Neuseeland Reisebericht

Dieses Thema im Forum "Neuseeland, Australien Forum und Ozeanien Forum" wurde erstellt von Bandanar, 1. Juni 2012.

  1. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Nach den Cook-Inseln war Neuseeland unser nächstes Ziel auf unserer "Australien-Ozeanien-Reise". Für die 18 Tage, welche uns für das Land der Kiwis blieben, hatten wir folgende ambitionierte Tour geplant:

    Auckland-Rotorua-Okahune-Wellington-Kaikoura-Franz-Josef/Fox-Gletscher-Queenstown-Milford Sound-Catlins-Otago Halbinsel

    Aus Kostengründen war eine Kombination aus Mietwagen, Zelt und hin- und wieder Hotelnächten geplant. Ein Camper erschien uns in der Hauptreisezeit einfach unverhältnismäßig teuer.

    Natürlich lag unser Hauptaugenmerk wieder auf der Suche nach Wildtieren. Aufgrund der abgelegenen Lage ist die Artenvielfalt Neuseelands nicht so vielfältig. Zusätzlich brachten zahlreiche aus Europa oder Australien eingeschleppte Arten katastrophale Folgen für die einheimische Tierwelt mit sich. Vor allem flugunfähige Vögel wie der Kakapo oder Takahe leben nur noch auf vorgelagerten, Possum-freien Inseln, andere sind schon völlig ausgestorben. Auch um die Kiwi-Population ist es auf Nord- und Südinsel nicht sonderlich gut bestellt. Das heißt aber natürlich nicht, das es in dieser Hinsicht nichts zu sehen gibt. Neben Kea und Kaka muss man die wildlife-Highlights aber eher an und vor der Küste suchen.
     
  2. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 1: Auckland

    Pünktlich um 8 Uhr am 16.1. starteten wir in Rarotonga. Obwohl der Flug nach Neuseeland nur vier Stunden dauerte, erreichten wir Auckland erst am 17.1. 12 Uhr - böse Datumsgrenze! Einreise und Gepäck holen ging ganz schnell. Auch die folgende Biosecurity war weitaus problemloser als befürchtet. Wir hatten auf dem Einreisezettel brav ein "ja-wir-haben-Häkchen" bei "benutzter Sportausrüstung/Schnorchelequipment/Trekkingschuhe", bei "Lebensmitteln" und bei "Wald besucht" gemacht. Daraufhin wurde unser Gepäck nochmal durchleutet und wir wurden gefragt, welche Lebensmittel wir dabei haben. Da wir wahrheitsgemäß nur Kaffee angaben, wurden wir ohne Weiteres durchgewunken. Das Ganze dauerte keine zwei Minuten.
    In die Stadt kamen wir mit dem regelmäßig fahrenden Shuttlebus für 17,- NZD pro Person. Da eine Haltestelle dieses Busses in nur 500m Entfernung von unserem Hotel, dem Auckland City Oaks lag, waren wir bereits kurz nach Eins in unserem Zimmer. Hier gabs zwar keinen Strand :becky: dafür war es sehr geräumig und wir hatten eine komplett ausgestattete Küche sowie eine Waschmaschine.

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    Außerdem ist das Hotel nur ungefähr einen Kilometer vom Hafen entfernt und bot so für 60,-EUR die Nacht ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.
    Nachdem wir die Waschmaschine gefüllt hatten, gings erstmal Richtung Zentrum. Welch ein Kulturschock nach Den Cook-Inseln: Menschenmassen, mehrspurige Straßen und nicht zuletzt nur 20 Grad und Nieselregen. :bigeek:

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    Zuerst liefen wir zum Viaduct Basin und Viaduct Harbour - einem Yachthafen.

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    Weiter gings zur Princess Wharf, wo neben den zahlreichen Fährbooten auch einige Touristenschiffe ablegen. (Delfin-, Walbeobachtung, Hochseefischen usw.)

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    Wir hatten bereits von zu Hause aus eine Tour auf die Naturschutzinsel Tiritiri Matangi für den folgenden Tag gebucht, welche wir heute bestätigen mussten. Nachdem dies getan war, entfernten wir uns vom Wasser wieder Richtung Zentrum.

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    Die Kombination aus alten, britischen Gebäuden und modernen Hochhäusern sagte uns durchaus zu. In Auckland steht übrigens mit dem 328m hohen Skytower das höchste Gebäude der südlichen Halbkugel (Stand LP 2011) Allerdings hatten wir eher den Eindruck in Asien zu sein, als in Neuseeland. Man sah fast nur Asiaten auf den Straßen, und die meisten Läden verkauften Sushi, chinesische Medizin oder waren einfach nur seltsam :confused3: - und wir waren sicher nicht in Chinatown. Im weiteren bogen wir nach Osten ab und liefen durch den Albertpark,

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    das Universitätgelände

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    und durch die "Domain" - einem riesigen Park,

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    welcher jetzt am Feierabend ausgiebig zum Sporttreiben genutzt wurde,

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    bis zum Auckland Museum.

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    Da dieses leider schon geschlossen hatte und wir ziemlich k.o. waren, gings nun, mit kurzem Stop im Supermarkt, zurück zum Hotel. Unser Abendessen am heutigen Tag bestand aus zwei liebevoll zubereiteten Tiefkühlpizzen und einer Flasche guten neuseeländischen Wein. :RpS_biggrin:

    Subjektive Meinung: Die überall zu findende Information, dass Neuseeland für (Euro-)Europäer noch immer ein günstiges Reiseland ist, würde ich nicht bestätigen wollen. Die Preise im Supermarkt waren z.B. deutlich höher als bei uns (besonders Milchprodukte, Backwaren, Fleisch/Wurst). Außerdem fanden wir die Preise für touristische Aktivitäten teilweise grenzwertig. (150,-NZD für 3h Delfin-watching). Allerdings hatten wir zu unserer Reisezeit auch gerade einen sehr schlechten Kurs von 1:1,60 und teilweise darunter.
     
  3. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 2: Auckland, Tiritiri Matangi

    Bereits kurz vor acht machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Erfreulicherweise verzogen sich gerade die letzten Wolken und wir erwarteten einen sonnigen Tag.

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    Da wir noch etwas Zeit bis zur Abfahrt unseres Bootes zur Insel Tiritiri Matangi hatten, machten wir noch eine kurze Runde durch den Viaduct Harbour.

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    Bei Sonnenschein machen die Boote hier noch etwas mehr her.

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    Viertel vor neun gingen wir dann zu unserem Bootsanleger. Hier hatten sich bereits zahlreiche Touristen eingefunden. Auch die Ranger/Guides für den heutigen Tag warteten um mit dem Boot auf die Insel überzusetzen. Diese kontrollierten auch das Schuhwerk und die Rucksäcke der Wartenden. Es ist nur gestattet Lebensmittel in wiederverschließbaren Behältern auf die Insel mitzunehmen. Außerdem mussten schmutzige Schuhe, mit den am Anleger fest installierten Bürsten, gesäubert werden um keine Samen auf die Insel zu transportieren.
    Kurz nach neun kam dann schließlich unser Boot (hinten links auf dem Bild)

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    und los ging es nach Tiritiri Matangi.

