Indien 2016 - Erholung wird überbewertet ...

Dieses Thema im Forum "Asien Reiseforum" wurde erstellt von Bandanar, 18. April 2016.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Na dann los, ich starte mal den Reisebericht unserer dreiwöchigen Indienreise vom März 2016. Weswegen ich gerade den obigen Untertitel gewählt habe, wird wohl im Laufe des Berichts in vielerlei Hinsicht selbsterklärend. :becky:

    (und gleich noch eine Vorwarnung: ein tägliches Update werde ich wohl nicht schaffen, und Bilder gibts dann erst ab Tag 2)


    Unsere Gründe warum wir gerade Indien als Reiseziel gewählt hatten, waren (nicht ausschließlich, aber hauptsächlich): Tiger, das Bergpanorama in Darjeeling, Varanasi und das Taj Mahal. Gerade für die ersten beiden Punkte ist März der optimale Reisezeitraum, auch wenn uns bewusst war, dass wir aufgrund des Holi Festivals zu dieser Reisezeit mit einem erhöhten Aufkommen inländischer Touristen zu rechnen haben würden.

    Wie immer hatten wir alles zuvor in Eigenregie gebucht und reserviert. Folgende Route ist dabei entstanden:

    Delhi - Jim Corbett NP - Darjeeling - Kanha NP - Varanasi - Agra - Ranthambore - Jaipur - Delhi
     
  2. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    1. Tag: Dresden - Delhi

    Aufgrund des sehr moderaten Flugpreises von nur 463,- p.P. starteten wir diesmal nicht wie üblich in Prag, sondern direkt in Dresden. Um genau zu sein begann unsere Reise 7:30 Uhr mit dem Linienbus, welcher direkt vor unserer Haustür Richtung Flughafen fährt. Da der kürzeste Weg von Dresden nach Delhi bekanntlich über die Schweiz führt :RpS_biggrin: flogen wir zunächst mit Swiss nach Zürich, wo wir pünktlich um 11 Uhr ankamen. (Die Schokolade bei Swiss ist deutlich besser als das Air Berlin Schokoherz :yes3:)
    Weiter ging es 13:00 Uhr, erneut mit Swiss, nach Delhi. Zum Flug kann man nicht besonders viel sagen, außer, dass eine 2-4-2 Bestuhlung sehr angenehm ist, das Essen nicht schlecht war (es gab Eis!) und ich mir die Zeit mit "Liebesgrüßen aus Moskau" und "Goldfinger" vertrieben habe.
    Pünktlich um 1:00 Uhr nachts (4:30 h Zeitverschiebung) erreichten wir Delhi. Wir hatten uns im Vorfeld ein e-Visa besorgt, aber die Hoffnung, dass dies die Einreise beschleunigen würde verflog recht schnell, als wir die Geschwindigkeit bemerkten, mit welcher die Beamten an der Immigration ihrer Arbeit nachgingen. Obwohl die Warteschlange gar nicht so lang war (ca. 15 Personen vor uns), dauerte es ungefähr eine Stunde ehe wir zum Gepäckband weiter durften. Wenigstens stand dieses bereits still und wir konnten uns direkt unsere Rucksäcke schnappen und Richtung Ankunftshalle begeben.
    Gebucht hatten wir für die erste Nacht das Hotel Aura@Airport, eines von unzähligen mittelpreisigen Flughafenhotels (37,-), welches aber immerhin einen kostenlosen Flughafentransfer hin+zurück anbot. In der Ankunftshalle warteten auch die üblichen unzählige Fahrer mit Namensschildchen auf ihre Gäste - nur nicht auf uns. :mad5:
    Ein kurzer Anruf beim Hotel klärte das auf. Die meisten Fahrer (wie auch unserer) warteten außerhalb des Terminals, da man dieses anscheinend nur mit Sondergenehmigung (oder eben Flugticket) betreten darf. Hätte man uns mal eher per Email sagen können - das hätte eine sehr teure Roaming Minute gespart.
    Die Fahrt zum Hotel war recht kurz (ca. 10 min) und während der letzten 500 m konnten wir dabei gleich einen guten Einblick in indische Verkehrsverhältnisse bekommen: wir fuhren diese Strecke auf einer gut befahrenen zweispurigen Einbahnstraße in die falsche Richtung. :bigeek:
    Zum Check-in durften wir uns in ein großes Buch eintragen (wie in den Nationalparks Afrikas :becky:), holten anschließend schnell die ersten Rupien am ATM neben dem Hotel, durften damit gleich noch die Flughafen Parkgebühr unseres Abholservice bezahlen, und schließlich konnten wir uns gegen 2:45 Uhr für eine kurze Nacht zur "Ruhe" legen. Unser Pick-up für den Folgetag war schließlich schon für 6:00 Uhr bestellt ...

