Japan im Winter - Nichts für Frostbeulen!

Dieses Thema im Forum "Asien Reiseforum" wurde erstellt von Kitakinki, 18. März 2018.

  1. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Hm, Erdbeer-Sandwich!!
    Wobei - manches von dem, was Du da so verzehrst finde ich durchaus - grenzwertig :RpS_biggrin:

    Danke für die Eindrücke - Japan im Winter ist definitiv nix für mich!
    LG
    Gusti
     
  2. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Wobei ich die Idee gar nicht so verkehrt finde. Toast ist ja auch sehr süß. Hoffentlich ist bald bei uns Erdbeerzeit :RpS_blushing:

    Mit der Fahrt von Abashiri nach Sapporo war der "harte" Teil der Reise beendet, der Rest bestand aus Freunde treffen und planlosen Tagesausflügen.

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    Seit letztem Jahr werden einige Zugläufe von Abashiri nach Sapporo in Asahikawa gebrochen, ab dort ist die Strecke elektrifiziert. Die Dieseltriebwagen aus der Staatsbahnzeit kommen zudem so langsam in ein gesegnetes Alter. Über fünf Stunden für 370 km sind auch keine konkurrenzfähige Zeit.

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    Ein letztes Mal richtig Schnee... von wegen.

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    In Sapporo bei meinen Bekannten angekommen musste ich erstmal auf's Klo.

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    Butter im Supermarkt, 200 g für 3,20 €! Japan hat nämlich schon seit Jahren ein Butterproblem, die Landwirtschaft auf Hokkaido leidet wie im Rest Japans an Überalterung und die Milchproduktion kommt nicht so richtig aus dem Knick, was auch daran liegt dass die Japaner einfach nicht so viel Milchprodukte verzehren bzw. vertragen.
    Besonders widerlich finde ich den Butter aus der Tube, links oben.

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    Habe mir dann noch eine schöne Melonen-Eiswaffel mitgenommen, mit sagenhaften 6 % Fruchtsaft drin. Das Halsweh war schließlich abgeheilt!
     
  3. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Am nächsten Tag war in Sapporo Schneesturm angesagt, JR Hokkaido stellte präventiv fast den gesamten Betrieb ein und im Fernsehen liefen Warnungen, man solle bloß nicht rausgehen. Grund war ein Sturm vor einigen Jahren, da hatte es die Autos auf den Straßen eingeschneit und fünf Leute starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung.

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    Es schneite dann auch recht stark, hier der Ôdôri-Park mit dem Fernsehturm.

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    Blöderweise hatte ich mich mit einer Bekannten in Susukino verabredet. Mit Wanderstiefeln war das aber kein Problem.

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    Wirklich glatt war es auch nicht, es herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt und der Schnee war nass und schwer.

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    Ehemalige Präfekturverwaltung (Akarenga).

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    Laut dem Herrn Google war das Museum der Wasserversorgung geöffnet. Leider wusste der Herr Google aber nichts von der Winterpause.

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    Marugame Seimen (das weiße Schild) ist eine Restaurantkette für Udon. Beim HottoMotto gibt's Bento-Boxen, meiner Meinung nach ein ziemlicher Fraß.

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    Abends war der Plan mit meinen Bekannten zum Tischgrill zu fahren. Erstmal das Auto freischaufeln!

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    Abgesehen davon dass es wieder nach Rauch und Fett stank, ich bin nicht so der Freund von Flatrate-Essen, da esse ich dann zuviel und mir ist schlecht. Man könnte sich natürlich auch einschränken...

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    Nachts in Sapporo.
     
  4. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Erdbeer-Sandwich ist doch okay, ich stand als Kind auf Bananenbrot :lecker:
     
  5. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Dann war leider schon die Zeit gekommen vom ganzen Schnee Abschied zu nehmen.

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    Von Sapporo nach Utsunomiya muss man zweimal umsteigen, einmal in Shin-Hakodate-Hokuto vom Schmalspur-Express in den Shinkansen und dann in Sendai vom "Hayabusa" in den "Yamabiko", Ersterer hält nämlich nicht in Utsu.

    In den 80ern war das noch nicht so einfach, wie man aus dieser alten Aufnahme der Schaffnerdurchsage hören kann:



    Der Schnellzug "Ôtori" aus dem Jahr 1986.