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    Nach 45 Minuten stoppten wir allerdings zunächst an einem kleinen Hafen um weitere Touristen aufzunehmen. Unser Boot war nun bis zum letzten Platz besetzt. Von hier waren es nur noch 10 Minuten bis zur Insel.

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    Auf der Insel angekommen wurden wir in Gruppen von 8 bis 10 Leuten aufgeteilt, welche mit je einem Guide verschiedene Wege über die Insel gingen. Auf diese Weise verteilten sich die vielen Touristen ganz gut. Bevor die Wanderung losging, gab es natürlich erstenmal ein paar Fakten zur Insel. In der Vergangenheit war Tiritiri nur von einem Leuchtturmwärter mit seiner Familie bewohnt, welcher einen kleinen Teil der Insel zur eigenen Bewirtschaftung nutzte. Da die Insel "pest-free" blieb, damit ist gemeint, dass sich weder Ratten, Mäuse, Possums o.ä. hier ansiedelten, blieb auch die ursprüngliche Vogelwelt erhalten. Wissenschaftler nutzten dies, um auch noch weitere auf dem Festland stark gefährdete Arten hier anzusiedeln - mit Erfolg. Der Grund weswegen die meisten Leute hierherkommen ist demnach die Vogelbeobachtung. Und Vögel gab es hier viele zu sehen. Wir begannen unsere Tour am Strand, sahen Oyster Catcher, Reiher, zahlreiche weitere Wasservögel und konnten durch eine Glasscheibe Pinguinjunge in ihrem Nest sehen.

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    Danach ging es auf gut ausgebauten Wanderwegen und immer begleitet vom Gesang des Tui in den Wald hinein.

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    Wir hatten in unserer Gruppe einige echte "hardcore-Birdwatcher" dabei, die bei jedem kleinen grauen Vogel in Begeisterungsstürme ausbrachen :bigeek: - und das geschah recht häufig. :RpS_biggrin:
    Nach ungefähr zwei Stunden Wanderung erreichten wir dann das Gelände rund um den Leuchtturm,

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    von wo sich wunderschöne Ausblicke auf die Küste boten.

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    Viel wichtiger war uns aber, dass wir hier auch endlich das Tier sahen, weswegen wir eigentlich hier waren, den Takahe. Dieser eigentümliche, flugunfähige Vogel ist auf Nord- und Südinsel bereits ausgestorben.

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    Seltsamerweise schienen sich die anderen Touristen eher für den kostenlosen Tee und Kaffee im Souvenirshop zu interessieren. Uns war es recht, so konnten wir die lustigen Tiere, samt Nachwuchs ungestörter beobachten.

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    Gegen drei gings dann wieder zurück aufs Schiff

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    und schließlich zurück nach Auckland. Wir nutzten das schöne Wetter um noch etwas durch die Stadt zu bummeln. Nach dem Abendessen in unserem Hotel gings dann schließlich nochmal los, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen.

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  4. kondelsen

    kondelsen Forenfuchs

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    Das Reiherbild ist klasse. Sehr schönes weiches Licht. Etwas mehr Bokeh hätte noch gut getan, aber das ist eben dem Four-Third-Format geschuldet. Das Bild von der Küste erinnert mich sehr stark an die Cote d'Azur.
    Danke für Deine Mühen!
     
  5. Bandanar

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    Ja, aber meistens wenn ich ein Tier vor mir habe, werde ich ungeduldig und mache einfach das Bild. Den gestalterischen Aspekt vergesse ich da meistens.
     
  6. Bandanar

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    Tag 3: Auckland - Rotorua (238km)

    Einen Vormittag hatten wir noch für Auckland eingeplant. Diesen nutzten wir, um auf einen der erloschenen Vulkankrater der Stadt, den Mt. Eden, zu fahren. (Auckland wurde auf 50 Vulkanen errichtet) Wir nahmen den Bus zum gleichnamigen Stadtteil

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    und liefen zum Kraterrand hinauf. Von hier bot sich eine super Aussicht über die Stadt, den Hafen und die Umgebung.

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    Wieder zurück im Hotel nahmen wir uns ein Taxi um zur Mietwagenstation zu gelangen. Das waren zwar nur etwa 2,5km, dauerte aber eine gefühlte Ewigkeit. An jeder Kreuzung Aucklands gibt es Ampeln. Aber man gewinnt den Eindruck, dass wichtige Verbindungen in den Schaltungen in keinster Weise berücksichtigt werden und eine grüne Welle völlig unbekannt ist - man hatte alle 100m rot. :uhoh3:
    Bei der Autovermietung ging alles zügig und ohne Probleme. Wir hatten uns nur für ein Sparangebot entschieden, das war ein minestens 10 Jahre alter Nissan Sunny - war aber völlig ausreichend und hielt bis zum Schluß problomlos durch.

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    Gegen 14 Uhr verließen wir nun Auckland Richtung Süden. Anfangs war noch recht viel Verkehr und die Gewöhnung an den Linksverkehr dauert bei mir immer ein paar Kilometer (besonders Blinker und Scheibenwischer :RpS_biggrin:). Es wurde aber recht schnell ruhig auf der Straße, je weiter wir uns von der Stadt entfernten. Die Landschaft war recht unspektakulär. Als einzig nennenswerten Ort durchquerten wir Hobbingen, der eigentlich Matamata heißt. Wir beschränkten uns auf einen kurzen Fotostop mit Gollum. :becky:

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    Nach insgesamt 2,5h erreichten wir dann schließlich unseren gebuchten Campingplatz in Rotorua. Hier waren wir erstmal baff. Bisher hatten wir nur sehr basic gecampt (in Thailand, Madagascar o.ä.). Hier gab es aber alles: kostenloses WiFi, heiße Pools, eine blitzblanke und komplett ausgestattete Küchenanlage und sauberste Sanitärbereiche. Ehe es weiter ging, bauten wir erstmal unser Zelt auf - was auch für uns als Campinglaien in 10 Minuten erledigt war.
    Danach gings erstmal zu Fuß quer durch den teilweise dampfenden und stinkenden Kauri Park

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    ein Gebiet mit geothermaler Aktivität, in den Ort. Als erstes liefen wir zu einem Viertel, welches von Maoris bewohnt wird (am späten Nachmittag war hier allerdings nichts mehr los),

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    weiter am See entlang,

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    bis ins Stadtzentrum, wo am heutigen Tag zufällig ein Markt stattfand.