    (die Minute Telefonat mit dem Hotel + die Parkgebühr waren in Summe teurer als ein überteuertes Flughafentaxi - somit war der Abholservice vom Flughafen im Nachhinein ein ziemlich sinnloses Entscheidungskriterium fürs Hotel gewesen :RpS_biggrin:)
     
  3. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo,
    danke für den Bericht.
    Bei uns gibt's eben auch ein Indien (wir nennen es Mostindien: Mostindien) und dass die Schokolade in der Swiss die Beste ist, das ist nun mal so...die meisten hier essen keine importierte Schoki:becky:!
    Snickers, M&M u. Co. haben hier im Land harte Zeiten:uhoh3:
    Gruss M.
     
  4. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    @mari: Na wenn wir das gewusst hätten, hätten wir uns 7,5 Stunden Flug sparen können. Und sauberer wärs wohl auch gewesen ;)

    2. Tag: Delhi - Jim Corbett Nationalpark

    Aus einer erholsamen, 2.75 stündigen, durchgängig von Straßenlärm begleiteten Nachtruhe, weckte uns 5:30 Uhr ein Hahnenschrei (mein Wecker-Klingelton :D).

    15 Minuten später klingelte auch schon unser Zimmertelefon mit dem Hinweis von der Rezeption, dass unser Fahrer da wäre. Noch halb schlafend checkten wir aus, transportierten unser Gepäck ins Auto und los gings Richtung Jim Corbett Nationalpark, welcher sich im Nordwesten Delhis befindet.
    Der Autotransfer dahin war Teil einer 4 tägigen Tour, welche wir als Paket bei Tour my India gebucht hatten. Letztendlich war das zwar viel zu teuer, dafür klappte alles, was in deren Verantwortung stand, völlig reibungslos.
    Unsere erste Etappe sollte uns zunächst bis an den Rand des Nationalparks führen. Die frühe Startzeit wurde uns ans Herz gelegt um den Berufsverkehr morgens in Delhi zu vermeiden. Dadurch verkürzte sich unsere Fahrzeit für die 280 km auf NUR sechs Stunden. Anfangs ging es, zwar in abenteuerlicher Fahrweise, aber dennoch recht zügig, voran. Auf ungefähr halbem Weg legten wir eine Frühstückspause an einer erstaunlich sauberen Raststätte ein.

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    Und dann begann der weniger schöne Teil der Fahrt. Die Straße war nun nur noch einspurig, die Überholvorgänge wurden nervenaufreibender und einige Kreuzungen verursachten teilweise einen kompletten Stillstand in alle Richtungen. Auch der Dreck wurde zusehends mehr.

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    Ich werde auch nicht begreifen, welchen Sinn es macht sich vor der Schranke an einem Bahnübergang auf beiden Seiten zweispurig anzustellen. Wenn die Schranke hochgeht kann dann erstmal keiner fahren, weil sich alle gegenüberstehen?!? Aufgrund der rudimentären Englischkenntnisse unseres Fahrers und unserem nicht vorhandenen Hindi ließ sich dieses Problem leider auch nicht tiefgehend erörtern.
    Insgesamt sahen wir einige kleinere und vier schwere Unfälle (Überschlag PKW, zerdrücktes Führerhaus eines Lasters u.ä.) während der sechs Stunden Fahrt bis zum Resort namens Leela Vilas in einem kleinen Ort nördlich von Ramnagar. Ziemlich genau um 12 Uhr kamen wir hier an um lediglich eine Mittagspause einzulegen. Man erwartete uns bereits und als einzige Gäste kamen wir uns nun etwas fehl am Platz vor im fast nobel zu bezeichnenden Restaurant dieses netten Resorts. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer stiegen auf unser Transportmittel für die folgenden drei Tage um, einen offenen Maruti (=Suzuki) Geländewagen.

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    Mit einem neuen Fahrer ging es nun geradewegs in den Nationalpark.

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    Nachdem wir uns am Gate in ein großes Buch eingetragen und den obligatorischen Jute-Müllsack für 50 cent erworben hatten, fuhren wir nun im Game-Drive Stil in Richtung Dhikala Camp, welches im Zentrum des Nationalparks liegt.
    Nach der unschönen Anreise hätte wir alles andere als eine solche Landschaft hier erwartet. Teils fuhren wir einen Fluss entlang,

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    manchmal auch hindurch,

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    hin und wieder gab es freie Flächen, welche an eine afrikanische Savanne in der Regenzeit erinnerten,

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    und meist hatte man auch noch ein Hügelpanorama im Hintergrund.
    Wirklich begeistert waren wir aber von der Tierwelt, welche sich deutlich zahlreicher zeigte als erwartet. Im Laufe des Nachmittags bekamen wir so einige Hirscharten,

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    einen radschlagenden Pfau,

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    einen Schakal,

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    Gaviale,

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    Makaken und Languren,

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    sowie als Highlight einige Elefanten zu sehen.

