5 Wochen Australien

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 5. Juli 2012.

  1. Artemis

    Artemis Forenfuchs

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    Absolut geniale Fotos!!! Kompliment. Vor allem deine Tierbilder habens mir angetan.:daumen:
    Ich kann mir nicht helfen, die Koalas sehen doch irgendwie bekifft aus:smilewinkgrin3:

    LG Artemis
     
  2. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke! :smile3:

    Statt ihn zu essen, rauchen die wahrscheinlich den Eukalyptus :RpS_biggrin:.
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 22: Kangaroo Island

    Schon um 8:00 Uhr war es so warm, dass man eigentlich gar nichts unternehmen wollte. Dennoch machten wir uns auf den Weg zur Sandy Creek Wanderung. Während der Autofahrt zum Startpunkt trafen wir diesmal einen Waran am Straßenrand.

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    Vom Parkplatz aus führte die Wanderung ungefähr eine Stunde den ausgetrockneten Bach entlang bis zur Küste.

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    Hier suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und beobachteten eine zeitlang die Wellen.

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    Zur angenehmen Abkühlung war das Wasser aber leider doch viel zu kalt.
    Auf dem selben Weg ging es schließlich wieder zurück zum Auto, und wir fuhren einmal mehr für gekühlte Getränke zum Visitors Center. Das dortige Thermometer zeigte 39 Grad, und es war weder eine Wolke am Himmel noch ging auch nur der kleinste Luftzug. Das war sogar uns zuviel für weitere anstrengende Unternehmungen. Wir statteten zwar nochmal den Koalas im Caravanpark einen Besuch ab, aber den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Schatten an unserer Campsite.

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    Hin- und wieder setzten wir uns sogar ins Auto um mal kurz die Klimaanlage anzuschalten. Das einzig Gute dieser Temperaturen war, dass unsere per Hand gewaschene Wäsche schon nach 30 Minuten wieder trocken war.
    Als es gegen 17 Uhr wieder etwas erträglicher wurde, machten wir uns auch heute nochmal auf zum Platypus Walk. Aber erneut sahen wir kein Schnabeltier*, dafür wieder Kängurus, Wallabies und auch zwei Echidnas.
    Insgesamt mussten wir feststellen, dass wir auf Kangaroo Island nicht viel mehr Tiere zu sehen bekommen haben als in den anderen Nationalparks South Australias und Victorias. In dieser Hinsicht machen viele Reiseführer unserer Meinung nach eher falsche Versprechungen. Wer wirklich viele Tiere in Australien sehen will, der muss definitiv nach Tasmanien. Und auch für Koalas würden wir Kennett River bzw. Cape Otway dem Flinders Chase vorziehen.
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    *) Während die Schnabeltiere in Tasmanien auch teilweise tagaktiv sind, sind ihre Verwandten im Rest Australiens im Prinzip ausschließlich nachtaktiv. Wenn es dann im Sommer auch noch lange hell ist und solch extremen Temperaturen herrschen, dann ist es fast aussichtslos ein Schnabeltier zu entdecken.
     
  4. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 23: Kangaroo Island - Adelaide, (280 km)

    Und einmal mehr hatten wir verrücktes Wetter. Die Temperatur des Vortags hatte sich halbiert und der Himmel hing voller Wolken. Als wir gegen 8 Uhr das Zelt zusammenpackten begann es dann auch noch zu regnen :bigeek:.
    Heute verlegten wir unser Frühstück gleich zum Visitors Center, bevor wir uns kurz vor neun vom Flinders Chase Nationalpark verabschiedeten. Ehe wir allerdings endgültig die Insel verließen, fuhren wir zur Western River Conservation Area, welche nordöstlich an den Flinders Chase angrenzt. Hier unternahmen wir eine 5 km lange Wanderung zu einem (leider ausgetrockneten) Wasserfall.

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    Der Weg war dennoch sehr interessant, da die Vegetation hier völlig anders war als an den Tagen zuvor.

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    Nur die teilweise heftige Regengüsse bei maximal 19 Grad trübten hin- und wieder die Stimmung.
    Weiter gings von hier auf der nördlichen Inselstraße bis zum Fähranleger in Penneshaw. In der dortigen Touristeninformation kauften wir noch ein paar Souvenirs, bevor wir schließlich pünktlich mit der Fähre 14:30 Uhr zurück zum Festland fuhren.
    Auch den Piratenangriff mit modernster Technik überstanden wir schadlos :RpS_biggrin:.

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    Nachdem wir die Fähre verlassen hatten,

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    fuhren wir geradewegs nach Adelaide, wo wir im Grand Chancellor Hotel eincheckten.
    Die Gäste in der Hotelbar haben uns sicher für bekloppt gehalten, als wir, noch immer in nicht ganz klinisch reiner Trekkingkleidung, nach und nach Rucksäcke, Plastiktüten und schließlich noch Schlafsäcke, Isomatten und ein Zelt durch die vornehme Lobby in unser Zimmer schleppten :RpS_biggrin:.
    Das war allerdings nötig, da wir nach 11 Campingnächten nun alles wieder flugfertig für den morgigen Tag packen mussten. Und genau damit waren wir auch fast den gesamten Rest des Abends beschäftigt. Auch war es schön nach den Tagen in der "Wildnis" mal wieder Nachrichten sehen zu können und eine Badewanne zu haben :yes3:.
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    Morgen vom Red Center gibts wieder mehr Bilder!
     
  5. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

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    Ooooch, ihr seid nicht die Einzigen, die ihren campingkram in 100 Tüten und Einzelteilen durch eine teure Hotellobby schleppen....:RpS_biggrin:....euer Reiseende hört sich ähnlich an wie unsere....