    Abfahrt in Sapporo: 15.00
    Ankunft in Hakodate: 19.25
    Ablegen der Fähre "Hakkoda-maru" nach Aomori: 19.40
    Ankunft in Aomori: 23.30
    Abfahrt des Nacht-Schnellzuges "Hakutsuru" nach Ueno: 23.59
    Ankunft Ueno: 09.18

    Da ist das heute schon angenehmer.

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    Ich hatte nachmittags um drei in Utsunomiya ausgemacht, also musste ich zeitig los und erst einmal den Bummelzug nach Sapporo nehmen.

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    Wie immer war es saukalt.

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    In Sapporo folgte dann der Umstieg in den Express.

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    Mmh, Melonpan und Dosenkaffee!

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    In der Nähe des Bahnhofs Minami-Chitose.

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    Der Horohoro-Berg in der Ferne.

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    Das ist schon ein gutes Stück weiter südlich, nämlich der Zaô zwischen Sendai und Fukushima.

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    Und so schaut es bei meinem Spezi in Utsunomiya vor der Haustür aus. Es hatte 15 Grad, und ich eine lange Unterhose sowie Stiefel an. Habe ganz schön geschwitzt und die Wintersachen erst einmal weggepackt.
     
  6. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Utsunomiya, eine eigentlich hässliche Präfekturhauptstadt die als Umsteigebahnhof nach Nikkô trotzdem recht viele ausländische Besucher hat. Wobei die den Bahnhof kaum verlassen dürften und daher nie den Interpark zu Gesicht bekommen, eine typisches Einkaufszentrum. Außerhalb gelegen, riesiger Parkplatz (Japaner außerhalb der großen Ballungszentren fahren lieber Auto als Zug), alle möglichen Geschäfte und Restaurants drumherum. Wer kein Auto hat kann vom Bahnhof Utsunomiya aus einen Pendelbus nutzen, der nächstgelegene Bahnhof Suzumenomiya ist ca. 3 km weg, so weit läuft kein Japaner.

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    Die Katzen im Haus meiner "Gasteltern". Der Kater vorn war vor zehn Jahren noch dick und rund, hat aber in den letzten Jahren immer mehr abgenommen. Ist schon ein alter Knabe.

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    Ausflug in ein Cafe namens "Erika" in Mashiko, im Osten der Präfektur Tochigi. Die Stadt ist für ihre Keramik bekannt, deswegen sind die Ebi-Sandwiches auch auf so einer komischen Schale.

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    So ein gutes Hirekatsu-Sandwich hatte ich noch nie gegessen. Da braucht mir keiner mit Sushi daherkommen.

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    Der Kaffee kam aus dem Siphon, das Service wäre mir etwas zu intensiv in der Farbe.

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    Neben dem Cafe war ein Keramikladen, bis oben hin vollgestopft mit Töpferwaren.
     
  7. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Als letzte Station der Reise stand noch Osaka auf dem Plan. Dieses Mal hatte ich dort nur fünf Nächte, da war es recht schwierig alle meine Bekannten unter einen Hut zu bringen.

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    Im Shinkansen von Utsunomiya nach Tokio.

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    In meiner Tasche fand ich noch eine Dose Sapporo, gekauft am Shinkansenbahnhof in Hakodate. Da man sich ja den Landessitten anpassen soll: Eine Tüte Reiscracker mit Erdnüssen (Kakipii) beim Waggonverkauf erworben, die Schuhe ausgezogen und die Dose aufgemacht. War lauwarm, pfui deife.

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    Meine Unterkunft war ein AirBNB in Nishinakajima, das liegt zwischen Shin-Osaka und dem Bahnhof Osaka. Man könnte die Strecke auch laufen, war mir mit Koffer aber zu dumm, also eine Station mit der U-Bahn gefahren (welche bis zum Yodogawa oberirdisch verkehrt). Es kam ein Zug der Kita-Ôsaka-Kyûkô-Bahn, welche die Strecke ab Shin-Osaka bis nach Senri-Chûo betreibt.

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    Nach Nakamozu möchte ich nicht fahren, das liegt in der Stadt Sakai, da spricht man einen sehr rauen Dialekt von allgemein schlechter Reputation.
    Mittlerweile ist die städtische Ubahn Osakas Geschichte, am 1. April hat man die Gesellschaft privatisiert. Die Aktien befinden sich im Besitz der Stadt, durch die Privatisierung werden vor allem diverse Beschränkungen bei Kündigungsschutz, Überstunden etc. gelockert.
    Die Ubahn Osaka war 1933 die erste Ubahn in öffentlicher Hand (die Ubahn in Tokio wurde von einem Privatmann angestoßen, 1941 verstaatlicht, firmierte dann bis zur Wieder-Privatisierung 2004 als Teito Hochgeschwindigkeitstransport-Gesellschaft). Das alte Logo ist Geschichte, jetzt hat man so ein stilisiertes M.