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    Den Abschluss des Game-Drives bildete ein schöner Sonnenuntergang über dem Stausee des Parks.

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    Anschließend wurden wir ins Dhikala Camp gefahren, ein abgezäuntes, traumhaft gelegenes Areal hoch über einer savannenartigen, von einem Fluß durchzogenen Ebene. Wir bezogen unser Zimmer und waren erfreut, das sich die Horrorgeschichten, welche im Netz bezüglich der Sauberkeit zu lesen waren, nicht der Wahrheit entsprachen. Extra für die Nächte hier hatten wir unsere Schlafsäcke dabei - völlig unnütz.

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    Schließlich begaben wir uns ins Restaurant, welches zumindest geschmacklich deutlich besser war, als dieses Bild vermuten lässt.

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    Nein, in Indien gibt es ausnahmsweise mal keinen Grund sich von mitgebrachten Instantnudeln oder selbstgemachten Nudeln mit Tomatensoße zu ernähren - weder geschmacklich noch preislich. :RpS_biggrin:
    Fast hätten wir es dann auch noch geschafft vor dem herannahenden Gewitter wieder im Zimmer zu sein - stattdessen hatten wir bereits eine erst kalte Dusche auf dem Weg dahin. Ungefähr um 20 Uhr gaben wir den Kampf gegen die Müdigkeit schließlich auf.

    Die Bilder lasse ich aus Gründen der Faulheit unbearbeitet. Einiges ist hektisch aus dem fahrenden Auto aufgenommen, einiges im Dunkel des Waldes - deswegen ist nicht immer alles scharf. Manches hat auch nur Schnappschusscharakter - weil es genau das ist ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2016
  5. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Cool! Warte schon gespannt auf die Fortsetzung ...
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    3. Tag: Jim Corbett Nationalpark

    Im Halbschlaf waren wir nicht ganz sicher, ob es gerade an unserer Tür sehr lautstark geklopft hatte - da wiederholte sich das Gerumpel, diesmal vom Ruf "Chai, chai, tea, tea" begleitet. Ein Blick auf die Uhr sagte 5:40 Uhr, aber da wir nun schonmal munter waren, ließen wir uns jeweils einen Masala Tee geben.
    Es war kalt, die laut Wetterbericht des Vortags vorhergesagten 10 Grad am Morgen kamen wohl ganz gut hin. Glücklicherweise hatte es aber aufgehört zu regnen, ansonsten hätte uns ein recht unangenehmer Tag im offenen Jeep bevor gestanden. Denn der heutige Plan hieß: Tigersuche!
    Die Safaris im Corbett Nationalpark sind zu dieser Jahreszeit auf morgens 6:30 - 10:00 Uhr und auf 15:00 - 18:00 Uhr beschränkt. Aufgrund drastischer Strafen für die Fahrer, hält man sich auch halbwegs an diese Zeiten.
    Somit waren wir pünktlich 6:30 Uhr an unserem Jeep, wo auch bereits unser Fahrer vom Vortag in Begleitung eines Guides wartete. Los ging die Tiger"jagd"... wir fuhren verschiedene Wege im Park entlang um entweder einer dieser stattlichen Katzen zufällig zu begegnen, oder um auf Warnrufe von Sambarhirschen zu achten, welche meist auf die nahe Anwesenheit eines Tigers schließen lassen. Zunächst begann die Safari aber so, wie die des Vortags endete: mit Elefanten - welche diesmal den Weg blockierten.

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    Nachdem sich die Dickhäuter schließlich entschlossen hatten den Weg frei zu machen, stellte das nächste Tier ein eher kleines Hindernis dar.

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    Wir fuhren, warteten und lauschten, fuhren, stoppten an einem ausgetrockneten Bachlauf, lauschten, fuhren, tauschten uns mit anderen Touristen, vorwiegend indischen Fotografen, aus, und fuhren und lauschten weiter ... nix - niemand hatte einen Tiger gesehen, auch nicht der Fotograf, welcher nun schon seit 15 Tagen hier im Park war und sich die zweite Sitzbank im Jeep hatte ausbauen lassen um Platz für seine Objektive zu haben. Wenigstens kam hin- und wieder mal ein Sambar oder Wildschwein

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    am Auto vorbei, wenn man da so wartete und lauschte.
    Und es war glücklicherweise auch auf Elefanten verlass, denen wir regelmäßig begegneten.

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    Schließlich mussten wir wieder zurück zum Camp.