    Schöne Bilder:yes3:
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke :smile3:

    Ende? Ne ne, noch lange nicht. Es folgen noch 11 Tage AUS :yes3:. Und dann kommt auch noch Samoa und Fidschi :RpS_biggrin:.
     
  7. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 24: Adelaide - Alice Springs - Yulara (Uluru), (Flug + 475km)

    Da wir ja schonmal schlechte Erfahrungen mit dem Verkehr in Adelaide gemacht hatten, fuhren wir am heutigen Montagmorgen lieber schon etwas eher zum Flughafen. Natürlich waren alle Straßen leer und jede Ampel grün :rolleyes3:. So hatten wir nach der Mietwagenrückgabe noch ganze 2,5h Zeit am Flughafen. Wenigstens gab es free Wifi, was die Zeit etwas verkürzte. Wir riskierten dabei mal einen Blick auf den Wetterbericht für Alice Springs und waren einmal mehr überrascht. Aus der 40 Grad+ Vorhersage war plötzlich "nur" noch 30 Grad und Regen gewurden. Regen am Uluru ist sicher etwas seltenes, aber bei unserer ersten Reise dahin wollten wir den Felsen eigentlich lieber in seiner roten Klischeefarbe sehen :yes3:.
    Pünktlich um 10:50 Uhr flogen wir schließlich mit Qantas von Adelaide

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    über das Outback

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    nach Alice Springs.

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    Allzu schlimm sahen die Wolken aus dem Flugzeug nicht aus, das machte Hoffnung.
    Die Mietwagenübernahme, diesmal hatten wir nur einen kleinen Hyundai i30, reserviert, ging erneut sehr zügig vonstatten. Das war auch gut so, denn vor uns lagen noch über 450 km bis Yulara, der kleinen Siedlung in der Nähe des Uluru. Yulara ist eigentlich kein wirklicher Ort, sondern eine Ansammlung unterschiedlicher Unterkunftsmöglichkeiten, vom Zeltplatz bis zum fünf Sterne Resort, samt zugehöriger touristischer Infrastruktur und mit Wohneinheiten für die Angestellten.
    Glücklicherweise hatte wir ein Navi für die Strecke. Denn es ging zunächst 200km den Stuart Highway geradeaus Richtung Süden. Dort einmal an der Shell Tankstelle rechts abbiegen.

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    Und weiter 255km immer geradeaus :RpS_biggrin:. Weitere Ortschaften an der Strecke gab es exakt keine.
    Waren wir in Alice Springs noch bei strahlendem Sonnenschein gestartet, so sah der Himmel nach 350km schon ganz anders aus.

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    Dieser Zeitgenosse freute sich auf den bevorstehenden Schauer sicher mehr als wir.

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    Nachdem wir gegen 17 Uhr den Zeltplatz in Yulara erreicht hatten, bauten wir zunächst erstmal unser Zelt auf. Wir hatten auf der Fahrt einige kurze Schauer abbekommen, und wollten dazu die momentane Regenpause nutzen.
    Danach fuhren wir gleich weiter zum ersten Uluru-Aussichtspunkt. Während dieser 20 km passierten wir das Gate zum Nationalpark, wo wir für je 25,- AUD unsere 3-Tages Eintrittskarten holten. Für Australien war das ein richtiges Schnäppchen.
    Und plötzlich nach einer Kurve lag er vor uns, der rote Felsen.

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    Einige Leute behaupten ja, dass der Uluru live eigentlich total unspektakulär ist - wir waren begeistert, auch wenn er unter der Wolkendecke nicht strahlend rot leuchtete. Bei diesem Wetter und zu der Uhrzeit waren außerdem angenehm wenige Touristen hier anwesend.
    Nach vielen Fotos fuhren wir schließlich auch noch bis ganz zum Felsen,

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    wo wir gleich von einem Einheimischen Bewohner begrüßt wurden.

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    Da es nun doch schon recht spät war, und wir die Öffnungszeiten des Parks beachten mussten, verzichteten wir auf einen längeren Spaziergang. Das war ja sowieso für morgen eingeplant. Also gings wieder am Aussichtspunkt vorbei, wo gerade der Regen einsetzte, zurück nach Yulara. Nach einem kurzen Einkauf im dortigen Supermarkt gings schließlich zurück zur Gemeinschaftsküche, wo es mal wieder Nudeln mit Tomatensoße gab. :smilewinkgrin3:
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 25: Uluru, Kata Tjuta, (161 km)

    Als erster Programmpunkt stand heute der Uluru bei Sonnenaufgang an. So standen wir bereits 5:30 Uhr auf und reihten uns kurze Zeit später in die Karawane aus Reisebussen und Autos ein, welche sich Richtung Sunrise-Viewpoint bewegte. Dieser ist rund 40 km von Yulara entfernt, und aufgrund der 60er Geschwindigkeitsbegrenzung dauerte die Fahrt entsprechend lang.
    Am Aussichtspunkt angekommen, warteten wir mit gefühlten hunderten weiteren Touristen auf den Sonnenaufgang. Leider war es auch heute morgen wieder dicht bewölkt, so dass es zwar langsam hell, der Felsen aber nicht von der Morgensonne angestrahlt wurde.

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    Egal, wir haben es versucht. Und wir haben einmal mehr gesehen, warum wir Reisegruppen nicht mögen. Ein Reiseleiter beschwichtigte seine Gäste minutenlang, dass sie noch pünktlich zum Frühstück kommen. Eine andere erklärte lautstark, dass die Sonne heute nicht mehr hochkommt :RpS_biggrin: usw. ...
    Glücklicherweise verzogen sich die anderen Touristen recht schnell wieder, so dass wir nach kurzer Zeit tatsächlich die noch einzigen Anwesenden hier waren. Da wir unsere gesamte Verpflegung im Auto hatten, und es einmal mehr Strom bei den Sanitäranlagen und damit heißes Wasser gab :becky:, beschlossen wir gleich hier zu frühstücken, am Viewpoint in völliger Ruhe und mit dem Uluru vor uns.