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    Nachdem wir etwas um die Stände und durch die Souvenirläden gebummelt waren, gings schließlich zurück zum Campingplatz, wo es als Abendessen Instantnudeln im Auto gab :becky: (immerhin mit schöner Kulisse)

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  7. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 4: Rotorua

    Nach einer etwas kühlen Nacht im Zelt erwartete uns ein sonniger Tag. Unser erstes Ziel am heutigen Tag war der Rainbow Springs Kiwi Wildlife Park. In Neuseeland wollten wir natürlich Kiwis (die Vögel) sehen. Nach ausgiebiger vorheriger Recherche entschlossen wir uns dazu einen der zahlreichen Kiwi-Parks zu besuchen. Normalerweise suchen und beobachten wir Tiere lieber in freier Wildbahn. Die realistischsten Chancen auf wildlife Kiwis scheint man bei einem Besuch der Insel Kapiti (mit Übernachtung) oder in den entlegeneren Gebieten auf Stewart Island zu haben. Beide Optionen waren uns allerdings zu zeitaufwendig.
    Um 8 Uhr waren wir so ziemlich die ersten am Kiwi Park.

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    Zur Tageskarte (30,-NZD) holten wir uns noch eine "close encounter tour" für 14:00 Uhr (5,-NZD). Im Rainbowsprings Park gibt es Kiwis sowohl in Freigehegen als auch in einem Nachthaus zu sehen. Somit hat man tagsüber als auch am späten Abend die Möglichkeit, diese flugunfähigen, nachtaktiven Vögel in "Aktion" zu sehen. Zunächst ging es durch einige Volieren mit Keas, Kakas und kleineren Papageien. In einem Terrarium war eine weitere Besonderheit Neuseeland, die Brückenechse zu sehen. Diese Echse lebte bereits zur Zeit der Dinosaurier. (das Glas dunkelte extrem ab, deswegen war ein gescheites Bild schwierig)

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    Das Highlight an diesem Morgen war aber das Kiwi-Nachthaus. Die Anlage ist in vier Bereiche unterteilt, in denen jeweils ein Kiwi lebte. Es macht wirklich Spaß die putzigen Vögel zunächst in der Dunkelheit zu suchen und dann beim hin- und herrennen und scharren zu beobachten. Leider ist es verboten die Kiwis zu fotografieren, da diese sehr empfindlich auf Blitzlicht reagieren. Für Fotos wurden extra ein paar nicht mehr lebendige Exemplare in Vitrinen postiert :RpS_biggrin:

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    Nach etwa eineinhalb Stunden verließen wir erstmal den Park und fuhren zum Whakarewarewa Thermal Village.

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    Dies ist ein Maoridorf, welches sich mitten in einem Gebiet hoher geothermalen Aktivität befindet. Wir kamen gerade rechtzeitig zu einer (im Eintrittspreis von 35,- NZD inbegriffenen) Führung. Uns wurde das typische Leben in einem solchen Dorf und einiges zur Maorikultur allgemein näher gebracht.

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    Die Häuser stehen teilweise direkt neben kochenden Quellen, und hin und wieder bricht auch mal die dünne Oberfläche ein, und ein Haus wird unbewohnbar.

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    Der Gestank durch die Schwefeldämpfe war ziemlich extrem. Dafür können sich die Bewohner einen Warmwasseranschluss und eine Küche sparen. Nach dem Rundgang gab es noch eine typische Tanzdarbietung.

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    Danach wurden wir zum Geysir Pohutu geleitet, welcher immer kurz nach Mittag ausbricht.

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    Im Folgenden liefen wir noch den längsten der vorhandenen Wanderwege ab, der uns über- und an zahlreichen sehenswerten heißen Quellen vorbei brachte.

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    Nach einem Stop im Stadtzentrum von Rotorua

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    gings nun wieder zum Rainbow Springs Wildlife Park. Pünktlich 14 Uhr startete unsere "close-encounter Tour". Dabei wurden wir von einer Mitarbeiterin herumgeführt, welche uns die Aufzuchträume der Kiwis zeigte. Allerdings bekamen wir nur ein Küken, das extra für die Tour gefüttert wurde, zu sehen. Nachdem wir anschließend nochmal eine Stunde im Nachthaus verbrachten, fuhren wir zunächst zurück zum Campingplatz für ein entspannendes Bad im dortigen heißen Pool. Nach den gestrigen Instantnudeln gönnten wir uns heute anschließend ein Abendessen im indischen Restaurant. Danach war der Tag aber noch nicht zu Ende. Der Kiwi Park hat ja schließlich noch die Freigehege :yes3:. Also fuhren wir nach Einbruch der Dunkelheit nochmals dahin und sahen weitere vier Kiwis, und diesmal ohne Glas dazwischen und manchmal nur 50cm entfernt - ein wirklich tolles Erlebnis (nur einmal von einer lärmenden, chinesichen Reisegruppe unterbrochen). Zur Schließung des Parks um 22 Uhr gings dann zwangsweise wieder zurück ins Zelt.
     
  8. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 5: Rotorua - Okahune (230km)

    Und weiter gehts, bis wohin war allerdings erst einmal noch offen. Die nächste Übernachtung war eine der wenigen nicht zuvor gebuchten. Zunächst wollten wir noch etwas mehr der geothermalen Aktivität bestaunen. Also fuhren wir ins eine halbe Stunde entfernte Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Gegen 9:30 Uhr dort angekommen, bezahlten wir am Hauptgebäude als erstes den Eintritt (35,-NZD). Dort erfuhren wir, dass wir zunächst zum Lady Knox Geysir fahren sollten, welcher täglich 10:15 Uhr ausbricht. Dort hatten sich schon zahlreiche Touristen versammelt, welche dem Ereignis beiwohnen wollten.

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    Uns war etwas unklar, warum der Geysir wirklich jeden Tag exakt zur gleichen Zeit ausbrechen sollte und waren gespannt. Des Rätsels Lösung war allerdings etwas "ernüchternd". Kurz vor 10:15 Uhr kam ein Angestellter, erklärte etwas zum Geysir und warf schließlich ein großes Stück Seife hinein.

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    Und schon kurz darauf begann der Geysir sich in Aktion zu zeigen.

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    Nachdem die Wasserfontäne nach ungefähr 15 Minuten wieder nachließ, gings zurück zum Hauptgebäude und wir unternahmen die vorgeschlagene 3 km Wanderung durch Thermal Wonderland. Da wir etwas in der Art noch nirgends zuvor gesehen hatten, waren wir schon recht beeindruckt. Der Weg führte an zahlreichen heißen, dampfenden, blubbernden und teilweise grellbunten Quellen vorbei.

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    Nach dem Rundgang ging es zum Abschluß noch zum Mud-Pool, welcher hielt, was sein Name verspricht.

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    Um 13 Uhr verließen wir Wai-O-Tapu Richtung Süden. Als nächstes stoppten wir an den Huka Wasserfällen. Diese sind nicht sonderlich hoch, aber durch ihre Wassermenge sehr beeindruckend.

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    Der nächste Stop des Tages, war der McDonalds in Taupo am gleichnamigen See.

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    Mit einem Eis bewaffnet setzten wir uns ans Ufer und beobachteten die Aktivitäten auf und über dem Wasser (Jetboats, Jetskies, Paraglider usw.) In weiter Ferne konnten wir schon die Vulkane des Tongariro National Park sehen.

