Zeit nach der Landung schon im Zug ins Stadtzentrum. Es ging in ca. 30min (genau erinnere ich mich nicht mehr an die Fahrzeit), bis zur Town Hall Station. Von hier waren es nur noch 200m bis zum Park Regis City Center Hotel, welches wir für die nächsten vier Nächte gebucht hatten.
    Unsere Wahl fiel auf dieses Hotel, da es zum einen mit 110,- Euro pro Nacht zu unserer Reisezeit eines der günstigsten war, und zum anderen sehr zentral gelegen ist. Die meisten interessanten Stadtviertel und Sehenswürdigkeiten sind von hier zu Fuß zu erreichen. Ein weiterer Grund für die Wahl dieser Unterkunft war die offene Dachterrasse (mit Pool) in der 45. Etage von welcher wir uns ein paar schöne Ausblicke über die Stadt erhofften.
    Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, gingen wir nur nochmal kurz in den an der U-Bahn Station gelegenen Woolworth Supermarkt um uns mit einigen Lebensmitteln einzudecken. Unsere Hoffnung auf günstigere Preise als in Neuseeland wurde allerdings schnell zerstört. Die Preise hier glichen weitestgehend denen in NZ, nur das es sich hier jetzt um australische Dollar handelte. Und bei einem Kurs EUR:AUD von 1:1,23 war das alles andere als günstig. Somit blieben wir bei unseren bescheidenen Essens-Bedürfnissen und legten uns schonmal einen Vorrat an Instantnudeln zu. (Wein aus dem nahegelegenen Bottle-Shop und Schokolade waren aber dennoch Pflicht :RpS_biggrin:)
    Zurück im Hotel fuhren wir nochmal kurz auf die Dachterasse um einen ersten Eindruck der Stadt von oben zu bekommen. Da es allerdings ziemlich stürmisch war und etwas nieselte, hielten wir uns nicht sehr lange hier auf. Zumindest war es aber mit ungefähr 25 Grad um einiges wärmer als zuvor in Neuseeland.
    Es war jetzt zwar "erst" 21 Uhr, aber für weitere Unternehmungen waren wir heute einfach zu k.o. Somit gingen wir zeitig ins Bett, um am nächsten morgen gut erholt die Stadt unsicher machen zu können. :yes3:
    P.S.: Fotos gabs an diesem Tag ausnahmsweise mal keine. :bigeek:
     
  2. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    Super, es geht weiter :yes3:

    lg nf
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 1: Sydney Zentrum

    Kreuz und quer durch Sydneys Zentrum - damit ist eigentlich schon alles gesagt, was wir am heutigen Tag gemacht haben.
    Nachdem wir ziemlich früh Uhr aufgestanden sind, gabs ein kurzes Frühstück auf dem Zimmer und dann gings los mit unserer Citytour. Der Wetterbericht sagte starke Bewölkung und eventuell etwas Nieselregen für den Vormittag und ab Mittag Sonnenschein vorraus. Wir hofften, dass dies der Wahrheit entsprechen würde, und begannen unseren Rundgang erstmal in Richtung Bahnhof, also entgegengesetzt zum Hafen. Dabei kamen wir zunächst an der Townhall und an St. Andrews Cathedral vorbei.

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    Nach einem weiteren Kilometer wollten wir nun einen ersten Souvenirstop in Paddy's Market einlegen. Allerdings hatte zu dieser Uhrzeit noch so gut wie nichts geöffnet.
    Am Bahnhof machten wir schließlich kehrt

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    und liefen quer durch den Hydepark, an St. Mary's Cathedral vorbei,

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    in den botanischen Garten.
    Bis hierher hatte die Stadt schonmal einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht: viele moderne Häuser, einige ältere Bauten und überall sehr sauber. Der botanische Garten steigerte unsere gute Laune noch weiter. Wir wollten eigentlich nur kurz die Flughundkolonien suchen, welche sich hier befinden sollten und dann weiter. Aber der botanische Garten war einmal deutlich größer als vermutet, und es gab noch viel mehr zu sehen als die Flughunde, welche man übrigens gar nicht verfehlen kann. Neben zahlreichen exotischen Pflanzen haben hier auch einige Tiere ein Zuhause in der Großstadt gefunden.

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    Wir sahen weiße Kakadus, eine große Echse, bunte Sittiche, einen Kookaburra, Ibisse und noch mehr. Dumm war nur, dass ich, nur für eine Stadttour augerüstet, kein Teleobjektiv dabei hatte.
    Irgendwann riefen wir uns ins Gedächtnis, dass es ja noch weitere nicht ganz unwesentliche Sehenswürdigkeiten in der Stadt gibt. Also verließen wir den botanischen Garten in Richtung Hafenpromenade und standen damit schon fast direkt vorm Opernhaus.