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    Von hier ging es nun erstmal weiter zum Cultural Center, welches viele interessante Informationen zur Kultur der Aborigines und zur Natur des Nationalparks beherbergt.
    Der nächste Punkt auf unserer to-do Liste, war nun der Uluru Base-Walk, also einmal zu Fuß ringsherum um den Felsen. Kurz vor neun brachen wir dazu auf, und drei Stunden später erreichten wir schließlich nach 11,9km wieder unseren Ausgangspunkt, den Mala Parkplatz. Von weitem sieht der Uluru ja eher wie ein sehr glatter, fast konvex geformter Felsen aus.

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    Aus der Nähe betrachtet sieht man aber immer wieder Höhlen,

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    kleine Wasseransammlungen, Spuren von Wasserfällen und man merkt erstmal richtig, wie "unförmig" der Felsen eigentlich ist.

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    Wir nutzten die Umrundung gleich noch, um auch die beiden kurzen Wanderungen, den Mala Walk und den Kuniya Walk abzulaufen. Hier gab es insbesondere einige Aborigine Felszeichnungen zu sehen, welche schon etwas besser waren, als die in den Grampiens.

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    Auch mit dem Wetter hatten wir Glück, die Wolken verzogen sich und die Sonne sorgte nun schon fast für zu warme Temperaturen weit jenseits der 30 Grad. Wir hielten auch immer ein Auge offen, um in der Umgebung nach Wüstenbewohnern zu suchen.

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    Aber außer einigen Vögeln bekamen wir keine zu Gesicht.

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    Aufgrund des unerwartet schönen Wetters, beschlossen wir, uns noch heute soviel wie möglich anzusehen. So fuhren wir direkt nach der Umrundung zunächst zum Uluru Dünen-Aussichtspunkt. Dieser ist nur tagsüber für PKW zugelassen, viel los war aber augenscheinlich nicht.

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    Abends werden zum Sonnenuntergang die Touristenbusse hierher gekarrt. Nach dem obligatorischen Foto,

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    gings nun weiter zu den ungefähr 50 km entfernten Olgas (Kata Tjuta), einer weiteren Ansammlung großer roter Felsen.

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    Auch hier gab es zunächst einen Dünenaussichtspunkt, an welchem wir stoppten. Uns bot sich ein herrliches Panorama mit Olgas und Uluru in der großen weiten Ebene.

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    Während der Fahrt direkt zu den Olgas wurde ich wieder zur Vollbremsung "aufgefordert". Frau Bandanar hatte einen rötlichen Punkt in den Büschen gesehen. Und nach genauerer Suche fanden wir es wieder, ein rotes Riesenkänguru - leider war es ziemlich scheu und verschwand recht schnell wieder.

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    Nach dieser kurzen Unterbrechung fuhren wir bis zu den Olgas und unternahmen gleich heute auch noch den 7,9 km langen Valley-of-Winds Walk - bei brennendem Sonnenschein. Diese Wanderung ist von der Landschaft deutlich schöner, als die Runde um den Uluru und daher nur zu empfehlen. Auch wenn es durch das auf und ab deutlich anstrengender war, die Aussichten belohnten uns für die Mühe.

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    Und auch eine kleine, bestens getarnte Echse ließ sich blicken.

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    Nach dieser Tour hatte uns nun der Ehrgeiz gepackt. Eine letzte Wanderung war noch auf dem Faltplan des Nationalparks verzeichnet, der 2,5 km lange Weg in die gar nicht weit entfernte Walpa Schlucht. Den mussten wir nun auch noch machen.

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    Kurz vor 18 Uhr kamen wir danach schließlich wieder am Auto an. Und darüber konnten wir froh sein, denn der Himmel verhieß nichts Gutes. Schon während der Fahrt zurück zum Campingplatz kamen wir immer wieder in kurze, heftige Regengüsse, aber es hielt sich noch in Grenzen.
    Wieder in Yulara angekommen, galt unser erster Besuch dem Supermarkt. Heute hatten wir uns zur Abwechslung mal etwas zum Grillen verdient. Mit Hähnchenschenkeln im Gepäck ging es schließlich weiter in die Gemeinschaftsküche - gerade rechtzeitig. Als ich anfing das Hähnchen auf den Rost zu werfen, brach ein Gewitter los, wie wir es selten zuvor erlebt hatten. Es stürmte, die Temperatur sank innerhalb weniger Minuten von über 30 auf ca. 15 Grad und überall auf dem Zeltplatz bildeten sich riesige knöcheltiefe Pfützen :bigeek:. Ein beliebter Running-Gag wurde in dem Moment die Frage an den Gegenüber, ob er sich sicher ist, noch ein Zelt zu besitzen. Und in der Tat fragten auch wir uns, ob wir unseres windsicher genug befestigt hatten, oder ob es zufällig in einer 30 cm tiefen Senke unter Wasser steht.
    Aber wir hatten Glück, als der Regen mal etwas weniger wurde, aufhören tat er an diesem Abend nicht mehr, rannten wir schnell zu unserer Campsite zurück und fanden ein stabil stehendes und innen völlig trockenes Zelt vor. Hier brachte uns nun erstmal nichts und niemand wieder heraus, bis zum nächsten Morgen zumindest. :sleep3:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2012
  9. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 26: Yulara - Kings Creek Station - Erlunda, (540 km)

    Halb acht wurden wir geweckt, und zwar von einem Regenguss, der etwas heftiger aufs Zelt prasselte. In der Hoffnung auf Wetterbesserung ließen wir uns Zeit mit Aufstehen, Zelt zusammenpacken und Frühstück. Aber es änderte sich kaum etwas. Zwar wurde der Regen etwas weniger, aber überall hingen tiefe, dichte Wolken.
    Gegen halb zehn hatten wir genug vom Warten und fuhren nochmals zum Uluru Sunset-Viewpoint. Zum Glück hatten wir gestern etwas Sonne. Hätten wir den Felsen nur so gesehen, wie er gerade jetzt vor uns lag, dann wären wir wohl enttäuscht gewesen.

