Natur und Tiere im Norden: Reisebericht Alaska

Dieses Thema im Forum "USA Forum - Kanada Forum" wurde erstellt von Bandanar, 14. September 2017.

  1. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Wow, tolle Fotos. Und toller Bericht. Bin gespannt auf die Fortsetzung.
     
  2. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    Ohh - liebe kleine Teddybären - sind aber nicht von Steif :RpS_biggrin:
     
  3. Umi

    Umi Reisefuchsforum Legende

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    Das sind wirklich tolle Bilder, bin auch gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße

    Gerhard
     
  4. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    11. Tag: McNeil River

    Ich machs kurz. Auch heute waren wir nochmal den ganzen Tag unterwegs zur Bärenbeobachtung, allerdings nicht ganztags am Stück. Da nicht mehr alle Teilnehmer so enthusiastisch waren wie wir, hatten wir uns darauf verständigt drei "kürzere" Touren zu machen. Am Morgen gings zum McNeil River, am Nachmittag und Abend dann mehr in Richtung Mikfik River. Egal wo und wann, Bären gabs wieder ausreichend. Glücklicherweise besserte sich das Wetter auch wieder. War es am Vormittags noch regnerisch, so begann es im Laufe des Nachmittag wieder aufzuklaren.

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  5. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    12. Tag: McNeil River - Homer

    Am heutigen Morgen (sowie bereits am Abend zuvor) war es ziemlich eng in der Allzweckhütte. Denn am Vortag waren bereits die nächsten glücklichen Gewinner der Lotterie eingetroffen. Während diese nun für das erste Bärenwatching gebrieft wurden, war nach vier Tagen unser Permit dafür leider abgelaufen. Aber auch so wurde uns die Zeit bis zu unserem Rückflug, welcher gezeitenbedingt erst 16:30 Uhr stattfinden konnte, nicht allzu langweilig. Nachdem wir erst mal unsere Campingausrüstung zusammengepackt hatten, machten wir einen kurzen Rundgang durchs Camp, und trafen prompt auf die hier heimische Familie Fuchs.

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    Nachdem wir die Tiere eine Weile beobachtet hatten, war die nächste Aufgabe des Tages der so genannte "water-run", welchen jede Gruppe einmal während ihrer Anwesenheit durchzuführen hat. Hierbei geht es einfach darum, die Trinkwasservorräte des Camps wieder aufzufüllen. Begleitet von einem Ranger ging es hierzu in versammelter Mannschaft mit mehreren Schubkarren und großen Wasserkanistern zu einem kleinen Creek. Hier wurden die Kanister aufgefüllt, wieder aufgeladen und zurück zum Camp gebracht. Das Ganze ist natürlich schneller geschrieben, als es tatsächlich ablief. Zum einen war es recht mühsam die Schubkarren (speziell auf dem Rückweg) über Stock und Stein sowie durch Schlamm zu schieben. Zum anderen dauerte es auch eine ganze Weile, ehe die Kanister in dem kleinen, beschaulich vor sich hin plätschernden Bachlauf gefüllt werden konnten. Aber wir hatten ja Zeit. Die nächste Amtshandlung war schließlich der sogenannte "treasure-hunt " auf der Landzunge. Dabei spazierten wir, natürlich mit Rangerbegleitung, den Strand entlang,

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    und sammelten ein, was die letzte Flut angespült hatte, hier aber nichts zu suchen hat. Erfreulicherweise beschränkte sich das auf wenige winzige Plastikteilchen. In manch anderen Weltregionen könnte man diese Aktivität eigentlich gleich ganzen Buslandungen an Touristen anbieten, welche von einem Schwerlaster begleitet werden. Ließe sich vielleicht als Ökotour vermarkten ... :RpS_biggrin:
    Nebenbei hatten wir auch noch die Gelegenheit einige Adler und natürlich auch nochmal ein paar Bären beobachten zu können.

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    Und noch andere seltsame Wesen, kamen ins Blickfeld:

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    Wieder zurück im Camp sorgte für allgemeines Erstaunen was man mit dem nötigen Können mit einem angespülten Stück Seetang (o.ä.) anstellen kann: siehe hier. (anklicken -> 15 Sekunden warten -> .mov downloaden -> ansehen - ist umständlich, lohnt aber :dance5:)

    So verging die Zeit wie im Flug und kurz nach 16 Uhr beluden wir schließlich die Schubkarren mit unserem Gepäck und machten uns auf den Weg zur Anlegestelle des Wasserflugzeugs.

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    Mit etwas Verspätung traf Jimmy schließlich ein und "parkte" neben einem Bären.