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    Nachdem wir dieses ausgiebig aus der Nähe betrachtet hatten, war das nächste Ziel die Harbourbridge,

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    um von dieser aus das obligatorische Sydney-Bild mit Opernhaus zu machen. Auf dem Weg zur Brücke passierten wir zunächst Circular Quay, wo ein geschäftiges Treiben an den Fähranlegern herrschte. Weiter gings durch das alte Hafenviertel The Rocks,

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    in welchem gerade ein Straßenmarkt stattfand,

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    bis wir schließlich auf der Brücke ankamen. Von dieser bietet sich wirklich eine herrliche Aussicht über den Hafen und die Skyline der Stadt.

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    Und, wie gings nun weiter? Ganz einfach, die Runde hatte uns so gut gefallen, dass wir sie gleich nochmal liefen! :D
    Allerdings starteten wir diesmal in Chinatown,

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    bis wohin wir mit dem kostenlosen Stadtbus 333 (?) fuhren. In Paddys Market war jetzt einiges los,

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    und wir fanden auch ein paar Souvenirs. Auf dem Weg zum botanischen Garten machten wir diesmal kurz im Hotel halt. Zum einen wollten wir ein paar Bilder von der Dachterasse aus machen,

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    zum anderen wollte ich ein größeres Objektiv holen.
    Damit gings dann also wieder in den botanischen Garten. Und jetzt konnten wir ein paar Tiere "einfangen".

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    So, da wir das folgende alles schonmal hatten, gehts jetzt in Kurzform weiter. Wir liefen tatsächlich nochmal auf die Harbourbridge,

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    und von da schließlich durch den botanischen Garten zurück bis ins Hotel.

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    Da wir heute Abend mal ein paar Grüße Richtung Heimat loswerden wollten, suchten wir zum Abendessen den McDonalds (free WIFI) gegenüber vom Hotel auf. Danach fielen wir mit schmerzenden Füßen ins Bett.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2012
  4. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Jetzt muss ich erstmal übers Wochenende Bilder für die nächsten Tage raussuchen.
     
  5. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    schön es geht weiter - freut mich...:cooler:
    Gruss M.
     
  6. frangipani81

    frangipani81 Reisefuchs

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    Super! Ich freue mich schon auf die naechsten Bilder!:smile3:
     
  7. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    So ein Reisebericht ist eine furchtbar zeitaufwändige und eigentlich nicht für dich, sondern für allr Anderen gemachte Sache.

    Bandanar, ich als Mod bedanke mich hier wirklich im Rahmen dieses Forums bei dir. Mit deinen tollen Reiseberichten und deinen Tipps bist du echt eine Bereicherung in diesem (unserem) Forum.

    glg alias nf - im normalen Leben heiß ich Richi - aber du weißt das ja schom:RpS_biggrin:
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke, da werd ich ja gleich ganz rot :shy3:. Ja, es ist wirklich sehr zeitaufwändig, einen Bericht in dieser Form zu verfassen, aber es macht auch meistens wirklich viel Spaß (manchmal fehlt einfach der "Schreibfluß"). Außerdem hat man auch selbst etwas davon. Man erinnert sich nochmal an die ganzen schönen Momente der Reise, welche wie immer viel zu kurz und leider auch schon viel zu lange vorbei ist. Wenn man dann weiß, dass auch Andere den Bericht lesen und sich vielleicht die ein oder andere nützliche Information entnehmen, oder einfach nur aus Interesse, dann ist das umso schöner. :yes3:
    Viele Grüße,
    Peter

    P.S.: Und gleich gehts weiter mit Tag 2!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2012
  9. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    2. Tag: Blue Mountains

    Und einmal mehr hieß es zeitig aufstehen. Heute wollten wir einen Tagesausflug in die Blue Mountains, ca. 70km von Sydney entfernt, machen. Um den Touristenströmen zu entgehen entschlossen wir uns bereits den Zug 7:15 Uhr zu nehmen.

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    Am Bahnhof angekommen holten wir uns zwei return-Tickets am Automaten (je 16,40 AUD) und setzten uns in die Blue Mountains Line von CityRail. Da unser Ziel Katoomba erst die 28-te Station war, dauerte die Zugfahrt beachtliche zwei Stunden. Nachdem uns während der Fahrt zwischenzeitlich dichter Nebel (vielleicht waren es auch Wolken) umgab, waren wir froh als sich der Himmel kurz vor unserem Ziel aufklarte und wir Katoomba bei strahlendem Sonnenschein erreichten.
    Vom Bahnhof aus, liefen wir die ungefähr 3km bis zum Echo Point, von wo sich ein herrliches Panorama über die Eukalyptuswälder sowie die Sandsteinformationen bot.

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    Die zeitige Abfahrt hatte sich bezahlt gemacht. Noch waren kaum Touristen am Lookout und wir konnten den Vögeln tief unten im Wald lauschen. Die Blue Mountains haben ihren Namen übrigens wegen des bläulichen Öldunstes, welcher an heißen Tagen von den Eukalyptusbäumen abgegeben wird.
    Als die ersten Touristenbusse anrückten, starteten wir unsere Wanderung. Wir stiegen den Giant Stairway (einige hundert Felsstufen) hinab ins Tal und spazierten durch das Jamison Valley bis zur Talstation der Scenic World.