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    Kurz vor dem Gate hörten wir dann tatsächlich den Warnruf eines Sambars. Da noch etwas Zeit war, hielten wir an und warteten. Das nächste Gebrüll was wir nun hörten kam eindeutig von einer gestreiften Katze - aber zu Gesicht bekamen wir sie nicht.
    Völlig Durchgefroren begaben wir uns kurz nach 10 Uhr nun erstmal ins Restaurant für ein kurzes Frühstück. Viel Zeit blieb nicht, denn als Mittagsaktivität wurde uns ein Aufenthalt auf einem Beobachtungsturm vorgeschlagen, was uns immerhin besser erschien, als die ganze Zeit im Camp rumzuhängen.
    Die Fahrt zum Turm dauerte 5 Minuten und uns wurde gesagt, dass wir 14 Uhr (in 3,5 h Stunden) wieder abgeholt werden würden. Bis dahin war es strikt untersagt die Plattformen des Turms zu verlassen (glücklicherweise hatte ich auf zuviel Kaffee verzichtet :D ).

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    Wir kletterten ganz hoch und waren gerade dabei uns über die schöne Aussicht zu freuen,

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    als nun Jeep für Jeep anrollte. Nach ungefähr 15 Minuten waren wir 20 Personen auf dem Turm. Glücklicherweise war hier jeder ernsthaft an Tiersichtungen interessiert, so das sich der Geräuschpegel für indische Verhältnisse sehr im Rahmen hielt. Die erste Stunde passierte nicht viel, bis plötzlich jemand "Tiger" rief und in eine Richtung deutete. Sofort startete ein unglaubliches Drängeln und Schieben, weil jeder sehen wollte, was los war. Und tatsächlich, ein Tiger lief da in einigen hundert Metern Entfernung am Wegesrand entlang. Für ungefähr eine Minute war dieser recht gut mit dem Fernglas zu beobachten, aber für ein gescheites Bild war er leider einfach zu weit weg.

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    Wir freuten uns dennoch, jetzt hatten wir das Minimalziel zumindest schonmal erreicht. Während der weiteren zwei Stunden zeigte sich leider keine Katze mehr, dafür viele Vögel,

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    Elefanten und verschiedene Hirscharten. Man hatte von hier zwar einen herrlichen Panoramablick, aber alles tierische spielte sich ziemlich weit weg ab.

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    Pünktlich um 14 Uhr kamen die Jeeps um alle abzuholen und im Restaurant zum Mittag wieder abzuladen. Die Zeit danach bis zur Nachmittagssafari nutzten wir noch, um etwas im Camp herum zu spazieren, die Gegend (natürlich erfolglos) nach Tigern zu scannen

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    und die allgegenwärtigen Makaken zu beobachten.

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    Den cleveren Affen sind natürlich nicht die Jute Mülltüten entgangen, welche jeder Tourist mit sich führen muss und welche wahrscheinlich häufig Essensreste enthalten. Der Makake welcher sich zum plündern unseres Müllbeutels entschlossen hatte, wird wohl mit seiner Ausbeute nicht so zufrieden gewesen sein - den Bonbon hatte ich schon gegessen ;)

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    15 Uhr gings wieder los zur nächsten Tigersuche,

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    und es gab: Elefanten,

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    Wildschweine, Hirsche,

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    schöne Gegenden,

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    aber leider keine gestreifte Katze. Hier zeigte sich so langsam schon der Nachteil einer Safari in Indien gegenüber einer in Afrika - es fehlt die Vielfalt an interessanten Tieren.
    Pünktlich zum Sonnenuntergang gegen 18 Uhr waren wir wieder im Camp wo es schließlich erneut ein leckeres Abendessen gab.

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    Tigerausbeute des Tages: einmal Brüllen, eine Sichtung!
     
  7. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    4. Tag: Jim Corbett Nationalpark - Dhikuli

    Eigentlich könnte ich die ersten Dreiviertel des Vortages einfach kopieren. Geweckt wurden wir wieder vom Tee - Service 5:40 Uhr und eine Stunde später waren wir dann auch schon wieder auf Tigerpirsch. Die Safari glich der des Vortages, viele Hirsche, einige Vögel und auch wieder Elefanten, dafür nicht einmal eine akustische Spur eines Tigers.

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    Die Mittagszeit verbrachten wir erneut auf dem Aussichtsturm, erneut mit schöner Aussicht,

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    einigen Sittichen,

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    einem Raubvogel auf Elefantenjagd :wink5:

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    usw.

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    Nach dem Mittag kehrten wir schließlich der Dhikala Zone des Jim Corbett Nationalparks den Rücken und machten uns im Rahmen der Nachmittagssafari auf den Rückweg zum Gate. Tiere gab es auch diesmal nicht so viele zu sehen, bis auf die zwei Krokodilarten, die im Park heimisch sind.

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    Außerdem war unser Guide begeistert diesem extrem scheuen Exemplar (eines Marders??) begegnet zu sein.