    Vielleicht produziert man ja jetzt auch so schöne Werbespots wie die Tokyo Metro?



    Aragaki Yui im Yukata :RpS_wub:

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    Bedingt durch meine späte Ankunft um kurz nach zehn hatte ich keine Lust mehr nach Umeda zu fahren. Direkt vor meiner Unterkunft war zum Glück eine Boazn für Teppanyaki und Okonomiyaki.
    Außerdem noch so ein Massage-Geschäft bei dem man sehr wahrscheinlich ein glückliches Ende bekommt, denn nur für eine Massage waren die Preise zu hoch. Außerdem haben die Therapeutinnen da beim Handzettelverteilen keine Haarreifen mit Katzenohren dran auf...
     
  8. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Tagesausflug nach Nagoya. Da könnte man schon einen Tag sinnvoll verbringen, im Toyota-Museum, dem Eisenbahnmuseum von JR Central, der Burg (Nachbau), der Burg von Inuyama (Original)... dummerweise kenne ich das aber schon alles.

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    Daher blieb's bei dem Treffen mit einer Bekannten. Nagoya ist sonst auch recht hässlich.

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    Wir waren dann in einem Kaffeehaus in der Ôsu-Einkaufsstraße, da war die Inneneinrichtung noch aus der Zeit Kaiser Hirohitos. Die Sandwiches waren auch nicht so besonders, kein Vergleich mit dem Cafe in Mashiko.
    Meine Bekannte ist eigentlich Domina und ich war mal wieder erstaunt was die Japaner für Saubären sind.
     
  9. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Am nächsten Tag hatte ich Abends eine Verabredung, war aber tagsüber frei und nahm den Schnellzug um sieben Uhr morgens nach Kokura, das liegt am Nordzipfel der Insel Kyushu.

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    Morgensonne am Bahnhof Shin-Osaka.

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    Das ist nicht Venedig sondern ein Nachbau, hingestellt von einem Unternehmen welches in ganz Japan Hochzeiten organisiert. Da gibt's dann auch einen weißen Ausländer der Pfarrer spielt.

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    Am Bahnhof Mojikô gibt es ein kleines Eisenbahnmuseum, der Gekkô (Mondlicht) verkehrte in den 70ern als Nachtzug zwischen Osaka und Fukuoka.

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    Vom Aussichtsturm hat man einen schönen Ausblick auf die Kanmon-Brücke zwischen Honshû und Kyûshû. Kanmon ist ein Kofferwort aus Kan (関) für Shimonoseki (下関) und Mon (門) für Moji (門司).

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    Shimonoseki, westlichste Stadt auf Honshû auf der anderen Seite der Kanmon-Straße.

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    Die Bahnanlagen in Mojiko sind mittlerweile größtenteils unbenutzt.

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    Unterhalb der Kanmon-Brücke gibt es einen Fußgängertunnel auf die andere Seite, ich habe dann aber die Fähre benutzt.

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  10. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    In Shimonoseki kommt man direkt am Karato-Fischmarkt an, da hatten um diese Zeit (kurz nach Mittag) die meisten Stände aber schon zu.

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    Der heilige Franz-Xaver erreichte 1549 als erster Missionar Japan.

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    Bekannt ist Shimonoseki vor allem für Kugelfisch (Fugu), hier frittiert serviert.

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    Und für Walfleisch, die japanische "Forschungs"flotte läuft von Shimonoseki aus und wieder ein. Das hier nennt sich Kujira no Tatsutaage, Wal frittiert nach Tatsuta-Art, also eingelegt in Sojasoße, Mirin und frittiert mit einer Panade aus Hundsveilchenmehl. Hat dadurch keinen Eigengeschmack mehr und könnte auch irgendwas anderes sein. Mit dem Fugu hat das Mittagessen ca. 25 Euro gekostet, vergleichsweise teuer.

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    Der Akama-Schrein in der Nähe des Fischmarktes ist dem Kaiser Akama aus dem 12. Jahrhundert geweiht, der ertrank mit sechs Jahren in der Seeschlacht von Dan-no-Ura.