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    So waren wir eher fasziniert. Schließlich fuhren wir noch bis an den Uluru heran und unternahmen nochmals den 1,5 km kurzen Mala Walk, der sich heute ganz anders präsentierte als gestern.

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    Überall am Uluru hatten sich kleine Wasserfälle gebildet.

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    Auch das kleine Wasserloch vom Vortag,

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    sah heute schon ganz anders aus.

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    Es war zu erkennen, dass der Wasserstand in der Nacht sogar über dem Bodengitter gewesen sein muss.

    Gegen 11 Uhr verließen wir den Uluru - Kata Tjuta Nationalpark. Bei dem Wetter wussten wir beim besten Willen nicht, was wir hier noch unternehmen sollten. Unser nächstes Ziel war nun der Kings Canyon, und so machten wir uns auf den Weg dahin. Vielleicht würde sich das Wetter ja plötzlich verbessern.
    Nachdem wir das Auto für 1,80 AUD/Liter (sonst ca. 1,25 AUD) in Yulara aufgetankt hatten, ging es zunächst ca. 130km zurück Richtung Osten, bevor wir auf die Luritja Road nach Norden abbogen. Auch am Campingplatz der Curtin Springs Station waren die Spuren des Regens deutlich zu sehen.

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    Immerhin regnete es momentan nicht mehr, auch wenn sich an der dicken Wolkendecke nichts geändert hatte. Während der weiteren Fahrt entdeckten wir ein paar Rosakakadus, welche freundlicherweise eine zeitlang für uns posierten, und so für etwas Abwechslung im tristen Grau sorgten.

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    Weiter ging es nun bis zur Kings Creek Station, wo wir erneut auftankten, diesmal für 2,33 AUD.
    Schon während der Fahrt hatten wir des öfteren kleine Schlammüberspülungen auf der Straße zu passieren.

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    Das war allerdings bisher nie ein Problem. Nun, kurz vor dem Ziel stoppte uns ein entgegenkommendes Fahrzeug und der Fahrer berichtete uns, dass die Straße vom Kings Creek, der diese um mindestens einen Meter überflutet, blockiert ist. :bigeek: Sch...
    Also gings erstmal kurz zurück zur Kings Creek Station, wo man uns diese Information bestätigte. Warum hatten die uns das nicht gleich gesagt?
    Was nun? Hier an der Station gab es nur noch ein Zimmer für 250,- AUD, und die Wetteraussichten waren nicht gerade rosig. Zelten war hier im Schlamm auch nicht möglich, zurück zum Uluru machte auch nicht wirklich Sinn. :confused3:
    Also beschlossen wir trotz der 250 km, die wir nun schon hinter uns hatten, gleich heute die weiteren 430 km bis Alice Springs zurück zu fahren, und den Kings Canyon notgedrungen aus unserem Programm zu streichen :sad3:.
    Das weitere Gefahre war zwar nervig, ging aber zunächst recht zügig vonstatten - bis ca. 800 m vor der Kreuzung zum Stuart Highway. Wir konnten die Shell Tankstelle von Erlunda schon sehen, aber durch diesen Wasserlauf kamen wir mit unserem Auto beim besten Willen nicht :bigeek:.

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    Nochmals Sch...

    Eine andere für uns befahrbare Straße gab es nicht, umkehren machte auch keinen Sinn - also warteten wir ab. Nach und nach sammelten sich noch weitere Touristen beidseits der Überflutung. Man unterhielt sich, lief hin- und wieder auch mal auf die andere Seite, und wartete. Bei unserem Eintreffen war das Wasser vielleicht etwa 70cm tief, was allerdings langsam nachzulassen schien.
    Anfangs trauten sich nur ein paar Geländewagen durch das Wasser. Nun fuhren auch schon ein paar Aboriniges recht unbeeindruckt mit einem alten Ford Sierra hindurch :bigeek:.

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    Uns war das mit dem Mietwagen aber doch noch zu riskant. So warteten wir, und warteten ...

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    Irgendwann, nach ungefähr drei Stunden traute sich dann schließlich der erste hindurch. Da dies ziemlich problemlos und unspektakulär aussah, fuhren nun auch wir, und auch der Großteil der restlichen Wartenden. Einige hatten sich allerdings schon für eine Übernachtung hier eingerichtet.
    Da es nun schon dunkel wurde, und im Mietwagenvertrag Nachtfahrten im Northern Territory untersagt waren, beschlossen wir, die Nacht lieber auf dem Campingplatz der Shell Tankstelle von Erlunda zu verbringen. Auf die restlichen 200 km bis Alice Springs hatten wir nun auch beim besten Willen sowieso Lust mehr. :no3:
     
  10. Austrabrina

    Austrabrina Reisefuchsforum Legende

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    Von mir auch ein ganz großes Lob für die Mühe die du dir machst hier alles einzustellen.
    Tolle Fotos und Berichte die mein Fernweh nach Australien wieder wecken.