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    Nun fuhren wir am Ufer des Sees entlang

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    und schließlich weiter auf der westlichen Seite am Tangariro NP vorbei. Hier versprachen wir uns die besseren Aussichten auf die noch aktiven Vulkane Mt. Ruhapehu (letzter Ausbruch 2007), Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe (der Schicksalsberg - das Auge Saurons war allerdings nicht mehr zu sehen :RpS_biggrin:)

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    Da es schon so langsam Abend wurde, beschlossen wir diese Nacht im Top-10 Holiday Park von Okahune zu verbringen, welcher sich direkt südlich des Parks befindet. Dort angekommen bauten wir zunächst unser Zelt auf, spazierten noch durch den am Campingplatz angrenzenden Park sowie durch den kleinen Ort Okahune, in welchem wahrscheinlich auch vor Ladenschluss nicht viel los gewesen wäre.

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    Als Abendessen gabs, wie so oft in den folgenden Wochen, Nudeln mit Tomatensoße. :becky: Aufgrund der durch die Höhe etwas kühleren Temperaturen verkrochen wir uns dann recht schnell mit einer Flasche Wein und Schokolade ins Zelt.
     
  9. Bandanar

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    Tag 6: Okahune - Wellington (330km)

    Nach einer ziemlich kalten Nacht (ca. 10 Grad) brauchten wir bei einem genauso kalten Morgen etwas länger um aus dem Zelt zu kommen. Für den morgigen Tag hatten wir die Fähre ab Wellington zur Südinsel gebucht, also lagen heute ungefähr 300km bis zur Hauptstadt vor uns. Da man auf den Straßen Neuseelands aber sehr zügig vorankommt, blieb noch etwas Zeit um die Stichstraße welche zumindest teilweise auf den Mt. Ruhaphu führt, hinauf zu fahren. Auf dem Weg hinauf boten sich immer wieder Abstecher zu Wasserfällen an.

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    An dieser Stelle muss ich mal auf die vorbildliche Ausschilderung auf touristische Sehenswürdigkeiten hinweisen. Die braunen Hinweisschilder für Aussichtspunkte und Wanderwege (mit realistisch angegebenen Zeiten bzw. Entfernungen) sind im ganzen Land überall am Straßenrand zu finden.
    Nachdem wir die (untere) Wolkendecke durchfahren hatten boten sich auch immer wieder schöne Ausblicke aus den Vulkan.

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    Am Ende der Straße angekommen, gab es eine Seilbahn weiter hinauf, welche allerdings nur zur Ski-Saison in Betrieb ist. Der Wanderweg zum Kratersee war mit 7 Stunden angegeben - soviel Zeit hatten wir nicht, und außerdem war es schweinekalt und windig.
    Also gings wieder hinab und auf den Weg Richtung Wellington.

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    Die 300km waren ziemlich unspektakulär. Wir stoppten nur einmal zum Tanken und um ein paar Minuten einem Polo-Spiel zuzusehen.

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    Je näher wir Wellington kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Kurz vor der Stadt schüttete es so stark, dass ich kurz davor war an der Autobahn links ran zu fahren. Irgendwie gings aber doch und das Navi lotste uns zielstrebig zum Ibis Hotel im Stadtzentrum. Nach drei Zeltnächten brauchten wir mal wieder ein eigenes Bad und Steckdosen. :smilewinkgrin3:
    Es war erst 15 Uhr, und von dem Regen wollten wir uns nicht abhalten lassen wenigstens einen kurzen Eindruck von Wellington zu gewinnen.

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    So marschierten wir zum Hafen

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    und dann das Wasser entlang zum berühmten Te Papa Museum.

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    Dies ist das größte und modernste Museum Neuseelands, mit einer riesigen Ausstellung zu sämtlichen Südseekulturen, zur Naturgeschichte und Umwelt Neuseelands und des Pazifiks und noch zu unzähligem mehr. Wir sind eigentlich nicht so die Museumsgänger, aber bei kostenlosem Eintritt :daumen: und bei dem Regen verbrachten wir hier den Rest des Nachmittags.

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    Als wir das Museum verließen regnete es noch immer, so beschränkten wir unseren weiteren Stadtrundgang nur noch auf einen kleinen Abstecher zum Parlamentsgebäude, auch Bienenkorb genannt.

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    Zum Sonntagabend war der Rest der Stadt sowieso wie ausgestorben, und etwas mehr Zeit im Hotel zum trocknen, aufwärmen, Bilder begutachten, Akkus laden usw. kam uns ganz gelegen.
     
  10. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 7: Wellington - Kaikoura (178km + Fähre)

    Wir hatten bereits Monate zuvor die Fährfahrt von Wellington nach Picton um 8 Uhr gebucht (online-Preis: 230,- NZD für Auto+2P). Vom Hotel zur Fähre war es nur etwa ein Kilometer, somit war die frühe Abfahrtszeit kein Problem. Am Hafen war alles vorbildlich ausgeschildert und das Boarding lief sehr gesittet ab. (nicht so chaotisch wie in einigen südeuropäischen Ländern.)

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    Pünktlich und bei strahlend blauem Himmel verließen wir die Nordinsel.

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    Zunächst verlief die Fahrt ruhig, und man konnte sehr schön die sich brechenden Wellen an der Küste beobachten. Nach ungefähr einer halben Stunde kamen wir aber in sehr starken Wellengang. Ich hätte mir bis dahin nicht vorstellen können, dass ein Schiff dieser Größe so stark ins Schwanken gerät. So ging das eine gute Stunde, bis wir endlich in den ruhigen und malerischen Marlborough Sound einfuhren.

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    Pünktlich um 11:15 Uhr erreichten wir schließlich den Hafen der Kleinstadt Picton.

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    Wir hielten uns hier nicht auf, sondern fuhren zielstrebig zur Ostküste und diese entlang Richtung Süden nach Kaikoura.
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    Kaikoura ist DAS Ziel in Neuseeland, wenn man sich für Wildlife im und am Wasser interessiert. So gibt es hier (zur jeweiligen Saison) verschiedene Wale (Pott, Blau, Grau, Orcas), Delfine, Pinguine, Seebären, Albatrosse, ... Leider ist die Walsaison in den neuseeländischen Wintermonaten, also nicht zu unserer Reisezeit. Außerdem sind sämtliche angebotene Touren schweineteuer, dazu später mehr.
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    Im Vergleich wirkte die Landschaft hier deutlich karger, war aber durch die teilweise raue Küste und die nicht weit entfernten schneebedeckten Berge beeindruckender als große Teile der Nordinsel.

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    Gegen halb drei erreichten wir den Top-10 Holiday Park von Kaikoura. Als erstes bauten wir wieder unser Zelt auf, welches wir diesmal gegen starken Wind sichern mussten.
    Heute wollten wir nur noch etwas die Kaikoura Halbinsel erkunden, an dessen Küste es große Kolonien Robben und Pinguine gibt. Einer der besten Punkte zu deren Beobachtung soll der Parkplatz am Beginn der Halbinsel (hier startet auch der Wanderweg) sein. Als wir diesen erreichten sahen wir außer einigen Möwen nichts. Also machten wir uns erstmal weiter zu Fuß auf den Weg. Es herrschte zwar Sonnenschein, war aber extrem stürmisch und kalt. Irgendwie passte das allerdings zu dieser herrlichen Küstenlandschaft.