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    Wer das genauer wissen will muss "Die Geschichte der Heike" lesen, ein Epos aus dem 14. Jahrhundert welches sich mit dem damaligen Kampf der Taira und der Minamoto um die Vorherrschaft in Japan beschäftigt.

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    In diesem kleinen Museum ist die Unterzeichnung des Vertrags von Shimonoseki (1895) nachgestellt. Damals zwang Japan China zur Abtretung diverser Gebiete (u.a. Taiwan). Der damalige Premierminister Ito Hirobumi kam aus der heutigen Präfektur Yamaguchi (deren Hauptstadt Shimonoseki ist), genau so wie der heutige Premier Abe Shinzo.

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    Diese alte Kiste (Baujahr 1971) ist nur für den Verkehr zwischen Shimonoseki und Kokura zuständig, denn die Schienennetze der beiden Inseln Honshu und Kyushu haben unterschiedliche Netzspannungen.
     
  11. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Abends zurück in Osaka. Hier sehen Sie das Polizeirevier von Sonezaki gegenüber des Bahnhofs Osaka, bekannt durch die ständigen Durchsagen im umgebenden Vergnügungsviertel dass aggressive Kundenwerbung verboten ist.

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    In der Ubahn nach Tennôji. Die Station Dôbutsuen-mae ist bekannt für den Tierpark. Oder für den Rotlichtbezirk, je nachdem was man sucht.

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    Mit einem Spezi war ich dann in einer Boazn mit Einheitspreis-System, alles kostet 300 Yen (2,50 €). Bekannt ist diese Art des Abrechnens von der Yakitori-Kette "Torikizoku" (Vogeladel), dieser Laden hier war etwas nobler gestaltet.

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    Gegrillte Makrele. Schmeckt wie Steckerlfisch daheim.

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    Ein Alcopop mit Calpis.

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    In Tennôji kam dann eine Ubahn nach Nakatsu, das ist eine Station vor meiner. So ein Blödsinn.

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    So war mir dann auch zu Mute.
     
  12. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Ooookay, jetzt, ...
     
  13. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Sie hat auch einen schönen Blog mit vielen Bildern ihrer Tätigkeit, nur ist der nicht geeignet um hier verlinkt zu werden :RpS_blushing:
     
  14. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Domina? Das war doch der Beruf im Lederhandwerk mit 6 Buchstaben? :flucht1:

    Ach, Ihr kennt "Frühstück bei Stefanie" ja doch nicht. :no3:


    Gruß, Matthias
     
  15. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Bei Radiocomedy schalte ich immer sofort um. Schlimmer sind nur Anrufe von irgendwelchen geistig verwirrten (= alle) Zuhörern. Oder Aufnahmen in denen Hörer sagen was der Sender doch für eine tolle Musik spielt. Oder dumme Gewinnspiele. Ich bin einfach kein Radiohörer :rolleyes3:

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    Kobe bei Regen. In der Nähe des Bahnhofs Shin-Kobe hat das Takenaka-Baukonglomerat ein Museum über japanische Zimmermannskunst hingestellt, sehr interessant, die Japaner bauen ja so ganz ohne Nägel. Hier sieht man hinter dem Taxi das berühmte Kaffeehaus Nishimura, überteuert und auch gar nicht so gut. Fast wie in Wien :01:

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    In Japan gehe ich fast nie zum Chinesen. In Deutschland bekommt man nur Ente knusprig, das hier war Shanghai-Küche und mal was anderes. Ob jetzt wirklich original oder an den japanischen Geschmack angepasst... keine Ahnung. Der Grund für das Foto war allerdings der Mazda 2, mein Bruder hatte sich kurz davor auch einen gekauft.

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    "Smombies" sind auch in Japan ein Problem. Der japanische Ausdruck dafür ist "Sumaho-aruki", gehen mit dem Schlaufon.

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    Wenn man die Toilette länger als 30 Minuten blockiert kommt jemand vorbei und schaut warum man so lang braucht. Ob da ein Sensor unter dem Sitz ist?
     
  16. masi1157

    masi1157 Reisefuchsforum Legende

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    Ohne Frage gibt es grauenhafte Radiocomedy. Es gibt (gab) aber auch sehr intelligent gemachte, und die Sachen von Harald Wehmeyer gehör(t)en fast alle dazu. Leider hat der aufgehört, man kommt also nicht mal mehr in die Verlegenheit, weiterzuschalten.