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    Während der Rückfahrt erfuhren wir, dass momentan keine neuen Touristen in den Park gebracht werden, da die Guides am nächsten Tag streiken würden. Das war nun nicht unbedingt die beste Information, da wir für den Folgetag bereits eine Safari in eine andere Zone des Parks geplant und bezahlt hatten.

    Am Gate sahen wir auch heute schon zwei quer geparkte Jeeps vor der Schranke und einige davor sitzende Guides und Fahrer. Wir fuhren erstmal weiter zu den Leela Vilas in Dhikuli - das gleiche Resort in welchem wir auf der Hinfahrt schonmal Mittag gegessen hatten.

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    Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, und den Rezeptionisten baten sich um Informationen bezüglich des Streiks zu kümmern, machten wir uns noch auf den Weg zu einem kurzen Abendspaziergang zum nur sehr eingeschränkt möglichen Souvenir Shopping.

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    Dabei entdeckten wir ímmerhin diesen recht sehenswerten Tempel.

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    Wieder zurück im Hotel wurde uns gesagt, dass unsere Safari am Folgetag trotz Streik stattfinden könnte. So konnten wir uns nun beruhigt dem Abendessen widmen und uns anschließend in den Whirlpool begeben.

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  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    5. Tag: Dhikuli - Delhi

    Heute gings noch eher los. 5:15 Uhr klingelte der Wecker, denn pünktlich um 5:45 Uhr wartete auch schon der Jeep für unsere letzte Safari in den Jim Corbett Nationalpark. Der Weg in den Teil des Parks, in welchen wir heute wollten war etwas weiter und so fuhren wir in der morgendlichen Kälte im offenen Jeep mit durchschnittlich 50-60 km/h für 45 Minuten erst quer durch Ramnagar und dann über Landstraßen zum Eingang. Völlig Durchgefroren erwartete uns dort dann eine böse Überraschung. Es standen schon einige Jeeps mit Touristen vor der Schranke und warteten. Direkt an der Schranke stand ein Jeep quer und einige Guides und Fahrer hatten es sich davor auf einer Decke gemütlich gemacht.

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    Unser Fahrer telefonierte hin und her, sprach auch mit den Streikenden, konnte letztendlich aber nichts ausrichten. Also gings wieder die selbe quälend lange, kalte Strecke durchs mittlereweile etwas belebtere Ramnagar, zurück zum Hotel.

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    Hier habe ich dann erstmal den Rezeptionisten (der selbe, welcher uns am Vorabend gesagt hatte, dass die Safari stattfinden würde) etwas aufgebracht meine Meinung gesagt. Tut mir im Nachhinein schon fast leid. Wahrscheinlich hat er auch nur die Infos so weitergegeben, wie er sie erhalten hatte. Aber in dem Moment war ich sauer wegen des unnütz zeitigen Aufstehens, wegen der entgangenen Safari und wegen der Kälte.
    Zum Aufwärmen begaben wir uns jetzt erstmal zum Frühstück um anschließend aus Mangel an Alternativen nochmal durch den Ort zu laufen. Glücklicherweise trafen wir dabei auf unseren Fahrer vom ersten Tag und konnten somit die Rückfahrt nach Delhi etwas vorverlegen.
    Zurück im Hotel rief ich unseren Tour Operator, wegen der nicht durchgeführten Safari an. Erstaunlicherweise bekamen wir tatsächlich eine Erstattung von umgerechnet 75 Euro, die uns direkt in bar im Hotel übergeben wurden - immerhin besser als nichts.
    Gegen 10 Uhr fuhren wir schließlich wieder Richtung Delhi. Die Fahrt war genauso nervenaufreiben wie hinzu: chaotische Überholmanöver, Geisterfahrer, Ochsenkarren, Kühe auf der Autobahn, viele Unfälle, und endlos viel Müll am Straßenrand.

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    Hin- und wieder gabs immerhin recht interessante Verkaufsstände. :uhoh3:

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    Eine Pause legten wir erneut an der Raststätte auf halbem Weg ein. Wir gingen allerdings ein paar Meter weiter und genemigten uns lieber etwas vom authentisch indischen Imbiss.

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    Wirklich erwähnenswert ist die wohl sauberste Toilette Indiens, welche sich hier am Rastplatz befindet :RpS_biggrin:

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    Als wir uns schließlich Delhi näherten wurde der Verkehr immer dichter und die letzten zwei Stunden standen wir im Dauerstau. Demnach kamen wir auch erst um 17 Uhr in unserem Hotel am Flughafen, diesmal mit dem Namen The Uppal, an.
    Hier gings erstmal schnurstracks durch den schön angelegten Garten in den großen Pool, was für ungläubige Blicke bei den Angestellten sorgte.