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    Leider sahen wir auf unserer kurzen Wanderung kaum andere Tiere als zahlreiche Möwen.

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    Glücklicherweise hatten sich aber in der Zwischenzeit die versprochenen Robben am Parkplatz eingefunden.

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    Auch einige Albatrosse konnten wir nun vom Auto aus in weiter Ferne erahnen. Das machte uns Hoffnung für die nächsten Tage. Wir hatten für heute aber erstmal genug und machten lieber noch etwas die Souvenirläden im Ortszentrum unsicher. :yes3:
    Zum Abendessen gabs Pizzabrot aus dem Supermarkt und die obligatirsche Flasche Wein und Schokolade im Zelt. :RpS_biggrin: Auf die zu erwartende kalte Nacht freuten wir uns allerdings überhaupt nicht :no3:

    (Wir hatten im neuseeländischen Sommer schon mit etwas wärmeren Temperaturen gerechnet. Dewegen, und auch, weil wir sowieso schon etwas Gewichtsprobleme mit dem Gepäck hatten, waren nur leichte Schlafsäcke mit einem Komfortbereich von 16- 18 Grad dabei. Wie angenehm diese bei ca. 10 Grad und darunter sind, kann sich wohl jeder denken.)
     
  11. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    Hallo,
    vielen Dank auch für diesen Reisebericht - mit Neuseeland hab ich mich auch noch nie beschäftigt:wink5: - schöne Bilder wie immer von Dir- wenn ich mir die Fotos anschau friert es mich...(ja puuhh..zelten bei den Temperaturen kann kuschelig sein :smile3:-hoffentlich konntet ihr Euch gegenseitig ein wenig aufwärmen..oder sonst halt mit Wein u. Schoki:RpS_biggrin:).
    LG u. weiter so..lese gerne mit, Mari
     
  12. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Danke, danke, das selbe kann ich nur zurück geben. Israel scheint interessanter und abwechslungsreicher, als ich bisher dachte.
     
  13. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 8: Kaikoura, Whalewatching

    Das Wetter hatte sich wieder mal geändert, blauer Himmel war weit und breit nicht mehr zu sehen, nur die Kälte der Nacht hielt sich hartnäckig - und sowas soll Hochsommer sein. :no3:
    Daran ließ sich nunmal aber nicht ändern, und der Plan für den heutigen Tag stand sowieso schon fest. Wir hatten bereits einen Whalewatching Trip per Boot für den heutigen Tag um 11 Uhr gebucht, für den Schnäppchenreis von 145,- NZD p.P. für die 2,5h Tour. Es war zwar wie gesagt keine Walsaison, aber zumindest einige Pottwale sollen vor Kaikoura das ganze Jahr über anzutreffen sein. Diese wollten wir finden.
    Es werden in Kaikoura auch noch Delfin-, Albatross- und Schwimmen-mit-Robben Touren angeboten. Da diese aber jeweils nochmal soviel kosten, verzichteten wir.

    Da wir bis elf nicht auf dem Campingplatz rumsitzen wollten, fuhren wir erst nochmal zum "Robben-Parkplatz" und beobachteten die pelzigen Gesellen. Gegen halb elf gings zurück zum Camp zurück und weiter zur Whale-Watch-Basis (vom Campingplatz einmal quer über ein paar Zugschienen).

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    Diese war um einiges größer als vermutet. Gleich hinterm Eingang gab es mehrere Check-in Schalter für die nächsten Abfahrten. Die Touren fanden aller 30 Minuten statt. Beim check-in für die 11 Uhr Tour wurden wir auf die "sea-sick warning" hingewiesen, welche für diese Tour galt. Die Anzeige für die nachfolgenden Touren besagte sogar "strong sea-sick warning". Es schien also kaum eine Chance zu geben, dass sich das Meer beruhigen würde. Wir folgten daher lieber der Empfehlung und kauften uns jeder noch eine "Anti-sea-sick-pill". Vom check-in Schalter gings dann an ein paar Souvenirständen vorbei weiter in einen kleinen briefing-Raum. Hier gabs zunächst einige Sicherheitshinweise für den AUfenthalt an Bord, sowie ein Video über das, was es möglicherweise zu sehen gibt. Nach Ablauf des Videos wurden alle Teilnehmer der 11 Uhr Tour in einen Reisebus gelotst und in ca. 10 Minuten zum Schiff gefahren.
    Die Tour war bis auf den letzten Platz komplett ausgebucht (die anderen Zeiten ebenfalls), was zum Teil am chinesichen Neujahr zu liegen schien, denn ein Großteil der Mitfahrer waren Asiaten. Nachdem alle im Boot Platz gefunden hatten, gings auch schon sofort los. Aufgrund der zahlreichen Touren weiß der Veranstalter, wo Wale zu sehen sind. (außerdem wird Echo-Ortung genutzt, sollte dennoch kein Wal gefunden werden, gibts immerhin 80% des Geldes zurück) Während den ca. 45 Minuten, welchen wir mit dem Turbo-Katamaran zum Wal brauchen sollten (uns wurde hier mitgeteilt, dass im Moment nur EIN Pottwal anwesend ist :cry: ) lief ein Video über die Meeresfauna der Gegend.

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    Die sea-sick pill schien eine gute Investition gewesen zu sein, es ging ständig extrem auf und ab. Zwei Mann von der Besatzung waren die ganze Zeit nur damit beschäftigt gewisse Tüten auszuteilen und einzusammeln. Wir hatten zwar auch ein leichten Grummeln im Bauch, aber eine Tüte brauchten wir glücklicherweise nicht. So kam es dann auch, dass, als wir den Wal tatsächlich gefunden hatten, von den ungefähr 50 Teilnehmern der Tour nur 8 aufs Oberdeck gingen um diesen ausgiebig zu beobachten. Der Rest hatte in diesem Moment eher andere Probleme.

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    Nachdem der Pottwal wieder abgetaucht war, fuhren wir, mit einem Abstecher an einer Robbenkolonie vorbei,

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    wieder zurück zum Hafen. Dort wartete der Bus und wir wurden zurück gefahren. Auch wenn es im Prinzip nicht viel zu sehen gab, haben wir uns gefreut, einen Pottwal so aus der Nähe beobachten zu können. Allerdings fanden wir den Preis dafür doch schon etwas übertrieben hoch. In der Wal-Saison, wenn es noch andere Arten gibt, mag dieser noch gerechtfertigt sein.
    Nach dieser Tour fuhren wir mit dem Auto zur Südküste der Kaikoura Halbinsel für eine weitere Wanderung.