    Wir hatten im Jahr 2000 am Ayers Rock auch Regen und konnten beim 2. Versuch wegen Überschwemmung gar nicht mehr ran :cry: Haben aber trotzdem eine tolle Erinnerung weil wir ganz alleine mit unserem Camper auf den Parkplätzen standen. Die Aura des Felsen haben wir noch noch 2 Wochen gespürt... unglaublich :smile3:

    LG
    Austrabrina
     
  11. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 27: Erlunda - Alice Springs, (262 km)

    Nachdem wir aus dem Zelt gekrochen waren, begrüßten uns: dunkle Wolken, Regen sowie eine unangenehme Kälte. Im Sommer im Outback hatten wir eigentlich mit Temperaturen über 30 Grad gerechnet. Heute wurden es auch im ganzen Tagesverlauf nicht mehr als 18.
    Nach einem knappen Frühstück im Auto packten wir unser Zelt zusammen und fuhren erstmal die 200 km bis Alice Springs. Hier checkten wir in der Heavitree Gap Outback Lodge am südlichen Stadtrand direkt an "The Gap" zwischen den East- und den West MacDonnell Ranges, ein. Das Zimmer, mit Bad, war deutlich besser als es das häßliche Gebäude vermuten ließ.

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    Nachdem wir uns hier etwas aufgewärmt hatten und unser Campingequipment überall zum Trocknen verbreitet hatten, fuhren wir gegen Mittag erstmal ins Zentrum von Alice Springs.
    Das Erste was uns hier auffiel, waren eigentlich die Aborigines - und zwar nicht unbedingt positiv. Irgendwie machten sie allesamt, sagen wir mal vorsichtig, nicht den besten Eindruck. Ziemlich viele lungerten an Supermarkteingängen herum, füllten Wein in Saftflaschen um oder stritten sich lautstark. :uhoh3:
    (Das sollte jetzt auf keinen Fall auf ALLE Aborigines verallgemeinert werden. Auch wer Schuld an dieser Situation hat, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden.)

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    Nachdem wir uns im Woolworth mit Verpflegung eingedeckt hatten, liefen wir (noch immer im Nieselregen) die kleine Fußgängerzone im Zentrum entlang, um uns einen Souvenirladen nach dem anderen "reinzuziehen" :RpS_biggrin:.

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    Schließlich beendeten wir unseren kurzen Stadtrundgang in der Touristeninformation, wo ein ziemliches Durcheinander herrschte. Die Sperrung zahlreicher Straßen sorgte wohl bei vielen Reisenden für Ärger. Auch die Informationen, welche wir bekamen, waren nicht so berauschend. Sowohl die Straße in die East- als auch in die West MacDonnell Ranges war bereits kurz nach Alice Springs gesperrt. Befahrbar war eigentlich nur die Stadt und der Stuart Highway. Somit waren wir gezwungen unsere Zeit irgendwie in Alice Springs zu vertun. Wir fuhren zunächst zum Reptile Center, machten aber bereits kurz hinter dem Eingang wieder kehrt. Es wirkte irgendwie nicht mehr so ganz zeitgemäß. Zumindest waren im Eingangsbereich nur ein paar kleine Terrarien lieblos im Raum verteilt - nö, das wirkte nicht einladend. :no3:
    Unseren nächsten Versuch etwas zu unternehmen starteten wir in Richtung East MacDonell Ranges.

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    Schon einige wenige Kilometer nach Alice Springs gibt es hier zwei Schluchten, in welche kurze Wanderwege führen. Wir kamen zwar bis an den Parkplatz zur ersten, der Emilys Gap, heran, eine Wanderung war aber nicht möglich. Bereits nach 50m stand der Weg hüfthoch unter Wasser.

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    Kurz hinter Emilys Gap war dann auch die Straße überflutet, so dass wir in diese Richtung nicht weiter kamen.
    Also gings nun Richtung West MacDonnell Ranges. Aber auch hier behielt die Touristeninformation Recht. Kurz hinter Alice war die Straße gesperrt. Immerhin kamen wir noch bis zum Alice Springs Desert Park, welcher auf den ersten Blick ganz interessant aussah. Nach einem kurzen Gespräch mit der Kassiererin am Eingang beschlossen wir, uns diesen für den morgigen Tag vorzunehmen. Es war schon 16:00 Uhr, und wir wollten hier nicht durchhetzen.
    Nun blieb eigentlich nur noch eine Option: Einkaufen! :RpS_biggrin:
    Alice ist nun wahrlich kein Shopping Paradies, aber mit dem Kauf eines bestimmten typischen Souvenirs, welches uns sowieso noch fehlte, kann man hier sehr viel Zeit verbringen: mit dem Kauf eines Didgeridoos. Wir wurden von der Auswahl regelrecht erschlagen. Schon im ersten Laden gab es diese Instrumente in allen möglichen Formen, Größen, Bemalungen und Preisklassen.

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    Irgendwann entschieden wir uns schließlich für ein eher einfaches Modell, welches wir uns nach Hause schicken ließen.
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    Das Didgeridoo kam schon eine Woche vor uns in D an und lag bereits auf der Zollstelle zum Abholen bereit. Nun dekoriert es zusammen mit Walvis (vgl. Namibiabericht) unser Wohnzimmer. Wirklich darauf spielen können wir (noch) nicht. :RpS_biggrin:
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    Als wir wieder im Hotel ankamen, erwartete uns zur Abwechslung mal eine positive Überraschung. Jetzt am Abend kamen zahlreiche Rock Wallabies den angrenzenden Felsen herunter,

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    welche wir ausgiebig und aus nächster Nähe beobachten konnten.

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    Für uns war das ein sehr versöhnlicher Abschluss eines eher durchwachsenen Tages.
     
