Selbstfahrerrundreise Jordanien

Dieses Thema im Forum "Naher Osten - Arabische Welt - Dubai Forum" wurde erstellt von marimari, 12. Januar 2014.

  1. Hirogen

    Hirogen Reisefuchs

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    Keine Ahung wie die aktuellen Preise für Petra sind, die erhöhen ja dauernd :RpS_biggrin:

    Preise 2014:

    Petra 2 Tage 55JD
    Jerash 8JD
    Amman Roman Theater 1 JD

    Jerash und Amman Theater wären mit dem Pass abgedeckt, aber was willst noch alles nutzen, was im Pass incl ist?
     
  2. Rica

    Rica Reisefuchs

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    Das Visum ist inklusive, welches zur Zeit 40 JOD kostet.

    Jordan Pass - 75 JOD
    Petra und Visum separat - 95 JOD.

    Durch Visum und der Eintritt für zwei Tage in Petra lohnt sich der Pass schon. Die anderen Sehenswürdigkeiten kosten ja scheinbar nur ein paar JOD.

    Ansonsten würden wir sicherlich den Erlass der Eintrittsgelder für Wadi Rum, die Zitadelle und Römisches Theater in Amman, Kerak... nutzen.
     
  3. Rica

    Rica Reisefuchs

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    Etwas fällt mir noch ein: wir möchten eine Straßenkarte kaufen.
    Besser hier bestellen oder vor Ort kaufen?

    Ich kann mich erinnern, dass in einigen Ländern die Karten, die es vor Ort zu kaufen gab, ziemlich schlecht waren.
     
  4. Rica

    Rica Reisefuchs

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    Heute Abend geht es los.
    Ich berichte anschließend. Euch allen eine schöne Woche. :smile3:
     
  5. marimari

    marimari Reisefuchsforum Mod

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    ja alles Geschmacksache - wir waren bei Bedouin Directions...etwa die selbe Liga...wir hatten 2 volle Tage da draussen (auch vorgebucht mit Jeeptour, Kameltour etc.) - auch mit 1 Übernachtung:wink5: - würde sofort wieder hin...und kann es auch jedem nur empfehlen..Duschen sind vorhanden...gemütlich empfand ich die jedoch nicht...von daher ist es nett nach einer Nacht wieder eine entspannte/private Dusche zu kriegen..
    Grüsse und viel Spass in Jordanien..ein super Reiseland:daumen:
    M.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2016
  6. Rica

    Rica Reisefuchs

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    Hallo Reisefüchse, ich wollte noch ein kurzes Feedback zu unserer Jordanienreise geben und mich bei euch für die Tipps und Infos bedanken.
    Unsere Route bzw. Stops: Mount Nebo, Jordantal, Bethanien, Madaba, Totes Meer, Kerak, Dana, Shobak, Wadi Musa, Little Petra, Petra, Aqaba, Wadi Rum, Qasr Kharana, Qusayr Amra, Amman und Jerash.
    Es war wirklich wundervoll und wir sind vom Land, seinen Bewohnern und Sehenswürdigkeiten nachhaltig beeindruckt. Wir hatten eine tolle Zeit und können jedem eine Reise dorthin nahelegen. Leider ist der Tourismus dort zur Zeit total am Boden, da durch die Konflikte der Nachbarländer viele Angst haben dieses Land zu besuchen. Soviel dazu: wir fühlten uns zu keiner Zeit unsicher! Und wer Highlights wie Petra und Co. fast für sich alleine haben möchte, sollte Jordanien jetzt besuchen! :RpS_wink:
     
  7. Tom Yam

    Tom Yam Erfahrener Reisefuchs

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    Das kann ich so bestätigen. Nachfolgend eine kleine Bilderstrecke, die ich auf meiner spontan gebuchten Kurzreise (10 Tage) im Mai 2017 geschossen habe. Ich war auch in Jerash im Norden kurz vor der syrischen Grenze - sehr sehenswert, wenn man sich für alte römische Ruinen interessiert. Nachdem der IS Palmyra im benachbarten Syrien weitgehend zerstört hat, ist Jerash die wohl am besten erhaltene alte Römerstadt im Nahen Osten. Auch Madaba, Mount Nebo, Kerak, Dana usw. habe ich mir angeschaut und später auch das Tote Meer sowie Aqaba am Roten Meer.

    Die absoluten Höhepunkte in Jordanien aber sind die alte Felsenstadt Petra und das Wadi Rum mit seinen malerischen Wüstenlandschaften - bekannt vor allem als Drehort des Monumentalfilms "Lawrence von Arabien". Und auf diese Höhepunkte möchte ich mich nachfolgend beschränken:

    Petra - Die Hauptstadt der alten Nabatäer, einem mittlerweile ausgestorbenen Wüstenvolk, das es durch Handel und Wegezölle zu einigem Wohlstand gebracht hatte. An dem Kreuzungspunkt wichtiger Karawanenwege gelegen, wurde die Stadt vor mehr als 2000 Jahren nicht gemauert, sondern komplett von Steinmetzen aus dem Fels geschlagen - ziemlich einzigartig auf dieser Welt. Sie liegt gut geschützt in tiefen Felsschluchten und ist nur durch einige schmale Canyons zu erreichen.