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    Es ging immer die Küste entlang bergauf. Anfangs sahen wir nur einige unspektakuläre "Wald- und Wiesenvögel", bis Frau Bandanar meine Aufmerksamkeit auf einen winzigen schwarzen Punkt am Wasser lenkte. Und tatsächlich, mit dem Fernglas erkannte ich einen Zwergpinguin.

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    (1000mm KB)

    Das Problem war, er war unten, und wir ziemlich weit oben - so konnte es kein gescheites Foto geben. Also gings die Ganze Höhe, welche wir mühsam erklommen hatten wieder hinab. Glücklicherweise hatte es der Pinguin nicht eilig, und wir konnten ihn noch eine ganze Weile aus der Nähe beobachten. :becky:

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    Irgendwann verschwand er allerdings wieder im Wasser und wir mussten wieder rauf zum Wanderweg. (Der Aufwand hatte sich aber gelohnt. Auf unserer gesamten weiteren Reise haben wir nirgends eine der versprochenen Zwergpinguinkolonien sehen können, nichtmal ein weiteres einzelnes Exemplar.)
    Nach der Wanderung gings nochmal zu den Robben und als es schließlich dunkel wurde, wieder zurück ins kalte Zelt.
     
  14. Elisabetha

    Elisabetha Reisefuchs

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    Toller Bericht mit schönen Bilder. Einfach klasse, danke!
     
  15. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

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    Tag 9: Kaikoura - Franz Josef (513 km)

    Der heutige Ortswechsel sollte unsere bisher längste Etappe werden. Am Abend wollten wir unser Zelt in Franz Josef, in der Nähe des gleichnamigen Gletschers, an der Westküste aufschlagen. Widererwartend bedeutete das aber kein extrem zeitiges Aufstehen, denn einen Programmpunkt hatten wir auch in Kaikoura noch zu bewältigen: Wings over Whales. Das ist ein 30 minütiger Walbeobachtungsflug in einem Kleinflugzeug. Diesen hatten wir ebenfalls bereits in Deutschland, für im Vergleich zur Bootstour günstige 165,- NZD p.P. , gebucht. Damals wussten wir ja nicht, dass es nur genau einen Wal zu sehen geben würde.
    Nachdem wir in aller Ruhe, und bei gleichem Wetter wie gestern (12 Grad, dichte Wolkendecke, starker Wind), unser Zelt zusammengepackt hatten, fuhren wir zum Flugplatz. Hier ging es deutlich geruhsamer zu, als bei den Bootstouren. Außer einer Gruppe, welche gerade von ihrem Flug zurück kam, war kein anderer Tourist hier. Nach kurzer Wartezeit gabs ein Briefing mit unserem Piloten: was es zur Walsaison zu sehen gibt, was es heute wahrscheinlich zu sehen geben wird (1 Pottwal :RpS_biggrin:) und einige Sicherheitshinweise. Die Chancen bei einem solchen Flug einen Wal zu sehen sind recht hoch, da diese per Funk mit den Booten (und Helis - die gibts auch noch) verbunden sind. Außerdem weiß man wie lange die Wale normalerweise unter Wasser bleiben, so dass man das 30-Minuten Zeitfenster des Flugs so anpassen kann, dass man zunächst den Wal ein Weilchen an der Oberfläche, und dann schließlich beim abtauchen beobachten kann.
    Zur geeigneten Zeit wurden wir zur kleinen Cessna geführt und los gings.

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    Zunächst hatten wir einen schönen Ausblick aus der Vogelperspektive auf die Küste.

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    Aufgrund des schlechten Wetters hielt sich die Fernsicht leider in Grenzen. Hier ist die Kaikoura Halbinsel zu sehen.

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    Nach ungefähr 5 Minuten begann der Pilot Bögen zu fliegen, jedoch ohne das es außer Wasser etwas zu sehen gab. Nach weiteren 5 Minuten (im Cockpit lief sowas wie ein Taxameter mit) sahen wir dann schließlich die Whale-watching Boote unter uns, nur keinen Wal. So flogen wir Kreis um Kreis, bis endlich nach ungefähr 25 Minuten der Pottwal an der Oberfläche zu sehen war. Nun zog der Pilot enge Kreise über dem Wal, so dass wir diese sehr gut beobachten konnten.

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    Nach 35 Minuten gings dann schließlich wieder zurück zum Flugplatz, ohne dass wir nochmal das Abtauchen und somit die Schwanzflosse des Wals gesehen haben. Gefallen hats uns trotzdem, und immerhin waren das ja sowieso schon 16% kostenlose extra Flugzeit. Nach der Landung entschuldigte sich der Pilot noch dafür, dass sich der Wal diesmal etwas mehr Zeit unter Wasser gelassen hat :RpS_biggrin:. Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich den Flug der Bootstour jederzeit vorziehen.
    Mittlereweile war es jetzt 10:45 Uhr und wir hatten noch 500km vor uns. Auf den Landstraßen Neuseelands gehts zwar recht zügig voran, aber es sind halt keine Autobahnen.

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    Die Fahrt führte uns zunächst von der Küste weg ins Hochland. Hier reihte sich Obstplantage an Obstplantage, Ortschaften hingegen suchte man vergebens. Dadurch ging es, von einigen Baustellen mal abgesehen, ügig voran. Hier gibts keine Baustellenampeln, sondern ein "Pilot-Car" welches einen sicher durch die Baustelle leitet. :cool5:

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    Das Wetter war mittlereweile richtig gut, es war sonnig und wir schätzten 25 Grad. Auch die weitere Landschaft war sehr Abwechslungsreich. Es gab immer wieder schöne Ausblicke auf Berge, Seen und Flüsse.

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    An der Westküste angekommen, ging es nun noch ein gutes Stück Richtung Süden. Leider hatte sich das Wetter wieder geändert, hier war es jetzt wieder wie in Kaikoura, mit dem Unterschied, dass es auch noch hin- und wieder regnete :cry:

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    Halb sechs erreichten wir schließlich den Top-10 Holiday-Park in Franz-Josef, wo wir uns nach erfreulicher Begutachtung der Küche

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    auch gleich einen netten Stellplatz auf der Gemeinschaftswiese hinter den Campingmobilen suchten.

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    Anschließend fuhren wir noch zum Parkplatz des Franz-Josef Gletschers. Von hier starten mehrere Wanderwege u.a. zum Gletscher selbst oder zu verschiedenen Aussichtspunkten. Wir entschieden uns für einen kurzen Weg auf einen Hügel. Leider hatten sich die Wolken noch mehr zusammengezogen und somit hielt sich die Aussicht in Grenzen.

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    Zu unserer großen Freude bekamen wir aber am Parkplatz unseren ersten Kea zu Gesicht. Das war ein versöhnlicher Ausgleich zum nun einsetzenden Nieselregen.