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    Mit dem Begriff Scenic World werden mehr oder weniger einfach drei verschiedene Bahnen zusammengafasst, welche hier installiert wurden. So hat man die Wahl entweder mit der steilsten Standseilbahn der Welt,

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    oder mit einer Seilbahn

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    zur oberen Station hinauf zu fahren. Leider ist beides mit je 22,- AUD ein recht teures Vergnügen. Da wir aber keine Lust aufs hochklettern hatten, entschieden wir uns für die Seilbahn. (Weil uns oben keiner abkassieren wollte, wars am Ende dann sogar for-free :RpS_biggrin:)
    Die dritte Bahn (kostet auch 22,-) ist eine weitere Seilbahn mit Glasboden, welche sicherlich schöne Ausblicke auf das darunter liegende Tal bietet.

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    Uns reichte allerdings auch schon die Sicht von den zahlreichen Aussichtspunkten, welche am Weg zurück zum Echo Point lagen. So gab es noch einen ziemlich großen Wasserfall

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    und natürlich immer wieder schöne Panoramablicke über die Blue Mountains zu sehen.

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    Der Echo Point war jetzt von zahlreichen Toruistengruppen bevölkert und es herrschte ein reger Reisebusverkehr. So blieben wir hier nur kurz und liefen wieder zurück zum Bahnhof, wo wir noch den Zug 15:45 Uhr nach Sydney erreichten.
    In Sydney angekommen gings gleich zu Fuß weiter

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    bis ins Viertel Kings Cross, dessen Markenzeichen eine riesige Coca Cola Werbung ist.

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    In unserem Reiseführer wurde Kings Cross als Kneipen- und Vergnügungsmeile beschrieben. Wir fanden das ganze Viertel eher unspektakulär. Wahrscheinlich wars aber auch einfach noch viel zu zeitig hierfür.
    Von Kings Cross liefen wir auch heute nochmal zum botanischen Garten und schließlich weiter bis zur Oper, welche gerade ins schönste Abendlicht getaucht war.

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    Der Drang nach einem kühlen Bier verging einem hier allerdings schnell bei 9,- AUD für 250ml :bigeek:. (Täusch ich mich, oder war das selbst in Oslo billiger?)
    Nun so langsam fußlahm werdend, schlichen wir nur noch auf kürzestenm Weg durch die Stadt

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    zurück ins Hotel, fuhren für ein paar Nachtaufnahmen aufs Hoteldach

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    und vielen todmüde ins Bett.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2012
  10. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

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    Cool, ich sollte nach DU reisen. Das Umrechen würde mir sehr leicht fallen, weil der AUD zum € genauso wie der CHF zum € steht :tongue5: An die Bierpreise hab ich mich schon leider gewöhnt :schweiz:

    Die Blue Mountains sehen super aus. Wie waren die Temperaturen bei Euerm Aufenthalt?

    En Grüesli us d´Schwyz
     
  11. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    In Sydney waren es tagsüber zwischen 20-27 Grad, mal Sonne mal Wolken. In den Blue Mountains war es gefühlt noch etwas wärmer als in der Stadt.
    Viele Einheimische meinten, das wäre einer der kältesten Sommer, die sie je erlebt hätten. Nach dem kälteren Neuseeland zuvor, waren wir aber mit der Temperatur sehr zufrieden. :smilewinkgrin3:
    P.S. Wettermäßig wird unsere Australienreise aber noch sehr interessant...
     
  12. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    3. Tag: Sydney

    Auf unserer to-do Liste stand noch das Sydney Aquarium. Hauptsächlich die Schnabeltiere interessierten uns hier, da wir nicht ernsthaft damit rechneten irgendwo auf unserer Reise welche in freier Wildbahn zu sehen. Und auch Seekühe wollte ich schon immer mal live erleben. Will man das Aquarium besuchen (und eventuell auch noch die Wildlife World oder den Skytower) so lohnt sich ein vorheriger Eintrittspreischeck auf deren Webseite. Es gibt zum Einen günstigere Kombitickets für die genannten Attraktionen, zum Anderen gibt es auch bis zu 50% Ermäßigung auf den Eintritt, wenn man die Tickets online bucht und sich auf einen Tag und eine Uhrzeit festlegt. Letzteres hatten wir für heute 16 Uhr getan, womit wir zu zweit "nur" 35,- AUD zahlten statt das doppelte.
    Natürlich haben wir die Zeit bis dahin nicht im Hotel abgewartet :becky:. Nach dem Frühstück stiegen wir in den Bus und fuhren zunächst einmal zum Bondi Beach. Auch wenn ein Montag Morgen nicht unbedingt die geeignetste Zeit dafür ist, so war es für uns doch so etwas wie ein "Pflichtbesuch".
    Wie erwartet waren kaum Leute am Strand unterwegs, was wohl nicht nur an der Uhrzeit, sondern auch am kalten, stürmischen Wind lag.

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    Auch Surfer waren kaum anzutreffen, außer einigen, die wohl noch im Übungsstadium waren und sich am Wochenende nicht an den Bondi trauen :RpS_biggrin:.