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    Aufgrund der kühlen Temperaturen (ca. 25 Grad) waren wir nämlich die einzigen Gäste weit und breit. Diese seltene Ruhe kosteteten wir noch etwas länger aus, indem wir uns das Abendessen hier servieren ließen.

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    Zuletzt bearbeitet: 27. April 2016
  9. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo Bandanar,
    vielen Dank für Eure Mühe...würdest Du nochmals in den J. Corbett Park fahren?
    Gruss M.
     
  10. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Das ist auch meine Frage an dich, Bandanar :smile3:
     
  11. Reisefisch

    Reisefisch Reisefuchsforum Legende

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    Wie sagt unser Fahrer in Rajasthan im letzten November doch so treffend:

    There are three important things when you drive a car in India

    1) good horn
    2) good brake
    3) good luck​
     
  12. FanBear

    FanBear Reisefuchsforum Legende

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    Alternativ, wenn es nicht ganz so stressig etc. ablaufen soll empfehle ich den Periyar-Nationalpark ab Kochi in Verbindung über Madurai. Anschl. 2-3 Übernachtungen auf den Backwaters.

    Periyar Nationalpark | Indien Reisen | Reise-Informationen & Angebote

    Der Überbewertung kann ich nicht zustimmen. Wir haben uns bei der Tour einen "Virus" [​IMG]eingefangen. Dieser ist mittlerweile 4 Jahre alt

    Aufpassen!

    LG
    FanBear
     
  13. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Ja, ich würde nochmal in den Corbett NP fahren. Von den Parks in welchen wir waren (kommt noch...), war dies der abwechslungsreichste (Natur und Tierwelt betreffend). Außerdem hat man hier im Prinzip eine Garantie auf wilde Elefanten. Allerdings sind die Chancen auf Tiger im Corbett etwas geringer als anderswo.
    Ich würde aufgrund der langen Anfahrt aber evtl. einen Tag länger bleiben. Auf jeden Fall ist das Dhikala Camp wegen der Lage im Inneren des Parks den vielen Lodges, Resorts usw. außerhalb vorzuziehen. Auch wenn letztere meist komfortabler und schicker sind.

    Hatten wir den gleichen Fahrer? :RpS_biggrin:
    Unserer hat auch den Witz gemacht:

     
  14. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    Den hat schon meiner 2001 gemacht - da muß wohl was dran sein :RpS_biggrin:
     
  15. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    6. Tag: Delhi - Darjeeling

    Ausschlafen! - zumindest bis 6:45 Uhr, dann gings erstmal zum sehr vielfältigen Frühstück und um 8:00 Uhr saßen wir auch schon im Hotel-Shuttle zum Flughafen (inklusive). Falls mal jemand ein Flughafenhotel in Delhi braucht, dann ist das Uppal zu empfehlen. Für sehr kurze Nächte wärs mir allerdings zu teuer.
    Vor den Eingängen zum Domestic Terminal herrschte ziemliches Chaos, da jeder seine Buchung vorzeigen muss, um hinein gelassen zu werden. Die Daten werden auch tatsächlich mit dem Pass abgeglichen. Einmal drin gings zum Check-in Automaten und schließlich an die Gepäckabgabe, wo man sowieso nochmal eine neue Bordkarte bekam. Weiter gings durch die Security, die alle elektronischen Geräte einzeln ausgepackt haben wollte - nervig. Wenigstens verging so die Zeit in den einzelnen Warteschlangen und wir mussten am Gate nicht mehr lange auf den pünktlichen Abflug mit Jetstar nach Bagdogra warten.
    In Bagdogra angekommen, wurden wir auch bereits von einem von unserem Hotel in Darjeeling organisierten Fahrer erwartet. Und schon saßen wir wieder auf der Rückbank und ließen uns durchs Chaos auf den Straßen kutschieren. Nach ungefähr 30 Minuten Fahrt änderte sich dann das Bild. Erst fuhren wir ewig an einem Militärgelände vorbei, worauf schließlich die ersten Teeplantagen folgten - hier allerdings noch Assam Tee.

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    Nach kurzem Fotostop zwischen den Teebüschen gings dann so langsam hinauf in die Berge. Die Serpentinen nahmen zu und die Straßen wurden enger. Hin- und wieder konnte einem bei dem Blick aus dem Autofenster hinab schon mulmig werden - besonders wenn LKW's entgegenkamen und man die volle Straßenbreite nutzen musste.
    Irgendwann erreichten wir schließlich Kurseon,

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    einen Ort an der Hill Cart Road, jener Straße, auf welcher sich auch die Darjeeling Bahn Richtung Darjeeling quält. Dieser Straße folgten wir nun.