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    Dieser ließ sich vom Boarding allerdings glücklicherweise nicht stören und so erhoben wir uns wenige Minuten später bereits wieder in die Luft. Diesmal hatte ich das Glück mit im Cockpit Platz nehmen zu dürfen.

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    Nach gut einer Stunde Flugzeit mit schönster Aussicht landeten wir schließlich wieder in Homer.

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    Wir luden unser Gepäck ins hier geparkte Auto und fuhren erst mal kurz zum Check-in erneut in die Beluga Lake Lodge. Die verbliebene Zeit bis zum Sonnenuntergang nutzten wir anschließend noch für einen weiteren kurzen Besuch des Homer Spits (diesmal mit dem Auto), für Einkäufe, für ein Abendessen bei McDonalds sowie für Elchsuche von einer der Aussichtsplattformen über die Wetlands. Hier hatten wir tatsächlich das Glück, unseren ersten männliche Elch (wenn auch nur einen kleinen) in freier Wildbahn beobachten zu können.

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    Kurz nach dem Sonnenuntergang, also gegen 23 Uhr, gings schließlich zurück ins Hotel.
     
  6. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    13. Tag: Homer - Valdez

    Zunächst erst mal keine Bären mehr - versprochen :biggrin2:

    Heute stand eine lange Etappe auf dem Plan, denn das Ziel hieß Valdez, eine vor allem durch die Ölindustrie bekannte Stadt im Nordosten des Prince William Sound. Da die Gesamtstrecke mit dem Auto von Homer 835 km beträgt, hatten wir uns entschieden nur bis Whittier im Nordosten der Kenai Halbinsel zu fahren und von da den Alaska Marine Highway, d.h. die Fähre, zu nutzen.

    6:00 Uhr saßen wir im Auto und los gings. Bei leichtem Nieselregen ließen wir Homer hinter uns und fuhren zunächst bis in den Ort Kenai. Diesen Umweg legten wir ein, da wir etwas von einer Karibuherde gelesen hatten, welche in der Umgebung dieses Ortes heimisch ist und gut zu beobachten sei. Da etwas Zeit war, versuchten wir unser Glück. Außer Karibu Viewpoints, Warnhinweisen in Form von Verkehrsschildern sowie den allgegenwärtigen Elchen, haben wir allerdings nichts entdecken können.

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    Weiter gings von hier, wetterbedingt ohne größere Pausen, bis zum Anton Anderson Memorial Tunnel, der einzigen Straßenzufahrt nach Whittier. Die Besonderheit des Tunnels ist, dass er nur eine Fahrspur hat, welche man sich auch noch mit der Eisenbahn teilen muss. Das hat zur folge, dass der Tunnel je Stunde nur für 15 Minuten (jeweils getrennt pro Richtung) für den Autoverkehr frei gegeben ist. Wir hatten Glück mit dem Timing, bezahlten die Maut, und konnten direkt ohne Wartezeit durchfahren.

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    Hat man den Tunnel durchquert kommt man auch schon direkt in die wohl seltsamste Stadt Alaskas. Whittier wurde im 2. Weltkrieg als Militärstützpunkt gegründet. Sämtliche heutigen Einwohner leben noch immer alle in einem der damals errichteten Wohnblöcke. Dieser beherbergt auch beinahe die gesamte Infrastruktur der Stadt: Behörden, Läden, Hotel, Post, Krankenhaus, Schule usw. Außerhalb gibt es nur noch das Fährterminal sowie ein paar wenige Souvenirshops und kleine Restaurants am Hafen.

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    Wir tauschten unsere online gebuchten Fährtickets an einem Schalter gegen die Bordkarten für die Fähre um und hatten nun ca. drei Stunden Zeit. Da der Ort dem Sprichwort "The weather is shittier in Whittier" alle Ehre machten, beließen wir es bei einem kurzen Hafenrundgang in strömendem Regen und schlugen anschließend die Zeit im Fährterminal tot. Glücklicherweise startete das Boarding nahezu pünktlich um 14 Uhr.

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    Wir fuhren das Auto in den Frachtraum, suchten uns einen gemütlichen Fensterplatz an Bord, und freuten uns auf die Fahrt quer durch den Prince William Sound.

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    Das Wetter besserte sich während der gesamten 5,5 Stunden Überfahrt kein bisschen. Somit bekamen wir leider kaum etwas von der sicherlich schönen Berg- und Gletscherlandschaft mit.

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    Immerhin konnten wir hin- und wieder Delfine, Otter und Seelöwen entdecken.

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    Pünktlich um 19:30 Uhr erreichten wir schließlich Valdez, wo es noch immer regnete.