  12. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

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    Hi,

    Mensch, wir hatten im Zentrum schon mehrfach ein sch.....wetter, aber ihr seid uns ziemlich auf den Fersen.
    Uluru mit Wasserfällen war mal selten, inzwischen hat´s dort öfter viel Wasser.
    Der Klimawandel lässt gerade in DU heftig grüssen...

    lg
    paulinchen
     
  13. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 28: Alice Springs, (89 km)

    Heute gabs nun wirklich mal keinen Grund zeitig aufzustehen. Also starteten wir erst kurz nach neun in den Tag. Das Wetter war unverändert kühl und regnerisch. Wir blieben dennoch bei unserem Plan und machten uns auf den Weg zum Alice Springs Desert Park. Allerdings mussten wir uns erstmal einen neuen Weg zur Hauptstraße suchen. Auf der direkten Verbindung legte sich uns heute der Todd River in den Weg.

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    Im Desert Park angekommen, waren wir so gut wie die einzigen Touristen. In dem schön gestalteten, weitläufigen Gelände finden sich viele, teilweise "interaktive", Informationspunkte zur Natur und zum (Über)leben im Outback, zahlreiche begehbare Voliere mit hier heimischen Vögeln sowie ein begehbares Känguruhgehege.

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    Das absolute Highlight war allerdings das große Nachthaus,

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    in welchem die zahlreichen nachtaktiven Wüstenbewohner sowie einige weitere markante Tiere des Outbacks zu sehen waren.

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    Der zugehörige Audioguide vorsorgte uns überall mit Informationen und Hintergrundgeschichten. Teilweise waren die Kommentare dabei sehr lustig. Diese waren natürlich darauf ausgelegt, dass man hier einen heißen trockenen Tag erlebt. So etwas wie (frei wiedergegeben): "Sie werden kaum glauben, dass hier manchmal auch Regen fällt. Dann verwandelt sich die dürre Landschaft in ein Meer aus Grün.", ist natürlich lustig, wenn man unter einem Regenschirm auf schlammigen Wegen und umgeben von eben diesem Grün im Park umherläuft :RpS_biggrin:.

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    Insgesamt blieben wir etwas mehr als vier Stunden im Desert Park.

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    Von hier aus versuchten wir zur Simpsons Gap in den West McDonnell Ranges zu kommen, wurden aber bereits nach wenigen hundert Metern von einer Straßenüberflutung gestoppt.

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    Also gings erstmal wieder zurück ins Stadtzentrum. Wir liefen nochmal über die Fußgängerzone, kauften die Schokoladenvorräte des Woolworth leer :RpS_biggrin: und fuhren auf den Anzac Hill.

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    Unser darauffolgender Versuch vielleicht heute etwas in den East McDonnell Ranges unternehmen zu können, schlug leider auch fehl. Heute erwartete uns bereits kurz hinter Alice eine Barriere auf der Straße mit der Aufschrift "Road Closed".
    Letztendlich fuhren wir wieder zurück zur Lodge und warteten auf die Rock Wallabies, welche auch heute wieder "pünktlich" den Felsen hinabgesprungen kamen.

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  14. frangipani81

    frangipani81 Reisefuchs

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    3. Januar 2011
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    177
    Einfach ein Wunderschoener Reisebericht mit viel Liebe zum Detail!
    Am allerbesten finde ich die Tierbilder. Es ist so schwer gut Bilder von den Tieren in der Natur zu bekommen. Bei mir laufen die fast immer weg....so schnell kann ich nicht knipsen

    :daumen:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. August 2012
  15. Manfel

    Manfel Administrator Mitarbeiter

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    Kann mich auch nur bedanken das ihr euch so viel Mühe gebt, ich weiß was da für eine Arbeit ist ...da gehen einige Stunden drauf ..

    Super :daumen::daumen:
     
  16. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Nochmals dank, danke für das Lob! :smile3:

    Das kennen wir nur zu gut. Da hilft eigentlich nur etwas Glück, viel Geduld und etwas Vorabrecherche wo man wann nach welchen Tieren suchen sollte. Ach, und Glück braucht man auch :RpS_biggrin:.
    Leider fehlt auch uns die Zeit (und Lust) tagelang für das perfekte Bild im Ansitz zu hocken.
     
  17. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 29: Alice Springs - Darwin, (99km + Flug)

    Die gute Nachricht des morgens war, dass es nicht regnete, die schlechte, dass der Himmel so aussah, als ob es jeden Moment anfangen könnte. Immerhin sollte es heute endlich nach Darwin weitergehen, und wir konnten das verregnete Outback hinter uns lassen - allerdings erst am Abend. So mussten wir also noch einen ganzen Tag lang unsere Zeit in und um Alice Springs vertun.
    Nachdem wir unser Zimmer geräumt und unser Gepäck erstmal in Verwahrung gegeben hatten, gings (mittlereweile zum dritten Mal) Richtung East McDonnell Ranges.

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    Das "Road Closed" Schild kurz hinter Alice war noch immer an seinem Platz. Allerdings deuteten zahlreiche Spuren am Straßenrand darauf hin, dass es schon von ziemlich vielen Autos umfahren wurden war. Also taten wir das doch auch mal :RpS_biggrin:.
    Zunächst fuhren wir wieder zu Emilys Gap, fanden aber erneut einen überfluteten Wanderweg vor. Also gings weiter Richtung Osten. Die Stelle, an welcher wir vor zwei Tagen zur Umkehr gezwungen waren, war heute passierbar, so dass wir bis zur nächsten Schlucht Jessies Gap kamen.

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    Hier war auch eine (leider extrem kurze) Wanderung zum Felsspalt mit einigen Aborigine Zeichnungen möglich.