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    Nach einem ausgedehnten Spaziergang an Strand und Promenade

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    fuhren wir wieder zurück ins Zentrum, erneut bis zum botanischen Garten. Neben den üblichen Verdächtigen sahen wir heute noch einige der farbenfrohen Regenbogenpapageien.

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    Die verbleibende Zeit bis zu unserem "Termin" verbrachten wir an der Hafenpromenade sowie in einigen Souvenirshops und Einkaufszentren. Pünktlich um 16 Uhr fanden wir uns dann im Sydney Aquarium, welches sich im Darling Harbour befindet, ein.

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    Zunächst verbrachten wir ungefähr 30 Minuten am Schnabeltierbecken - ohne eines zu Gesicht zu bekommen :no3:. Ob das an der allgemeinen Scheu der Tiere oder an der lauten chinesischen Schülergruppe die auch wartete, lag, wissen wir nicht.
    Also gingen wir erstmal weiter um uns die Dugongs anzusehen. Allerdings mussten wir feststellen, dass diese wegen eines Umbaus momentan nicht zu sehen sind. Jetzt waren wir schon etwas enttäuscht und sauer (immerhin wurde groß mit den Seekühen Werbung gemacht). Der Rest des Aquariums war zwar wirklich schön, und es gab einiges zu sehen, wie z.B. die Fetzenfische,

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    der Glastunnel mit Haien, Rochen und anderen Großfischen,

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    oder der Napoleon Lippfisch (den hatten wir auf den Cooks beim schnorcheln gesehen).

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    Aber das alles kannten wir schon aus anderen Aquarien und wir waren nunmal wegen der Dugongs und Schnabeltiere hier, welche wir auch bei einer zweiten 30 minütigen Suche nicht finden konnten.
    Schließlich ging ich nochmal zur Kasse und drückte freundlich meinen Unmut über die riesige Seekuhwerbung aus, obwohl man diese doch gar nicht sehen kann. Ohne jede Diskussion bekamen wir als Entschädigung zwei Eintrittskarten für die daneben gelegene Sydney Wildlife World. Eigentlich wollten wir da zwar nicht hin, aber wir sagten natürlich dennoch nicht nein.
    Auch die, um diese Uhrzeit menschenleere, Wildlife World ist sehr schön gestaltet und man bekommt die meisten "Highlights" der Tierwelt Australiens zu sehen, unter anderem natürlich Koalas, Wombats, rote Riesenkänguruhs, den Taipan, Helmkasuare

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    und noch mehr. Mit Fotos halte ich mich hier mal noch zurück, da wir viele dieser Tiere später noch in freier Wildbahn gesehen haben.

    Halb acht verließen wir dann die Wildlife World und begaben uns wieder auf den Weg zurück ins Hotel. Hätten wir zuvor gewusst, dass wir weder Seekuh noch Schnabeltier zu sehen bekommen, dann hätten wir den Nachmittag in Sydney wohl eher anders verbracht - aber wirklich schlecht wars nicht. Wenn man ausreichend Zeit in Sydney hat und einen Einblick in die australische Tierwelt gewinnen will ohne diese in Nationalparks zu suchen, dann kann man durchaus Wildlife World und auch Aquarium besuchen.
    Nach einem kurzen Abendessen gings nochmal los, um einige Nachtaufnahmen zu machen.

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    Kurz nach zehn waren wir schließlich wieder zurück im Hotel und packten noch unsere Sachen für den morgigen Flug nach Tasmanien zusammen.
     
  13. Travel-Joe

    Travel-Joe Reisefuchsforum Mod

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    Hallo Peter!

    Ich möchte Deinen tollen Bericht gar nicht unterbrechen. Aber als Du über das Aquarium berichtet hast, musste ich an meinen Zoo-Besuch in Sydney denken. Der Zoo hat mir sehr gut gefallen (wo wir auch Schnabeltiere gesehen haben :cool5:).
    Besonders beeindruckend ist die Aussicht der Giraffen - der Blick dürfte ansonsten Millionen wert sein... :RpS_biggrin:

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  14. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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  15. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 4: Sydney - Launceston - Narawntapu NP (Flug + 139km)

    Heute gibts viel Text.