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    Anschließend gings nach diesem langen Fahrtag nur noch zurück zum Campingplatz. Wie so oft gab es Nudeln mit Tomatensoße und anschließend Wein und Schokolade im kalten Zelt.
    (Cadbury Schokolade mit Karamellfüllung ist sehr gut, und neuseeländischer Wein sowieso :RpS_biggrin: )
     
  16. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.709
    Tag 10: Franz Josef - Fox Village (78km)

    Der heutige Tag stand im Zeichen der Gletscher. Ein Blick zum Himmel versprach eine deutliche Wetterbesserung. Es war zwar noch immer kalt, aber an der ein oder anderen Stelle war tatsächlich etwas blau zu sehen. Wo sich gestern noch eine dichte Wolkendecke befand, waren heute sogar einige Gipfel der neuseeländischen Alpen zu sehen.

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    Nach zeitigem Frühstück und Zeltabbau fuhren wir wieder zum Hauptparkplatz des Franz Josef Gletschers. Von hier beginnt eine ungefähr 45 minütige Wanderung zum Gletschertor. Bis dorthin ist es erlaubt bzw. erwünscht (ob es ein richtiges Verbot gibt, blieb uns unklar) auf eigene Faust zu gehen. Will man weiter, also auf das Eis, so muss man an einer geführten Tour teilnehmen. Uns waren allerdings 105,- NZD p.P. für eine Halbtagswanderung in einer 25er Gruppe zu viel.
    Bevor wir uns zum Gletscher aufmachten, wanderten wir noch zu Peter's Pool, einem der zahlreichen Mirror Lakes der Gegend.

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    Nach einigen Fotos gings dann schließlich weiter zum Gletscher. Der Weg führte geradewegs auf dem Geröll entlang, welcher der Gletscher bei seinem Rückzug hinterlässt.

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    Der Regen der gestrigen Tages hatte heute sein gutes. Aufgrund des vielen Wassers waren zahlreiche temporäre Wasserfälle am Wegesrand zu sehen.

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    Am Gletschertor angekommen machten wir am Papp-Ranger halt, welcher nochmals auf die Gefahren hinwies, wenn man eigenständig weitergeht.

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    Da wir noch nie zuvor einen Gletscher live gesehen hatten, machten die Eismassen durchaus Eindruck. Besonders die vielen Formen und verschiedenen Farbtöne des Eises (auch wenn auf den Fotos alles dreckig grau aussieht) waren interessant.

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    Während wir den Gletscher betrachteten, lief Wandergruppe um Wandergruppe, jeweils geführt von einem Ranger, an uns vorbei. Auch war ein ständiges Knattern der Helikopter zu hören, welche Touristen zu sogenannten Heli-Hikes weit hinauf auf den Gletscher flogen (ab 300,- NZD).
    Irgendwann hatten wir genug gesehen, und marschierten wieder zurück zum Auto, das Wetter wurde auch schon wieder schlechter.

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    Weiter gings nach Fox-Village. Hier wollten wir zum nächsten, zum Fox Gletscher. Obwohl dieser nur 30km von Franz Josef entfernt ist, war das Wetter hier nun bereits deutlich besch....ner . Am Gletscherparkplatz angekommen, regnete es so stark, das wir vorerst nicht einmal das Auto verließen. Da sich innerhalb von 30 Minuten keine Besserung einstellte, fuhren wir zurück nach Fox-Village. Der Ort besteht allerdings nur aus ein paar Restaurants, einem Minimarkt und einigen Tour Veranstaltern.

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    So gings weiter zum Campingplatz. Wir hatten zwar wieder nur einen Zeltplatz reserviert, investierten heute aber ein paar Dollar in ein Upgrade zu einer Cabin.

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    Besonders über das Heizgerät waren wir sehr erfreut. :RpS_biggrin:

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    Als gegen 14 Uhr der Regen pausierte versuchten wir nochmals unser Glück mit dem Gletscher. Zwar fing es wieder zu nieseln an, aber diesmal wanderten wir auch hier bis zum Gletschtor, an welches man deutlich näher herankommt als beim Franz Josef.

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    Wir machten einige Fotos, blieben allerdings nicht lange, da schon wieder starker Regen einsetzte.
    Für heute hatten wir genug vom Wetter. Da es in der Cabin Strom und Heizer gab, verbrachten wir den restlichen Tag dort, mit: Trocknen, Aufwärmen, Akkus laden, Postkarten schreiben, Fotos kopieren und löschen, Essen machen, Schlafen, ... :RpS_biggrin:

    Es war eine gute Wahl, nicht das Zelt aufzubauen. Die ganze Nacht herrschte Wolkenbruch und die Campingwiese stand am nächsten Morgen halb unter Wasser.

    (Weiter gehts nächste Woche, in 2h startet der Flieger für ein langes Wochenende in und um Bukarest.)
     
  17. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.709
    Tag 11: Fox Village - Queenstown (390km)

    6:45 Uhr Wettercheck: die Überraschung, blauer Himmel, nur einige Wolken hingen an den Bergen. Damit konnten wir tatsächlich unserem ursprünglichem Plan folgen und zum 8km entfernten Lake Matheson fahren, einem See, in welchem sich die Gipfel der neuseeländischen Alpen spiegeln, speziell der Mt. Cook und der Mt. Tasman. Wir wanderten einmal um den See herum und genossen die Wärme der Sonnenstrahlen und natürlich die wunderbare Aussicht.

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    Gegen neun gings dann weiter zum Glacier-View Parkplatz des Fox Gletschers. Von hier aus beginnt eine 1,5h Wanderung zu einem höher liegenden Aussichtspunkt, welcher einen weiten Blick auf den Gletscher bietet. Aufgrund der nächtlichen Regenfällen mussten wir allerdings auf ungefähr halbem Weg umkehren, da ein Gebirgsbach für unseren Geschmack etwas zu viel Wasser für eine Durchquerung führte. Somit hielt sich unser Gletscherausblick in Grenzen - schön war er dennoch.

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    Zum Ausgleich dafür fuhren und wanderten wir abschließend nochmal zum Gletschertor. Die umgebende Landschaft zeigte sich beim heutigen Wetter hier deutlich schöner.

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    11Uhr wurde es dann so langsam Zeit weiter zu fahren. Unser Ziel des Tages war immerhin das 360km entfernte Queenstown. Queenstown ist die "Funsport-Hauptstadt" Neuseelands. Hier wird für jeweils hundert(e) NZD alles mögliche angeboten: verschiedensten Bungeesprünge, Jetboattouren, Abseiling, Skydiving usw. Uns interessierte das alles weniger. Wir wollten Queenstown nur als Zwischenstop zum Milford Sound nutzen, bis zu welchem es an einem Tag etwas weit gewesen wäre.
    Die Straße führte zunächst in Küstennähe, mit immer wieder tollen Ausblicken, Richtung Süden.

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    Danach gings wieder ins Landesinnere, wo wir zu unserer Rechten immer von den schneebedeckten Gipfeln der Berge flankiert wurden.

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    Entlang des Wegs boten sich immer wieder kleine Stops an verschiedenen Wasserfällen an. Manchmal auch direkt an der Straße.

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    Wir kamen gut voran, auch die hier üblichen one-lane Bridges waren für den nicht vorhandenen Verkehr völlig ausreichend.

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    Das nächste landschaftliche Highlight war die Fahrt entlang des Wanaka Sees bis in den Ort Wanaka.