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    Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, sollte das Wetter zu schlecht sein, eine feste Unterkunft zu suchen. Dummerweise wussten wir nicht, dass am morgigen Tag das "Women's silver salmon derby", ein Angelwettbewerb, in Valdez stattfand. Somit waren alle Hotels ausgebucht und uns blieb nur die Suche nach einem Campingplatz. Da die Camps direkt im Ort eher für größere Wohnmobile ausgelegt sind, fuhren wir noch ein paar Kilometer und fanden schließlich ein lauschiges Plätzchen auf dem Glacier Campground östlich der Stadt.

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    Wir bauten so schnell es ging unser Zelt auf und fuhren nochmal zurück in den Ort für einen kurzen Spaziergang am Hafen. Da es nicht aufhören wollte zu regnen, beendeten wir dieses Unterfangen aber auch recht bald wieder und zogen uns ins Zelt zurück.

    Scheiß Wetter - und für morgen war eine Kayaktour geplant ... :RpS_scared::cry:
     
  7. DokBua

    DokBua Reisefuchsforum Legende

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    Bin gespannt wie es weiter geht ...
    Hoffentlich bessert sich das Wetter!!!
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    14. Tag: Valdez

    Die Nacht hatte es durchgeregnet - und das setzte sich auch am Morgen fort. Die Wiese um unser Zelt glich fast einer Sumpflandschaft, zumindest war es aber drinnen trocken geblieben. Aufgrund der allgegenwärtigen Nässe und da wir bärenbedingt unsere Verpflegung vom Inneren des Zelts fernhalten wollten, gabs nur ein kurzes Frühstück im Auto. 7:30 Uhr mussten wir sowieso schon bei Anadyr Adventures im Büro sein, um für unsere Kajaktour einzuchecken. Hätten wir diese nicht bereits im Voraus gebucht und bezahlt, so hätten wir sicher nicht diesen Tag dafür ausgesucht.
    Pünktlich meldeten wir uns vor Ort bereit zur Tour. Begrüßt wurde man als aller erstes von einem Hinweisschild auf der Theke, dass man bitte an die mindestens 15 % Trinkgeld für den Guide denken sollte. Ähnliche Schilder hingen noch an verschiedenen Stellen im Raum. Diese wenig dezenten Hinweise gehen meiner Meinung nach dann doch etwas zu weit. Andere Trinkgeldsitten schön und gut. Aber für zwei hatte die Tour 518,- USD gekostet. Gibt der amerikanische Durchschnittstourist dann tatsächlich reichlich 75,- Dollar Trinkgeld?
    Neben zwei weiteren Deutschen (wer auch sonst :kopfkratz:) waren wir die ersten Anwesenden für die heutige Tour, und mussten dementsprechend warten. Innerhalb der nächsten halben Stunde trudelten noch 9 Chinesen ein, dann war die Gruppe vollzählig. In einem abgetrennten Raum erhielten wir zunächst wasserfeste Kleidung sowie einige Sicherheitshinweise. Dann ging es nach draußen zu einer kurzen Kajak - Trockenübung. Wer in Alaska zwischen Eisbergen Kajak fahren will, sollte eigentlich zumindest schon mal Paddel benutzt haben. :33: Nun gut, das sieht man in anderen Teilen der Welt anscheinend etwas anders. Im Anschluss trugen wir sämtliches Equipment quer über die Straße aufs Boot und los ging die Fahrt zum Startpunkt der Tour. Selbst die vielen Otter und Seelöwen ließen die Stimmung aufgrund der Wetterlage nicht besser werden.

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    Das war wohl der sonnigste Moment des ganzen Tages:

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    Die Stimmung änderte sich allerdings mit einem aufgeregten "Orca" - Ruf von einem unserer beiden Guides schlagartig. Direkt neben dem Boot tauchte eine kleine Gruppe von sieben Tieren auf und wir nutzen die Gelegenheit nun erst mal zum Whalewatching.

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    Nach ungefähr einer halben Stunde entfernten sich die Tiere und wir bewegten uns nun zügig zum Ausgangspunkt der Kajaktour. An einem Steinstrand legten wir an, die Kajaks wurden vom großen Boot entladen, quer über eine schmale Landzunge getragen und auf der anderen Seite wieder ins Wasser gelassen.

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    Hier wurden wir nun in zwei Gruppen aufgeteilt und los ging die Paddeltour um einige kleinere Eisberge, welche hier auf dem Wasser trieben. Vielleicht lags am Wetter, vielleicht an den beiden Chinesen die in unserer Gruppe nicht vorwärts kamen, aber irgendwie hatte ich mir das Ganze etwas spektakulärer vorgestellt. Ja, hier gabs Eisberge, und ja, die sahen auch sehr abwechslungsreich aus. Aber da man aus Sicherheitsgründen natürlich nicht wirklich nahe ran kam und auch nirgendwo ein Gletscher in Sicht war, kams einem so vor als hätte hier jemand das Eis als Touristenattraktion abgeladen. Ist natürlich nicht so und ich wills eigentlich gar nicht schlechter reden als es war. Aber es war schon ziemlich teuer und deutlich spektakulärer beworben wurden.