    Der Wecker klingelte 5:30 Uhr - diesmal aus dem zwingenden Grund zum Flughafen zu müssen. Uns hat es in Sydney wirklich gut gefallen und wir hätten auch gut und gerne noch ein paar Tage hier bleiben können. Aber Australien ist riesig und unsere Reisezeit leider nicht unbegrenzt. Somit fuhren wir 6:30 Uhr mit dem Zug zum Flughafen, von wo aus wir anschließend pünktlich um 9:00 Uhr nach Launceston im Norden Tasmaniens flogen.
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    Da vielleicht nicht jeder den Neuseelandbericht gelesen hat, hier nochmal die Info zu den Flügen. Wir hatten einen Virgin Australia Airpass für die Strecken: Queenstown (NZ) - Sydney, Sydney - Launceston, Hobart - Melbourne, Darwin - Brisbane, Brisbane - Nadi (Fiji) gebucht. Dieser war mit ca. 550,- p.P. günstig, 23kg Freigepäck waren inklusive und es hätte faire Umbuchungsbedingungen gegeben.
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    Kurz vor 11 Uhr landeten wir schließlich in Tasmanien und standen schon wenig später am Budget Mietwagenschalter im Terminal. Da es später noch eine Rolle spielen wird, gibts mal ein paar mehr Infos zum Mietwagen. Wir hatten schon Monate zuvor einen Nissan X-Trail für die 6 Tage reserviert gehabt. Nicht weil ein 4x4 bei unserer geplanten Tour nötig gewesen wäre, sondern weil er nur 200,- gekostet hatte, und damit unwesentlich teurer als ein Kleinwagen war. Der Haken war die relativ hohe Selbstbeteiligung von 2500,- AUD im Schadensfall. Da in meiner Kreditkarte allerdings eine Vollkaskoversicherung für Mietwagen enthalten ist, war uns das egal. Soviel erstmal dazu.
    Bei der Fahrzeugübernahme lief alles zügig und problemlos ab, und schon waren wir auf dem Weg zum Platypus House in Beauty Point, welches wir gegen Mittag erreichten.

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    Das Platypus House war unsere Backup Lösung für den Fall, dass wir im Sydney Aquarium keine zu Gesicht bekommen würden, was ja der Fall war.
    Die geführte Tour begann zunächst mit einem Video und der "Begutachtung" einiger ausgestopfter Exemplare. Im nächsten Raum konnten die Schnabeltiere (Platypus) in einer Art Aquarium beobachtet werden.

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    Danach ging es weiter zu einem großen Becken, in welchem die Tiere gefüttert wurden. Somit bot sich genügend Gelegenheit die Platypus(se?) an Land und im Wasser zu beobachten.

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    Da die Tiere Dämmerungs- bis Nachtaktiv sind, waren die Räume extrem abgedunkelt und Blitz natürlich nicht gestattet.
    In einem weitern Raum konnten wir dann noch zwei Echidnas, welche neben dem Schnabeltier die einzigen Angehörigen der Familie der Monotremata (eierlegende Säugetiere) sind, beobachten.

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    Am Ende der Tour ließen wir uns noch einige Stellen notieren, wo die (winzige) Möglichkeit besteht diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

    Vom hier fuhren wir nun erstmal weiter zum Narawntapu Nationalpark. Dieser relativ unbekannte und (zumindest von Touristen) wenig besuchte Park im zentralen Norden der Insel wird wegen seiner Landschaft und dem hohen Tieraufkommen auch die Serengeti Tasmaniens bezeichnet - wir waren gespannt :yes3:
    Die Fahrt dahin dauerte nur ungefähr 45 Minuten. Bereits zehn Kilometer vor dem Parkeingang "bat" mich Frau Bandanar zu einer Vollbremsung. Sie hatte einen Wombat gesichtet. Ich erkannte mit viel gutem Willen einen schwarzen Punkt weit entfernt im hohen Gras :bigeek: Wie wir mit dem Fernglas feststellen konnten, hatte sie aber natürlich recht :RpS_biggrin:. An ein gescheites Foto war aber nicht zu denken.
    Nach weiteren 8 km machte es uns das nächste Tier einfacher, ein Pademelon.

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    Diese winzigen "Hüpfer" sind aufgrund der Abwesenheit von Füchsen auf Tasmanien noch recht häufig, auf Kontinentalaustralien eher selten, anzutreffen.
    Da anschließend bei unserem Eintreffen an der Rangerstation des Nationalparks

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    niemand mehr anzutreffen war, machten wir von der Selbstregistrierung gebrauch und suchten uns für 15,- AUD einen Zeltplatz mit Strom auf der Springlawn Campsite.
    Diese liegt direkt neben einer großen savannenartigen Wiese,

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    auf welcher besonders abends zahlreiche Tiere, insbesondere Wombats, zu sehen sein sollen. Gleich nach dem Zeltaufbau wollten wir das Ganze schonmal am Nachmittag begutachten und stellten fest, dass wir gar nicht bis zum Abend warten mussten. Wir liefen nur einige hundert Meter umher und bekamen sofort Känguruhs,

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    Wallabies, Pademelons

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    und Wombats zu sehen.

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    Damit war klar was wir den Rest des Tages machen würden: hier bleiben und Tiere gucken :becky:
    Als es dann schließlich dunkel und auch merklich kühler wurde (tagsüber waren es angenehme 25 Grad)

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    gings zum Abendessen zurück ins Auto. Aufgrund fehlender Kochmöglichkeiten aßen wir Salat und Brot. Im Zelt gabs dann viele Bilder zum aussortieren und nebenbei die bereits in Australien zur Tradition gewordene Schokolade und Wein, nun noch um Gummibären erweitert :RpS_biggrin:
     
  16. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 5: Narawntapu NP und Umgebung (88km)

    Wir hatten beschlossen noch eine weitere Nacht im Narawntapu NP zu bleiben. So gabs keinen Grund übermäßig zeitig aufzustehen. Allerdings gefiel unsere Campsite auch noch weiteren Gästen, und wir lauschten irgendwann lieber den Hüpf- und Mampfgeräuschen als weiter zu schlafen :becky:

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    Gegen 8 Uhr meldeten wir uns nochmal persönlich in der Rangerstation und bezahlten für eine zweite Nacht. Danach begannen wir eine ausgedehnte Wanderung um die Lagune herum und weiter bis auf einen kleinen Berg hinauf. Von hier bot sich eine super Aussicht über den gesamten Nationalpark, die Küste und das Meer.