    Der heutige Reisende steigt in Neu-Petra (in einigen Quellen auch Wadi Musa genannt) ab, wo es genügend Hotels und touristische Infrastruktur gibt. Über das "Visitor Center", einen festungsartigen Bau mit Zugangskontrollen wie an internationalen Flughäfen üblich (Gepäck- und Körperscanner inclusive), gelangt der Besucher über einen rund 1,5 km langen Fußweg in das historische und heute unbewohnte Petra. Etwas über ein Kilometer des Weges führt dabei durch eine enge Schlucht, den sogenannten Siq. Der wird von bis zu 80 Meter hohen, senkrechten Felswänden eingerahmt und ist zwischen 2 und 8 Metern breit.

    [​IMG]

    Durch die kurvenreiche Strecke kann man nie weiter als ein paar Meter durch die Schlucht sehen. Nach jeder Kurve bietet sich ein neuer Blick - bis zur nächsten Kurve.

    [​IMG]

    Erst wenige Meter vor dem Ziel fällt der Blick aus der schummrigen Schlucht auf das berühmteste, im strahlenden Sonnenschein liegende Gebäude Petras: Khazne Faraun, zu deutsch "das Schatzhaus des Pharao" oder kurz "Schatzhaus" bzw. "The Treasury". So haben es die Beduinen genannt. Tatsächlich war es wohl eher eine alte Kultstätte, eine Königsgrabkammer oder, wie ein junger, querdenkerischer jordanischer Archäologe glaubt, eine Art antikes Konferenzzentrum. Was auch immer es war - der Wow-Effekt, der sich nach der letzten Kurve durch die Schlucht beim Blick auf das Bauwerk einstellt, lässt niemanden kalt. Auch nicht den gut vorbereiteten Reisenden, der schon vorher weiß, was ihn erwartet. Man kann sich kaum vorstellen, was wohl der Schweizer Abenteurer Jean Louis Burckhardt empfunden haben mag, als er das über 1200 Jahre lang vergessene Petra im Jahre 1812 wiederentdeckte. Mit eben diesem ersten Blick:

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    Auf diesen "Wow-Effekt" wollte natürlich auch Steven Spielberg nicht verzichten und drehte deshalb die letzten Szenen seines Films "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" in Petra. Indy und seine Leute ritten da durch diese Schlucht und wussten natürlich sofort, dass das "Schatzhaus" nur die Aufbewahrungsstätte des Heiligen Grals sein konnte. Die Indiana-Jones-Filme sind natürlich übelste Fiktion - aber gut gemachtes Popkorn-Kino und immer an erlesenen Schauplätzen gedreht. Weshalb sie auch Reisebegeisterte wie mich ansprechen.

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    Rund 40 Meter hoch ragt das berühmte Gebäude vor dem staunenden Besucher auf. Leider darf man die Innenräume nicht mehr betreten. Es gab in der Vergangenheit zu viele Probleme mit Graffiti-Schmierereien und Leuten, die den altehrwürdigen Bau als Toilette missbraucht haben ...

    Es gibt im alten Petra natürlich auch jede Menge schlichterer Profanbauten, die Wohn- und Geschäftszwecken dienten. Aber auch diese sind komplett aus dem gewachsenen Fels gehauen. Es ist wie gesagt eine vollständige Stadt, die von Steinmetzen hergestellt wurde.

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    Etwas nobler sehen die sogenannten Königsgräber aus:

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    Die Eintageskarte für Petra kostet 50,- JD (Jordanische Dinar), was fast 60,- Euro entspricht. Wer schon vorher weiß, dass er auch am nächsten Tag im alten Petra herumstöbern will, holt sich am besten gleich ein Zweitagesticket für 55,- JD. Anderenfalls werden nochmals 50,- JD fällig.

    Ja, Jordanien ist teuer - für Touristen jedenfalls. Aber der Erhalt der historischen Stätten und vor allem der Schutz vor fanatischen Islamisten, die aus den Nachbarländern Syrien und Irak einsickern könnten, kostet natürlich. Und Jordanien treibt da einigen Aufwand, um sich und seine Gäste so gut wie möglich zu schützen. Flughafenmäßige Security Checks vor jeder Sehenswürdigkeit und vor jedem Hoteleingang sind Standard; ebenso eine hohe Polizei- und Militärpräsenz. Ich war noch nicht in Israel, aber dort stelle ich es mir ähnlich vor.

    Aber zurück zu Petra: Wer dort an einem Montag, Mittwoch oder Donnerstag Abend ist, sollte sich das Spektakel "Petra by Night" nicht entgehen lassen, auch wenn der Eintritt nochmals 17,- JD kostet. "Spektakel" klingt jetzt spektakulärer als es tatsächlich ist, denn es handelt sich um eine äußerst ruhige, aber dafür sehr romantisch-stimmungsvolle Veranstaltung. Der Siq (die Zugangsschlucht) und der Platz vor dem Schatzhaus sind dann auch abends zugänglich und werden elektrizitätsfrei, ausschließlich von Tausenden von Windlichtern beleuchtet. Auf dem Platz vor dem Schatzhaus wird klassische arabische Musik gespielt und ein traditioneller arabischer Märchenerzähler trägt Geschichten aus dem alten Petra vor. Auf Englisch natürlich; es ist ja für die Touristen gedacht. Ein stimmungsvolles Erlebnis, an das man gerne zurückdenkt. Die 17,- JD Eintritt waren es mir jedenfalls wert.

    Petra bei Nacht: Der kerzenbeleuchtete Zugangsweg durch die Schlucht:...

    [​IMG]

    ... und das Schatzhaus im Kerzenschein (ergänzt durch ein paar bläuliche Handy-Displays):

    [​IMG]

    Fortsetzung folgt - mit Fotos aus dem Wadi Rum.

    Gruß
    Michael / Tom Yam
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. August 2017

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