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    Weiter kamen wir dann mit dem Auto schließlich doch nicht. Kurz nach dieser Schlucht versperrte erneut eine Überspülung die Straße.
    Wir machten kehrt und versuchten aus Mangel an Alternativen auch zum dritten mal unser Glück in den West McDonnell Ranges. Auf dem Weg dahin stoppten wir erstmal an einem Gedenkstein für der Gründer der Flying Doctors.

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    Von hier bot sich ein schöner Ausblick auf die Felsen des Gebirgszuges.

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    Und auch in diese Richtung kamen wir heute weiter, als vor zwei Tagen. Sämtliche Wanderungen im und um die Schlucht Simpsons Gap schienen möglich zu sein. So liefen wir trotz einsetzendem Nieselregen zunächst in die Schlucht,

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    welche deutlich beeindruckender war, als die beiden Richtung Osten. An den felsigen Hängen entdeckten wir nebenbei extrem gut getarnte Rock Wallabies.

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    (Na, wo ist es?)

    Von der Schlucht ging es einige wenige Kilometer zurück zur nächsten ausgeschilderten Wanderung auf einen Hügel (dessen Namen wir leider vergessen haben). Während der ungefähr 2 km langen Tour lies sich sogar mal kurzzeitig die Sonne sehen. Neben der schönen Aussicht

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    trafen wir hier auch auf drei Riesenkängurus, welche vor uns leider viel zu schnell und völlig grundlos :becky: reißaus nahmen.

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    Zum Abschluß unternahmen wir noch zwei weitere Spaziergänge in der Nähe des Visitors Center,

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    von denen einer leider durch einen temporären Flußlauf nicht allzu weit begehbar war.

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    Derselbe Fluß verhinderte auch, dass wir mit dem Auto weiter Richtung Westen kamen. Es war aber mittlereweile auch schon kurz nach 15 Uhr, so dass wir unser Gepäck holten und zum Flughafen von Alice Springs fuhren. Free WIFI verkürzte die Wartezeit bis zu unserem Qantas Flug nach Darwin.
    Wir erreichten den Flughafen Darwin schließlich pünktlich kurz nach 19 Uhr. Nachdem wir hier unseren Mietwagen, erneut einen Hyundai i30, in Empfang genommen hatten, fuhren wir zu unserem gebuchten Hotel, der Mirambee Travel Lodge. Ehe wir eincheckten, deckten wir uns aber noch im Woolworth auf der anderen Straßenseite mit Verpflegung für die folgenden vier Tage ein.
    Es war nun zwar schon kurz vor neun, aber noch immer warm, min. 30 Grad, und tropisch luftfeucht - herrlich!!! Nach dem Einchecken machten wir uns deswegen schnurstracks auf den Weg (oder besser Sprung :RpS_biggrin:) in den schönen Hotelpool. Hier konnten wir nun vom Wasser aus, bei einem kühlen Getränk, die über uns flatternden Flughunde beobachten. Endlich hatten wir das kalte und verregnete Outbacks hinter uns gelassen.
    Das wir uns hier in Darwin gerade in den Tropen zur Regenzeit befanden, und das auch für einige uns bevorstehende Strecken Straßenüberflutungen gemeldet wurden, blendeten wir heute Abend erstmal aus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. August 2012
  18. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 30: Darwin - Litchfield Nationalpark, (212 km)

    Gegen 8 Uhr checkten wir aus, verstauten unser Gepäck im Auto, ließen dieses auf dem Hotelparkplatz stehen und unternahmen erstmal einen Stadtrundgang durch Darwin. Bei schon am Morgen brütender Hitze folgten wir erneut dem LP Vorschlag. So kamen wir nach der St. Marys Cathedral,

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    zunächst an der Aborigine Rechtsvertretung vorbei, deren Hauptsitz eher wie ein Nachtclub wirkte (und in dessen näherer Umgebung sich auch einige befanden) :RpS_biggrin:.

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    Daraufhin verlief die Route über die Fußgängerzone

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    bis zum Civic Square.

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    Von hier machten wir einen kurzen Abstecher zum größten chinesischen Tempel der Stadt,

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    ehe es wieder Richtung Süden ging. Hier sahen wir uns unter anderem das Government House,

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    den Supreme Court der Northern Territories

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    und die Öllagertunnel des zweiten Weltkrieges an (von außen).

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    Nach einer kurzen Pause an einem kleinen Strand

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    ging es schließlich die Esplanade entlang, zurück zum Hotel. Einen kurzen, heftigen Regenschauer nutzten wir um etwas länger als nötig in einem Souvenirladen zu stöbern :RpS_biggrin:.
    Gegen zehn Uhr verließen wir Darwin Richtung Süden (wohin auch sonst). Unser heutiges Ziel war der Litchfield Nationalpark, welcher vor allem für seine Wasserfälle bekannt ist. Nach einer eher langweiligen Fahrt erreichten wir kurz vor zwölf den Litchfield Tourist Park, wo wir heute die einzigen Touristen waren und eine einfache Cabin für 40,- AUD die Nacht bezogen.

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    Auf einer kleine Runde über den recht netten Campingplatz entdeckten wir hoch oben in den Bäumen zwei Rabenkakadus, nach denen übrigens der berühmte Kakadu Nationalpark benannt ist.

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    An der Rezeption erhielten wir eine Karte des Nationalpark und den Hinweis, dass wir uns am heutigen Sonntag auf zahlreiche Tagesausflügler aus Darwin einstellen sollen.
    Wir beschlossen einfach, die Karte Punkt für Punkt abzuarbeiten. Somit war unser erstes Ziel die etwa 30km vom Tourist Park entfernten Hügel der Kompasstermiten.