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    Von hier gibt es zwei Straßen nach Queenstown welche beide die Nummer 6 tragen. :confused3: Wir wählten den direkten Weg, welcher die Überquerung eines Gebirgspasses bedeutet. Hier nervten zwar die zahlreichen Kilometer auf Gravel-Road in den vielen Baustellen. Aber der Ausblick am höchsten Punkt des Weges entschädigte für die zähe Fahrt, der Ausblick war atemberaubend.

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    Nachdem wir den Motor des Autos hochzu schon an seine Leistungsgrenzen gebracht hatten, wurden auf dem Weg nach unten nun die Bremsen aufs äußerste strapaziert - es stank nach Gummi. Aber der alte Sunny blieb uns treu. :yes3:
    Gegen 16:30 Uhr erreichten wir schließlich Queenstown. Die Stadt liegt am Wakatipu See und ist von hohen Bergen umgeben - eine traumhafte Lage. Wir schlenderten noch etwas am Wasser entlang und machten uns schließlich auf Souvenirsuche.

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    Da wir keine Lust hatten jetzt noch das Zelt aufzubauen, buchten wir ein Zimmer im Top-10 Holiday Park für nur 45,- NZD. Am Abend fuhren wir noch einige Sehenswürdigkeiten ab, um Eintrittspreise zu checken. Da wir am Ende der Neuseelandreise nochmals nach Queenstown kommen würden, wollten wir schonmal sehen, was es hier noch für Optionen gibt. Auch sehenswert fanden wir den Supermarktparkplatz. :yes3: So einen Ausblick haben wir beim hiesigen Kaufland leider nicht.

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    Landschaftlich war dieser Tag mit Sicherheit das Highlight unserer bisherigen Neuseeland-Tour.
     
  18. paulinchen

    paulinchen Reisefuchsforum Legende

    Registriert seit:
    30. Januar 2011
    Beiträge:
    796
    Hi,

    Danke für die tollen Bilder, bringt mir meine 10 Jahre alte NZ-Reise wieder heiss in Erinnerung. Ist schon toll dort....
    Freu mich schon auf die nächsten Bilder.

    lg
    paulinchen
     
  19. Bandanar

    Bandanar Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    1.709
    Tag 12: Queenstown - Milford Sound, (345km)

    Unser nächstes Etappenziel war der Milford Sound, der zwar nur 100km Luftweg entfernt ist, aber leider stand der unserem Mietwagen nicht offen. So wurde es wieder eine etwas längere Tour. Allerdings ist die Landschaft auf dieser Strecke so abwechslungsreich, das am heutigen Tag sprichwörtlich sowieso der Weg unser Ziel war.
    Bevor es aber wieder ans Steuer ging liefen wir am morgen noch einmal durch Queenstown,

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    wo am See Bauern- und Handwerkermarkt stattfand.

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    Die TSS Earnslaw feierte gerade ihr 100 jähriges Jubiläum.

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    Kurz vor Zehn machten wir uns dann auf den Weg. Zunächst ging es immer am See entlang, wo sich ständig neue wunderschöne Aussichtspunkte boten. Nachdem wir diesen hinter uns gelassen hatten, ging es vorwiegend über Weideland bis nach Te Anau weiter. Auf dieser Strecke stoppten für ein obligatorisches Schaf-Foto (das ist in NZ Pflicht :RpS_biggrin:)

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    und begegneten zufällig der zweiten historischen Dampfmaschine der Gegend, dem Kingston Flyer.

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    In Te Anau hielten wir nur kurz um uns etwas die Füße zu vertreten. Der Ort besteht vorwiegend aus Outdoor Läden, welche die Wanderer ausstatten, die hier den vier bis fünftägigen Milfordtrack starten. Auch für einen Besuch im Takahe-Haus hatten wir keinen Bedarf mehr.

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    Von hier aus ging es nun den Milford Highway entlang bis zum Milford Sound. Wobei Highway eher irreführend ist. Es handelt sich um eine kurvenreiche, teils schmale Straße durch eine sehr abwechlungsreiche, bergige Landschaft. So boten sich immer wieder kürzere und längere Zwischenstops an. Zum Beispiel im Eglinton Valley, auch wenn uns die Wetterentwicklung so gar nicht gefiel.

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    Weitere Halts waren ein Mirror-Lake,

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    eine kurze Wanderung mit Tierbegegnungen durch den Wald bei Cascade Creek,

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    und ein 34km Umweg auf unbefestigter Straße zu den Humboldt Wasserfällen.

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    Spätestens hier hatten wir uns nun damit abgefunden, dass wir wohl die Sonne am heutigen Tag nicht mehr sehen, dafür aber umso nässer werden würden.
    Das Schöne am Regen waren die unzähligen Wasserfälle, welche in breiter Front von den Bergen links und rechts der Straße nach unten flossen - ein beeindruckender Anblick.

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    Nachdem wir den Homer Tunnel, ein nicht ganz zeitgemäßes Exemplar einer Bergdurchführung, passiert hatten,

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    nahmen sowohl Regen und Wolken als auch die Anzahl an Wasserfällen weiter zu.

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    Und wir hatten nur einen Zeltplatz in der Milford Sound Lodge, der einzigen Unterkunft, reserviert.:uhoh3: An der Lodge angekommen galt unsere erste Frage nach einem Upgrade zu einer festen Unterkunft. Wir hatten Glück und bekamen die letzte freie Cabin für 78,- NZD pro Nacht. Noch nie haben wir uns über einen 6m² Blechcontainer derart gefreut :RpS_biggrin:

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    Beruhigt was die Übernachtung angeht, aber noch immer vom Regen genervt, fuhren wir nun direkt zum Milford Sound. Von hier bietet sich ein beeindruckender Blick in den Fjord hinein.

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    Zahlreiche Infotafeln vermittelten Einiges zur Entstehung des Fjords, der hiesigen Tierwelt und dem speziellen Klima. Es handelt sich hier mit 6000mm um eine der regenreichsten Regionen der Erde.
    Wir hatten allerdings trotz der eindrucksvollen Landschaft bereits nach kurzer Zeit genug von Nässe, Sturm und Kälte und fuhren zur Cabin zurück.
    Der Blick aus dem Trockenen auf die mit Wasserfällen verzierten Hänge und ein in der Ferne rufender Kea konnten unsere Stimmung dann aber doch wieder etwas verbessern.

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    Wir hofften, dass zumindest der Regen am Folgetag etwas weniger würde, da wir für 10Uhr einen Milford Sound Cruise gebucht hatten...
     
  20. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

    Registriert seit:
    17. Januar 2011
    Beiträge:
    1.947
    Hallo, bin immer noch voller Spannung bei Euch am "mitreisen"- wann gibt's wieder mal Nudeln mit Tomaten-Sauce?. Das Wetter in Neuseeland ist im Sommer auch nicht anders wie hier: heute Regen, morgen Regen und mal wieder bewölkt..:cool5:

    Gruss und weiter so..Mari
     

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