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    Die recht karge Vegetation war recht interessant anzusehen,

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    und auch bevölkert.

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    Während wir hinzu durch den Wald gelaufen waren, wählten wir zurück einen Weg quer über die savannenartige Fläche. Hier kreuzten wir wieder den Weg von Känguruh

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    und Wombat.

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    Wir waren ziemlich erstaunt, dass letztere mitten am Tag bei strahlendem Sonnenschein ihren Bau verließen - war uns natürlich nur recht.

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    Nachdem wir gegen Eins wieder am Zelt ankamen, setzten wir uns ins Auto und machten einen kurzen "Game-Drive" zum zweiten Campingplatz des Nationalparks, welcher direkt am Wasser liegt. Hier stellten wir das Auto ab um einige Pelikane zu beobachten.

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    Als wir wieder zurück wollten, passierte es dann. Ich hatte beim rückwärtsfahren einen kleinen Holzpoller übersehen - welcher sich dummerweise mit einem ziemlich unschönen, weil tiefen Kratzer an der hinteren Stoßstange verewigen musste.

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    Das dämpfte die momentane Stimmung ziemlich und ich ärgerte mich gehörig über mich selbst. In allen möglichen Ecken der Welt, ob in Großstädten oder auf Schotterpisten sind wir nun schon mit einem Mietwagen unterwegs gewesen - ohne auch nur den kleinsten Kratzer oder Steinschlag. Und ausgerechnet hier auf einem Campingplatz ohne jeglichen Verkehr ramme ich diesen blöden Poller mit einem fast neuen Geländewagen. :cry:
    Nun gut, es ließ sich erstmal nicht ändern, und wir hatten noch einiges vor. Einer der Orte in Tasmanien, an welchem man mit etwas Glück Schnabeltiere in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen kann, liegt nicht allzuweit weit von Narawntapu entfernt. Und das war unser nächstes Ziel, der Mersey River beim Ort Latrobe.
    Wir stoppten erstmal im Ort um uns mit Nahrung einzudecken und kauften ein Utensil, welches uns zukünftig quer durch Australien, Samoa und Fidschi begleiten sollte: ein 7,- AUD Wasserkocher, von uns kreativ auf den Namen "Tasman" getauft. :RpS_biggrin:

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    Nach dem Einkauf gings weiter zum Mersey River. An einem angrenzenden Teich war tatsächlich ein Platypus Walk eingerichtet.

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    Nun gut, es war Nachmittag und die Sonne schien, also eine denkbar schlechte Vorraussetzung um Schnabeltiere zu sehen. Die Kookaburras schienen uns auch auszulachen, als wir uns auf die Suche machten.

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    Zunächst untersuchten wir minutenlang einen Punkt, der auf der anderen Seite des Teichs am Ufer zu sehen war - und sich dann doch nur als Stein herausstellte. :RpS_biggrin: Wir liefen den Weg weiter, und plötzlich schwamm es vor uns im Wasser, ein Schnabeltier.

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    Ab nun verhielten wir uns absolut leise und bewegten uns nur noch in den Momenten, in welchen das Platypus gerade unter Wasser war. So kamen wir ihm ein gutes Stück näher. Das Schnabeltier tauchte nach einigen Sekunden an der Oberfläche immer wieder ab, dann folgten unsere Blicke den Luftblasen, welche es unter Wasser ausstieß, bis es schließlich wieder auftauchte.

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    Das konnten wir für ungefähr 15 Minuten beobachten, dann verschwand es und war nicht mehr wieder zu finden. Nach dem Pech mit dem Auto hatten wir nun im Ausgleich ein Riesenglück - ein Schnabeltier in freier Wildbahn sieht man nicht alle Tage.
    Kurz vor fünf waren wir wieder am Campingplatz, weihten unseren Wasserkocher ein, und beobachteten bei Kaffee und Tee die "Hüpftierwelt": Känguruh,

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    Wallaby,

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    und Pademelon.

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    Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir uns nochmal mit Taschenlampen auf den Weg. Um diese Zeit kam so richtig Leben in die Wombats. Überall waren diese unterwegs, fraßen, jagten sich untereinander und einer kam so nah, dass man ihn einfach streicheln musste (ja, wir wissen, das macht man nicht mit Wildtieren). Andere nachtaktive Tiere konnten wir allerdings nicht finden. So begaben wir uns wieder ins Zelt zurück und lauschten den fressenden Pademelons.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2012
  17. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.893
    Tag 6: Narawntapu NP - Cradle Mountain NP, (142km)

    Was uns zuerst am heutigen Tag auffiel war, dass das Netzteil unseres Netbooks den Geist aufgegeben hatte. Es hätte die Nacht über eigentlich laden müssen, aber weder mit der Campingplatzstromversorgung, noch im Auto funktionierte es. Das war ziemlich ungünstig, da wir jeden Abend Bilder auf Netbook und externe Festplatte sicherten sowie einige der Fotos auch gleich aussortierten. Außerdem hatten wir einige Buchungen für die folgenden Wochen nur digital dabei. Nun gut, daran konnten wir erstmal nichts ändern, irgendwo würden wir schon ein neues Netzteil bekommen...