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    Diese Hügel sind so gebaut, dass sie zwei extrem schmale und zwei breite Seiten haben. Die schmalen Enden sind dabei exakt in Nord-Süd Richtung ausgerichtet, damit die Hitzebestrahlung durch die Sonne zur Mittagszeit möglichst gering ist. Leider war das die Hügel umgebene Gras so hoch, dass man so gut wie nichts von ihnen sah.
    Dafür war nebenan ein beeindruckender, ungefähr fünf Meter hoher, "normaler" Termitenhügel aus nächster Nähe zu bestaunen.

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    Von hier ging es weiter zu den Buley Holes, einer Folge mehrere Stromschnellen, in deren Becken die besagten zahlreichen Ausflügler badeten. Wir blieben nur kurz und fuhren weiter zu den Florence Falls.

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    Auch hier badeten ziemlich viele Leute im Becken des imposamten Wasserfalls, und wir gesellten uns diesmal dazu.
    Nach einer Weile zog schließlich eine ziemlich bedrohlich wirkende Wolkenfront auf, und wir verkrümelten uns wieder, einem schönen Waldweg folgend, zum Auto.

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    Leider waren wir etwas zu spät dran und wurden voll von einem heftigen Schauer erwischt - was bei der Hitze eigentlich gar nicht so unangenehm war :yes3:.
    Da wir auf einen nur kurzen Schauer hofften, setzten wir einfach unsere Rundfahrt fort und fuhren zu den Tolmer Falls. nachdem wir dort 5 Minuten auf dem Parkplatz abgewartet hatten, kam auch schon wieder die Sonne heraus

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    und wir liefen zu dem ebenfalls sehr beeindruckenden Wasserfall.

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    Wieder am Auto angekommen war es nun schon kurz vor sechs Uhr und wir fuhren zurück zum Tourist Park. Hier bekamen wir dann schließlich auch noch unsere fehlende "wildlife-Dosis" :RpS_biggrin: für diesen Tag. Direkt von unserer Cabin aus konnten wir zahlreiche Wallabies beim Fressen und Umhertollen auf dem angrenzenden Feld beobachten.

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  19. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
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    Tag 31: Litchfield Nationalpark, (144 km)

    Frühstück im Bett mit Blick aus dem Fenster auf ein Feld voller Wallabies - ein perfekter Start in den Tag :RpS_biggrin:.
    Gegen halb neun brachen wir erneut in den Litchfield NP auf. Unser erstes Ziel waren heute die Tolmer Falls, an welchen wir gestern, des unsicheren Wetter wegens, eine 2 km Wanderung ausgelassen hatten. Auf der Fahrt dahin, kreuzten zunächst zwei Dingos,

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    sowie eine Kragenechse (leider extrem weit entfernt) unseren Weg.

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    Die Wanderung selbst war dann zwar ganz nett, aber nicht weltbewegend.

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    So ging es weiter in den Park hinein, bis zu den tosenden Wangi Falls.

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    In der Trockenzeit ist es möglich im Becken des Wasserfalls zu baden. zur Regenzeit ist dies aus nachvollziehbaren Gründen untersagt. (Eigentlich hätten wir uns gefreut ein Krokodil vor die Linse zu bekommen.)

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    Wir wanderten an einer Seite der Wasserfälle hinauf, kreuzten oben, wo es einen beeindruckenden Ausblick über den Nationalpark gab,

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    deren Zufluss, und stiegen auf der anderen Seite wieder hinab. Am Parkplatz angekommen trafen wir schließlich noch auf eine Gruppe Wallabies.

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    Außerdem bekam man hier einmal mehr den Stellenwert des Barbeque in der australischen Gesellschaft vor Augen geführt.

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    Von hier aus machten wir uns wieder auf den Weg zurück. Auf die ausgedehnte Wanderung am Cascades Creek verzichteten wir im Angesicht eines näher rückenden Unwetters. Da aber irgendwie einfach kein Regen einsetzen wollte, starteten wir kurz darauf am Greenant Creek eine 4 km lange Tour. Diese führte durch dichten Wald

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    bis zu einem weiteren Wasserfall hinauf.

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    Dummerweise überraschte uns genau hier, am vom Auto entferntesten Punkt, ein kräftiger Regenguss. Aber nicht nur wir wurden nass.

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    Am Auto angekommen, kam auch schon die Sonne wieder raus. So fuhren wir nochmals zu den zwei Badestellen des Vortags. An den Buley Holes waren heute nur drei Leute am Wasser,

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    das Becken der Florence Falls hatten wir sogar ganz für uns alleine.

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    Am Vortag hatten wir hier einige Leute schnorcheln sehen, weswegen wir heute auch unser Equipment dabei hatten. Wir haben keine Ahnung, was sonst so in unteren Becken von Wasserfällen zu sehen ist :RpS_biggrin:, aber die eher farblos und "gewöhnlich" aussehenden Fische, sorgten nicht unbedingt für Begeisterungsstürme.

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    Bevor wir wieder ganz zurück zum Tourist Park fuhren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Sumpf-ähnlichen Gebiet, um nach Vögeln Ausschau zu halten.

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    Wegen eher mäßigem Erfolg kehrten wir dann aber doch recht schnell wieder zurück zu unserer Cabin, um einmal mehr dem abendlichen Treiben der Wallabies beizuwohnen.

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  20. Elisabetha

    Elisabetha Reisefuchs

    Registriert seit:
    3. Februar 2012
    Beiträge:
    100
    KLasse Berichte von dir! Vielen Dank und ein dickes Lob, das macht richtig Spaß zu lesen und zu schauen und ich bekomm lust wieder zu reisen. DANKE! :)
     

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