    Gruß, Matthias
     
  17. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Vorletzter Reisetag, Übernachtung in Tsurumi, das gehört zu Yokohama und hat eine Zugverbindung ohne Umstieg zum Flughafen Haneda.

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    Noch einmal mit dem Schimpansen fahren.

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    Das obligatorische Süßgetränk vom Ausbeuter darf natürlich auch nicht fehlen.

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    Schilder in Nagatachô, dem Zentrum der japanischen Bürokratie. Am rechten Bildrand das Todôfuken-Kaikan, da haben 44 Präfekturen ihre ständige Vertretung in der Hauptstadt drin. Tokio hat verständlicherweise keine, und Hokkaidô ein eigenes Büro einige hundert Meter weiter... da nur Hokkaidô ein "Dô" ist müsste das Gebäude also Tofuken-Kaikan heißen :nod:
    Eigentlich war ja geplant eine Freundin in Yokohama zu besuchen, die konnte allerdings kurzfristig nicht, weswegen wir das Treffen auf den nächsten Morgen verschoben. Was macht man jetzt in Tokio wenn man Tokio gar nicht leiden kann und auch nicht in's Soapland gehen will?

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    Genau, das Kabukiprogramm studieren und sich im Nationaltheater eine Aufführung von "Zôho Chûshingura" mit Nakamura Ganjirô IV (rechts) und "Kamiyui Shinza" mit Onoe Kikunosuke V (links) ansehen. Letzterer ist eigentlich eher für seine Frauenrollen bekannt, spielt hier aber einen jungen Friseur welcher ein Mädchen entführt um Lösegeld zu erpressen.

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    Es hätte noch eine Aufführung in der Kabuki-za auf der Ginza gegeben, da laufen die bekannteren Stücke und Bandô Tamasaburô III hätte mitgespielt... allerdings schätze ich persönlich die werktäglichen Aufführungen im Nationaltheater, die sind nämlich immer nur zur Hälfte gefüllt.

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    Das Theater ist aus den Sechzigern. Sieht man...

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    Mit dem Bus vom Theater nach Shibuya zu fahren ist nicht die beste Idee, der steht dann auf der Aoyama-Dôri im Feierabendverkehr :embarrassed:
     
  18. Kitakinki

    Kitakinki Erfahrener Reisefuchs

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    Nächster Halt: Gotanda! Bekannt für allerlei unanständige Etablissements.

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    Freitagabend in der Keihin-Tohoku-Bahn nach Süden :rolleyes1:

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    Noch einmal Tonkatsu im Department-Store neben dem Hotel am Bahnhof Tsurumi.

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    Ein Vorteil am Bahnhof Tsurumi ist auch der nahegelegene Buchhandel. Da gibt es eine kleine Ecke mit Zeitschriften und ein paar Büchern, der Großteil besteht aber aus DVDs und Büchern für Erwachsene :D

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    Eigentlich war ich satt - neben dem Hotel gibt's allerdings so eine Boazn die mich bei jedem Aufenthalt in jenem Hotel verführerisch anlacht. Da kommen die Geschäftsleute hin um vor der Fahrt nach Hause noch schnell etwas zu essen, die Luft ist geschwängert von Tabak, Fett, Schweiß und dem Rauch des Yakitori-Grills.

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    Yokohama am nächsten morgen. Meine Freundin und ihr Mann hatten einen Termin in der Nähe, sie lassen ein Haus bauen und vergeben den Auftrag wie in Japan so üblich an einen Generalunternehmer. Außerdem war sie im Miele-Showroom und möchte jetzt unbedingt eine Spülmaschine von Miele. Würde ich ja nicht machen, die Dinger sind in Japan noch teurer als bei uns und was der Kundendienst bei einer Reparatur verlangt will ich gar nicht erst wissen.

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    Viel Zeit hatten wir nicht, mein Flug ging um kurz nach Mittag. In Richtung Haneda Domestic Terminal gibt's zum Abschied "Sekai ni hitotsu dake no hana" von SMAP als Bahnhofsmelodie :eek:



    Die haben sich im letzten Jahr unter riesigem Medienrummel aufgelöst. Man kann nur hoffen dass keiner von denen jemals wieder singt...

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    Als Gewohnheitsmensch durfte das letzte Tempura-Soba am Flughafen nicht fehlen.

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    Da sich der Fuji während meiner Zugfahrten dieses Mal in den Wolken versteckt hatte... Glück gehabt!
     

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