    Auch wenn uns Landschaft und Tierwelt des Narawntapu Nationalpark sehr begeistert hatte, wurde es Zeit für einen Ortswechsel. So verließen wir nach einem letzten kurzen Spaziergang

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    den Nationalpark in Richtung Cradle Mountain. Da wir auf der Fahrt wieder durch Latrobe kamen, versuchten wir nochmal unser Glück am Platypus Walk. Trotz viel Geduld und ausgiebiger Suche blieben wir heute hier allerdings erfolglos.
    Die weitere Fahrt zum Cradle Mountain Nationalpark war relativ unspektakulär. Hin- und wieder stoppten wir an einem der ausgeschilderten Aussichtspunkte.

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    Was uns während der Fahrt sehr missfiel, war das Wetter. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto kälter und wolkiger wurde es. Das erinnerte uns doch sehr stark an Neuseeland.
    Wir erreichten gegen 13 Uhr den Big-4 Holiday Park gegenüber des Visitors Center vom Cradle Mountain NP. An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass man in Tasmanien Nationalparkgebühren bezahlen muss. Hierbei bietet sich ein 2-Monats Pass, welcher für ein Auto samt Insassen in allen Parks gültig ist, und nur 60,- AUD kostet, an. Diesen hatten wir uns bereits im Narawntapu besorgt.
    Nachdem wir auf der uns zugewiesenen Campsite unser Zelt aufgebaut hatten, fuhren wir weiter zum Parkplatz am Lake Dove. Obwohl es mittlereweile zu nieseln begonnen hatten, starteten wir die ungefähr 6km lange Wanderung um den See. Dabei boten sich immer wieder schöne Aussichten auf das Wasser mit den Bergen im Hintergrund.

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    Irgendwie passte dieses kühlfeuchte Wetter sehr gut zur hiesigen Vegetation.

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    Als wir ungefähr drei Viertel des Sees umrundet hatten, machte einmal mehr Frau Bandanar eine Entdeckung. Im Lake Dove, ungefähr 100m von uns entfernt schwamm ein Schnabeltier - erneut mitten am Tag und im Sonnenschein - dieser hatte sich mittlereweile zumindest teilweise durchgesetzt.

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    Da es keine Möglichkeit gab, dem Tier näher zu kommen, verweilten wir einfach auf dem Plankenweg und beobachteten es bis es schließlich verschwand.

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    In dieser Zeit kamen mindestens 20 andere Wanderer an uns vorbei, das Schnabeltier entdeckte keiner :confused3: - vielleicht sind diese ja gar nicht so scheu wie überall geschrieben steht, es schaut nur niemand genau hin :RpS_biggrin:
    Gegen 18 Uhr kamen wir wieder am Auto an, und verließen als einige der Letzten den Lake Dove. Auf halbem Weg zurück zum Campingplatz hieß es: Vollbremsung. Am Straßenrand spazierte gerade ein Echidna vorbei, den wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

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    Nachdem dieser im Gebüsch verschwunden war, gings erstmal auf geradem Weg Richtung Gemeinschaftsküche. Wir brauchten mal wieder ein warmes Essen (Nudeln mit Tomatensoße natürlich :becky:). Der Campingplatz war gut besucht, und es waren zahlreiche Touristen mit ihren Notebooks in der Küche, aber keiner hatte ein Netzteil, welches auch nur ansatzweise in mein Netbook passte. Also hieß es weiter Akkuleistung sparen. :uhoh3:
    Nach dem Essen begegneten wir auf dem Weg zum Zelt einem weiteren Tier, welches wir noch nicht gesehen hatten, einem Beutelmarder.

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    Bei einer solchen "Sichtungsquote" beschlossen wir unser Glück weiter bei einem Nightwalk zu versuchen, und machten uns bei einbrechender Dunkelheit auf den Weg. Neben zahlreichen Wallabies und einigen Wombats waren nun auch überall Possums unterwegs.