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    Serpentinen gab es nun zwar kaum noch, dafür hatte das Verkehrsaufkommen deutlich zugenommen, und irgendwann standen wir im Stau.

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    Für ungefähr 20 Minuten bewegte sich absolut nichts, und dann ging es plötzlich weiter als wäre nichts gewesen. Wer weiß, wer sich da vor uns nicht über die Vorfahrt einigen konnte. Es war sowieso erstaunlich, dass sich hier nicht ständig alles verkeilte. Die Straße war eng, die meisten Autos breite Jeeps, und die Fahrweise genau das Gegenteil von vorausschauend - aber irgendwie passten die Spiegel dann doch immer aneinander vorbei. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir schließlich unser Hotel, das Cedar Inn, einen Kolonialbau hoch oben über dem Zentrum von Darjeeling.

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    Wir bezogen ein Zimmer mit normalerweise wunderbarem Ausblick auf das Massiv des Kanchenjunga. Nur leider war von dem beeindruckenden Himalayapanorama, einer der Hauptgründe, weswegen wir hier waren, nichts zu sehen. Alles vor uns lag in einer Art Dunst - nicht wirklich Wolken, nicht Nebel - wir vermuten das hatte eher eine menschliche Ursache.

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    Nun gut, wir waren ja für ein paar Tage hier. Irgendwann würde es schon noch Aufklaren, schließlich ist der März einer der besten Monate für gute Sicht. Wir zogen uns etwas wärmer an, da es hier in 2000 m Höhe ziemlich kühl und windig war und machten uns auf den Weg Darjeeling zu erkunden, dass ich mir ehrlich gesagt ganz anders vorgestellt hatte. Ich hatte eine beschauliche Kleinstadt, umgeben von Teeplantagen im Sinn - eine ziemlich naive Vorstellung, wenn man bedenkt, dass es in Indien liegt. Die Realität sah so aus: Darjeeling hat über 100.000 Einwohner auf recht engem Raum und es war vor allem sehr laut durch das Gehupe der Autos, welche sich immer wieder und überall aneinander vorbei zwängen mussten. Zumindest muss ich im Nachhinein sagen, dass zumindest das Stadtzentrum für indische Verhältnisse recht sauber war.

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    Leider sahen wir heute noch keine der Teeplantagen von Darjeeling, aber immerhin kamen wir schon in den Genuss des berühmten Getränks.

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    Danach erkundeten wir noch etwas den Ort, warteten vergeblich auf besseres Wetter,

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    kamen am Markt vorbei, der nun leider zum Großteil schon geschlossen hatte,

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    am Bahnhof,

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    an der Post, an einigen Tempeln und Schreinen

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    an einem interessant gestalteten Gebäude,

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    und schließlich stiegen wir wieder hinauf zum Hotel.

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    Leider wars in dem Gebäude fast genauso kalt wie draußen, aber der Chili beim wieder einmal sehr guten Abendessen vertrieb die Kälte recht zügig.
    Anschließend ging es zügig ins Bett, denn uns sollte eine nur sehr kurze Nacht bevorstehen...
     
  16. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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  17. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    7. Tag: Darjeeling

    Neuer Rekord: Aufstehen 3:30 Uhr! Erster Programmpunkt unserer heutigen Sightseeingtour sollte der Sonnenaufgang vom zehn Kilometer entfernten Tiger Hill bei Ghum sein. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Kanchenjunga Kette im Morgenlicht der aufgehenden Sonne. 4:00 Uhr sollte unser Fahrer da sein, 4:30 Uhr kam er schließlich - grrr!! Zumindest um diese Zeit wäre Pünktlichkeit nicht schlecht.
    Leicht verspätet, aber noch immer rechtzeitig reihten wir uns in die endlose Jeep Karawane ein. Ganz Darjeeling schien sich zum Tiger Hill zu bewegen. Das richtige Chaos begann dann direkt auf dem Berg. Eine Sackgasse führte den größten Teil hinauf, und dort hieß es: Parkplatzsuche. Besser gesagt versuchte jeder Fahrer irgendwie so weit wie möglich zu fahren, um dann einfach irgendwo unkoordiniert stehen zu bleiben. Wir stiegen schon ein paar Meter eher aus, denn zu Fuß gings schneller. Nach dem Bezahlen des symbolischen Eintritts von 10 Rupien stiegen wir noch die letzten Stufen bis zum Aussichtspunkt. Vom überdachten Observatory, welches im 2016er Lonely Planet beschrieben ist, existieren nur noch Ruinen. Also standen wir zusammen mit gefühlt zehntausend Indern im Freien, froren, und warteten.

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    Schon kurz vor Sonnenaufgang wurde uns klar, dass auch heute der selbe Dunst vom Vortag herrschte. Von Himalaya Gipfeln war absolut nichts zu sehen. Den Indern schien das egal zu sein. Als die Sonne mal kurz durch die nun auch noch aufziehenden Wolken hindurchschien, brachen diese in einen beinahe extatischen Jubel aus.