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    Nach zwei Stunden auf dem Wasser gab es eine kurze Mittagspause auf einer kleinen Landzunge. Das hätte man am heutigen Tag gern aus dem Programm streichen können. Völlig durchnässt und durchgefroren standen wir bei Kälte, Wind und Regen im Kreis und aßen die Schoko- und Vollkornriegel sowie eine aufgewärmte Suppe, welche unser Guide verteilte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde Pause gings nochmal mit den Kajaks ins Wasser. Auf dem Rückweg von hier zum Boot hatten wir netterweise Begleitung von einer großen Gruppe Otter.
    Das Verladen der Kajaks ging nun glücklicherweise sehr zügig. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass alle nur zurück ins Warme wollten. Kaum saßen wir wieder alle auf unseren Plätzen, schlief die gesammelte asiatische Gruppe innerhalb weniger Minuten. Wir starrten hingegen lange anderthalb Stunden aufs graue Ufer, ehe wir wieder in Valdez ankamen.

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    Zurück im Büro von Anadyr entledigten wir uns recht zügig unseres Leihequipments und gaben ein kleines Trinkgeld im einstelligen Prozentbereich, was auch gern und ohne bösen Blick genommen wurde.
    Im Auto machten wir erst mal alle Heizungen an, wechselten so gut es ging in mitgebrachte trockene Reservekleidung und breiteten die nassen Sachen quer im Auto, unserem einzigen trockenen warmen Ort, aus.

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    Mittlerweile war es schon kurz vor 19 Uhr und so fuhren wir zum Abendessen zu einem Seafood - fastfood. Für überschaubare 40,- USD gabs hier einen kleinen Korb mit frittierten Lachs- und Heilbuttstückchen sowie eine riesige Portion Pommes.
    Da unsere Kleidung noch weiter trocknen musste, und die einzige Möglichkeit hierzu, darin bestand noch etwas mit voll laufender Heizung mit dem Auto herum zu fahren, taten wir genau dies. Es ging immer die Küste entlang bis zu einer Lachsfarm südlich des Ortes. Auf dem Weg gabs zumindest hin und wieder mal etwas Ausblick durch die sich leicht lichtenden Wolken,

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    einen kleinen Wasserfall sowie zahlreiche Bäche, welche gefühlt teils bis zum letzten Liter mit Lachsen gefüllt waren (da folgt noch ein besseres Bild am Folgetag).

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    Bei Einbruch der Dunkelheit waren wir schließlich wieder am Zelt, welches glücklicherweise auch diesen Tag im Inneren trocken überstanden hatte.
     
  9. Gusti

    Gusti Reisefuchsforum Legende

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    Immer wieder mal schaue ich sporadisch in Deinen Bericht rein, ist ja tatsächlich außergewöhnlich, wo und vor allem wie Ihr Euch so rumtreibt.
    Um manches möchte ich Euch schon beneiden, da sind einzigartige Momente und fantastische Bilder dabei.

    Aber der Rest - Brrrrr. Hart im Nehmen, fürwahr.
    Das verdient meinen allergrößten Respekt, denn meine einzige verregnete Nacht in einem Zweimannzelt mit 18 Jahren ungefähr hat mich erfolgreich und auf ewig vor jeglichen weiteren Unternehmungen dieser Art bewahrt.

    Dass ich Euch trotzdem - oder deswegen? - mit stillem Vergnügen folge und auf weitere Abenteuer gespannt bin, ist selbstredend.

    Und ein ganz herzliches DANKE dafür, dass Du hier weiterhin so tapfer dabeibist. :daumen:

    LG
    Gusti
     
  10. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    1.172
    Den Beitrag von Gusti nutze ich doch gleich mal als Anlass um mich für die netten Worte und Kommentare ALLER zu bedanken, die diesem Thread folgen. :smile3:
    Leider komme ich nicht ganz so schnell vorwärts wie gehofft. Aber ich denke bis zur Vietnam - Laos Reise Mitte März werde ich fertig.

    Was Camping bei Kälte und Regen angeht, so haben wir davon auch erstmal genug. Normalerweise ist das auch nicht unsere bevorzugte "Unterkunftswahl". Aber häufig kommt man nur so richtig in die Natur und manchmal ists auch einfach eine Kostenfrage.
     
  11. naturefriend

    naturefriend Reisefuchsforum Mod

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    Also ein Auto als Wäschetrockner - auf die Idee muß man erst kommen. Aber der Urlaub war sicher spektakulär und einzigartig. Mach weiter so.
     

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