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    Als wir wieder am Zelt angekommen waren, und Frau Bandanar dieses gerade "nachtfertig" machte :RpS_biggrin:, das heißt Kameras, Lampen usw. befanden sich auch bereits darin, schaute ich mich nochmal kurz um, und plötzlich stand einer vor mir, nur ungefähr drei Meter entfernt, ein tasmanischer Teufel - und das in einem der wenigen Momente, in denen ich keine Kamera griffbereit hatte. Das Tier sah mich genauso verdutzt an, und schwupp, war es verschwunden. Kurz darauf kamen gleich ein paar aufgeregte Australier gerannt, welche mich fragten, ob ich auch den "devil" gesehen hätte. Wir machten uns dann nochmals gemeinsam auf die Suche, hatten allerdings keinen Erfolg. :no3:
    So blieb uns nichts anderes übrig, als zur Erinnerung an den Moment ein Bild des Tasmanischen Teufels im Visitors Center des Nationalparks am folgenden Tag zu fotografieren :RpS_biggrin:

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  18. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    1. Januar 2011
    Beiträge:
    1.895
    Na da habt ihr ja wirklich eine enorme "Sichtungsquote" gehabt.

    Wie schon öfters erwähnt, deine Reiseberichte und deine Fotos - total geil!! Einfach zum :hail:

    lg nf
     
  19. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.893
    @nature: Erneut danke, danke :smile3:. Und ja, wenn man an der australischen Tierwelt interessiert ist, dann geht tatsächlich kein Weg an Tasmanien vorbei!!

    Tag 7: Cradle Mountain NP - Lake St. Claire NP (216km)

    Nach einer sehr kalten Nacht waren wir um 7:00 die Ersten in der Gemeinschaftsküche, wo wir uns bei einem Kaffee erstmal aufwärmen mussten. Da unserer Meinung nach nicht mehr allzu viel zu tun verblieb in Cradle Mountain, packten wir als nächstes unser Zelt zusammen und fuhren zum zweiten Visitors Center. Hier unternahmen wir noch eine kurze Wanderungen zu zwei Wasserfällen.

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    Danach machten wir uns auf den Weg zum Lake St. Claire. Statt des recht populären Overland-Tracks (siehe Foto)

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    wählten wir aber dann doch bequemerweise Straße+Auto, auch wenn es so über 200km anstatt 88km waren :smilewinkgrin3:
    Einen kurzen Halt machten wir noch im Souvenirshop um ein kleines, metallenes, hübsch gemachtes (made in Australia) Platypus zu kaufen. Unsere Bemerkung, dass wir dies kauften, weil wir im Lake Dove und am Mersey River Schnabeltiere gesehen hatten (etwas "fishing for compliments" musste da mal sein :RpS_biggrin:), sorgte für ziemlich großes Erstaunen. Also gibts die vielleicht doch nicht soo oft zu sehen.
    Die Fahrt zum Lake St. Claire war erneut recht unspektakulär, und führte größtenteils über kurvenreiche Straßen durch dichtbewaldetes Gebiet. Nur hin- und wieder hielten wir an einem Aussichtspunkt.

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    Ursprünglich wollten wir einen längeren Stopp in Queenstown einlegen. Allerdings wirkte der Ort eher uninteressant, so das wir letztendlich nur kurz tankten und weiterfuhren. Das wir erst gegen 14:00 Uhr im Lake St. Claire Visitors Center ankamen, lag daran, dass wir ziemlich lange hinter einem Schwertransport festhingen, an welchem beim besten Willen kein vorbeikommen war.
    Aufgrund der Kälte der letzten Nacht fragten wir nach einer Alternative zum Zeltplatz. Da die günstigste Möglichkeit aus zwei Betten in einem Dorm-Room für zusammen 120,- AUD bestand :bigeek:, entschieden wir uns trotz der schon tagsüber nur 14 Grad wieder fürs Zelt.

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    Den Rest des Tages und auch des Abends verbrachten wir bei ungemütlichem Wetter auf den verschiedenen Wanderwegen am Lake St. Claire. So gibt es einen Aboriginal Cultural Walk, einem Platypuswalk, eine Wanderung direkt am See, usw.

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    Schnabeltiere bekamen wir heute mal ausnahmsweise keine zu Gesicht :becky:, auch andere Tiersichtungen waren eher rar. Außer der ausgiebigen Beobachtung eines Echidnas, der gerade einen Ameisenbau aushob, sahen wir erst bei einbrechender Dunkelheit einige alte Bekannte, wie Wombat, Possums

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    und Beutelmarder.

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    (im Gegensatz zum spotted quoll, diesmal ein eastern quoll)

    "Tasman", unser Wasserkocher, versorgte uns schließlich noch mit Instantnudeln, bevor wir uns ins schw...kalte Zelt begaben.
     
  20. Niinchen91

    Niinchen91 Jungfuchs

    Registriert seit:
    11. Juli 2012
    Beiträge:
    12
    Hey, ich suche noch Bilder aus Australien & ihr könntet mir eventuell helfen...das wär so lieb!
    Ich würde euch ein Foto per Mail schicken, ihr druckt es aus und fotografiert es vor dem Uluru.
    Kennt ihr wen, der am Great Barrier Reef taucht/schnorchelt, bereit wär das Foto auszudrucken/zu laminieren und UNTER WASSER ein Foto vor dem Riff zu machen? Ich weiß, sehr verrückt, das macht wahrscheinlich niemand...aber da tauchen bestimmt so viele Leute & vielleicht kann ich ja einen hilfsbereiten Taucher ausfindig machen.
    Bitte PN.
    Liebste Grüße,
    Janina
     

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