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    Nach diesem ziemlich mäßigen Sonnenaufgang, der das zeitige Aufstehen überhaupt nicht gerechtfertigt hatte,

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    ging es zurück zum Auto, wo nun erstmal Warten angesagt war.

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    Nachdem sich alles irgendwie entflochten hatte, gings in der Karawane zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Batasia Loop. Hier fährt die Darjeeling Bahn einen sehr engen, zusätzlichen 360 Grad Bogen um die steile Steigung passieren zu können, welche auf direktem Weg nicht zu überwinden wäre. Nur um diese frühe Uhrzeit fährt hier kein Zug, sondern es hatten sich Händler auf den Gleisen ausgebreitet.

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    Wir blieben hier, wo es im Prinzip nichts zu sehen gab, nicht allzu lange und ließen uns zum dritten Punkt der Tour, einem buddhistischen Kloster, bringen, spazierten etwas durch die Anlage und genossen die Ruhe und beobachteten das Chaos auf der Straße unter uns.

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    Nächster einstündigem Zwischenstopp war nun das Frühstück 8:30 Uhr im Hotel. Danach wurden wir weiter zum Zoo, in welchem sich auch das Bergsteigermuseum befindet, gebracht.

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    Der Zoo von Darjeeling war gar nicht so schlecht. In ganz ansprechenden Gehegen gabs hier die gesamte Tierwelt des Himalaya zu sehen (Rote Pandas, Schneeleoparden, Yaks, Tiger, ... )
    Sehr sehenswert war auch das Bergsteigermuseum. Tenzing Norgay, der Sherpa, mit welchem Hillary den Mount Everest gemeinsam bestieg, kam aus Darjeeling. Dementsprechende viele Ausstellungsstücke gibt es hier vom lokalen Helden zu sehen.

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    Kaum zu glauben, dass es mit diesem Equipment gelingen konnte den höchsten Gipfel der Welt zu besteigen und auch wieder lebend herunter zu kommen.
    Weiter gings zur Seilbahn.

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    Hier hatten wir nun endlich die Gelegenheit während der ca. 40 minütigen Fahrt ins Tal die weiten Hänge mit den endlosen Teeplantagen zu sehen - zumindest soweit es der Dunst erlaubte.

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    Nach einem Spaziergang durch die Teepflanzen nahe der Talstation fuhren wir schließlich wieder hinauf.

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    Jetzt wurden wir noch zu einem tibetischen Flüchtlingscamp gebracht, wo wir vermutlich Souvenirs kaufen sollten. Anscheinend war es aber wohl ein schlechtes Timing unseres Fahrers (zumindest für ihn). Bis auf einen kleinen Shop war glücklicherweise alles andere geschlossen.

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    Auf dem Rückweg ließen wir uns kurz vorm Zentrum in der Nähe des botanischen Gartens absetzen und setzten unseren Weg nun in Eigenregie fort. Das führte direkt dazu, dass wir irgendwo falsch abbogen.

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    Richtung botanischen Garten wurden wir glücklicherweise von einem gerade nach Hause kommenden Schüler gebracht, welcher deswegen extra für uns einen Umweg lief. Das kleine Trinkgeld, das ich ihm dafür geben wollte, lehnte er ganz erschrocken ab - auch das gibts!
    Der botanische Garten war nicht so besonders, wenigstens hatte man hier etwas Abstand vom sonst allgegenwärtigen Hupkonzert.

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    Weiter ging es durch den Markt, welcher heute deutlich belebter war als am Vortag,

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    bis zum Chowrastra Platz, dem "Place-to-be" in Darjeeling. Heute war hier gerade eine große Leinwand aufgebaut, auf welcher die Cricket WM live übertragen wurde.

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    Da wir keine Ahnung von dem Sport haben, schlugen wir lieber den direkten Weg ins Teehaus ein, bevor wir uns den Weg durch die Fußgängerzonen wieder zurück zum Hotel suchten.

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    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2016
  18. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

    Registriert seit:
    20. Januar 2011
    Beiträge:
    1.189
    Krass!!
    Danke, Bandanar, dass ich auf eine so vergnügliche Art mitreisen darf und meine sämtlichen Indien-Klischees und Vorstellungen (um nicht das böse Wort Vorurteile zu verwenden :becky: )bestätigt finde.
    Sehr schöner Bericht.

    LG
    Gusti
     
  19. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    17. Januar 2011
    Beiträge:
    1.776
    Incredible India:)
    Wann geht' weiter?
    Danke und Gruss M.
     
  20. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.294
    Danke, morgen gehts weiter, Bilder sind schon rausgesucht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2016

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